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Canada
United States

Kajaken in der Johnstone Strait

Kayaking in Johnstone Strait

Freitag, 29.07.2011

Am Morgen musste ich früh raus, um vor der Abfahrt noch ein Frühstück einnehmen zu können. Pünktlich um acht Uhr wurde ich bei der Heriot Bay Inn abgeholt. Am Hafen traf ich die Leute, mit denen ich die nächsten vier Tage verbringen würde. Wir packten alle unsere Sachen und auch die Nahrungs­mittel auf das Wassertaxi und los ging es zum Basecamp. Die Fahrt dauerte rund drei Stunden und führte durch die bekannte Inside Passage, wo auch viele Kreuzfahrtschiffe verkehren. Das Wetter war sehr gut, wir genossen die Aussicht und lernten einander kennen.

Wassertaxi nach der Ankunft beim Basecamp
Water taxi after having reached the basecamp

Nach der Ankunft galt es, all das Gepäck und uns selber mit einem kleinen Ruderboot an Land zu bringen und alles durch den Wald zum Zeltdorf zu transportieren. Jeder griff zu, und so war das sofort erledigt. Kurz darauf gab es auch bereits etwas zu Essen, was zur Regel werden sollte: Alles Essen muss weg, und wir hatten viel dabei! Schliesslich wurde die Zelte ausgelost, die meisten mit supertoller Aussicht auf die Johnstone Strait. Gleich darauf folgte das Mittagessen.

Friday, 29.07.2011
Irgendwo zwischen Quadra Island und Basecamp
Somewhere between Quadra Island and basecamp

I got up quite early in the morning in order to have breakfast before the departure. At exactly eight in the morning I was picked up at Heriot Bay Inn. At the harbor I met the people I was going to spend the next four days with. We carried all our stuff and lots of food on the water taxi and started off to the basecamp. The trip took about three hours and went along most of the famous inside passage where many cruise ships go along as well. The weather wax excellent, we enjoyed the view and got to know each other.

After the arrival we had a small rudder boat to bring all the stuff to the beach. The we carried it through the forest to the tent village. Sounds like hard work, but all gave their hands in, so it wasn't. Not much later we got the first pieces of food. That was supposed to become the rule of the time here: Food had to be gone in the end, and we had plenty of it! Finally there was a tent lottery. Most of the tents have an exceptional view to Johnstone Strait. This was followed by lunch.

Tafel beim Johnstone Strait Ultimate (JSU) Basecamp
Sign at Johnstone Strait Ultimate (JSU) basecamp by Spirit of the West Adventures

Organisation der Kajak-Tour

Die Kajaking-Tour hatte ich über die Fir­ma Spirit of the West Adventures gebucht. Grün­de für die Wahl dieser Organisation waren nach dem Studium ihrer Homepage einerseits die Fahrt von Quadra Island bis zum Basecamp, andererseits die Position des Basecamps, von der ich annahm, dass sie für Beobachtungen optimal sein müsste. Und tatsächlich sind meine Erinnerungen aus­schliesslich positiv, ich kann Spirit of the West Ad­ventures uneingeschränkt weiterempfehlen.

Kayaking trip organization

I had booked the kayaking trip through the company Spirit of the West Adven­tures. After having studied their homepage, motives for doing so were on one hand the boat ride from Quadra Island to the basecamp, on the other side my assumption that the position of the basecamp should be ideal for seeing wildlife. And really, my memories are exclusively positive. I can recommend Spirit of the West Adventures to anyone planning to do such a tour.

Basecamp, aus dem Kajak photographiert (das Original dieses Panoramaphotos ist mehr als 10000 Pixel breit und wurde aus 5 Bildern zusammengesetzt!)
Basecamp as seen from the kayak (the original of this panorama photography is more than 10000 pixels in width and was assembled from 5 images!)

Erste Ausfahrt mit dem Kajak

Für den Nachmittag war eine erste Kajaktour ge­plant. Es ging in erster Linie darum, dass die drei Führer der Tour erkennen konnten, wie gut die einzelnen Teilnehmer mit einem Kajak fahren kön­nen. Falls nötig gaben sie Instruktionen oder Tipps. Diese erste Tour führte Richtung Norden entlang der Küste bis zu einer Insel in Sichtdistanz, um diese Insel herum und wieder zurück ins Basecamp. Insgesamt nicht sehr weit, aber trotz­dem ein Spass.

Sauber verstaute Kajaks
Neatly arranged kayaks

Insgesamt war es eine lockere Tour, trotzdem hatten wir bereits eine erste Begegnung mit der Tierwelt: Mitten im Kelp sahen wir einen Seehund schwimmen. Er tauchte immer wieder unter und kam an einer anderen Stelle hervor. Also nahm ich meine Kamera hervor, setzte das Tele-Objektiv auf und wartete, bis er wieder sichtbar wurde. Nur kurz später tauchte er in unmittelbarer Nähe zu meinem Kajak auf und schaute mir direkt in die Kamera. Obwohl ich mich im Kajak noch ziemlich unsicher fühlte, wenn ich die Kamera in der Hand hatte, war das sofort vergessen und ich konnte einige ein­drückliche Photos des Tieres machen.

Kajaken in der Johnstone Strait
Kayaking in Johnstone Strait

First kayak trip

Kajaken in der Johnstone Strait
Kayaking in Johnstone Strait

In the afternoon we started for the first kayaking tour. The main idea was that the three leaders of the tour could know about the kayaking abilities and knowledge of their clients. If necessary they provided instructions and tips. This first tour headed in Northern direction along the coast to an island that was still in sight distance of the basecamp. We rowed around the island and all the way back to the camp. All in all not so far but still lots of fun.

Ein Seehund weniger Meter von meinem Kajak entfernt schaut direkt in die Kamera. In seinem Auge kann ich mein Kajak sehen! (dieses Bild ist nicht beschnitten)
A Seal just a few meters from my kayak, looking directly in the lens. I can see my kayak in its eye! (this picture is not cropped)

The tour was quite short and easy, but still we - or mainly I - had our first close wildlife encounter: Protected in the kelp there was a seal swimming. It dived again and again just to turn up at another place. So I stopped and grabbed my camera, atta­ched the telephoto lens and waited for its next appearance. Just seconds later it turned up next to my kayak and watched directly into my lens. I was still quite unsettled in my kayak, especially when holding the camera. But at this moment I didn't think about anything and could take some impressive pictures of that animal.

Photographieren im Kajak

Bereits während der Reisepla­nung hat­te ich mir über­legt, wie ich die Kamera und Ob­jektive im Kajak so transportieren kann, dass der rasche Zugriff auf dem Wasser möglich ist. John von Spirit of the West Adventu­res gab mir den entscheidenden Tipp, der wunderbar funktionierte: Ich steck­te die Kamera mit aufge­setztem Objektiv (meistens das Tele) zusam­men mit dem Wech­sel­objektiv (Weit­winkel) in einen Dry-Bag. Diesen nahm ich zwi­schen die Beine, wodurch er gut geschützt war. Man muss den Dry-Bag aber jederzeit richtig schliessen, denn auch im Kajak hat es immer ein wenig Feuch­tigkeit. Bei gutem Wetter fuhr ich mit offenem Kajak, um den Zugriff zur Kamera noch etwas zu be­schleunigen.

Taking pictures from a kayak

When I was planning this trip I was thinking how to transport my camera and lenses in the kayak so I can access it very fast while on the water. John from Spirit of the West Adventu­res gave me the best tip and it worked perfectly: I put my camera with the tele lens attached into a dry bag together with the second lens, a wide angle. Then I put the dry bag between my legs where it was well protected. But you really have to close the bag with caution as there always is some wetness within the kayak. When the weather was fine I was kayaking in the open boat what allowed me to access the camera even faster.
 
 
 

Einleben im Basecamp

Nach der Rückkehr zum Basecamp mussten wir die Kajaks an Land ziehen und zwischen den Bäumen vertauen, damit sie auch bei einem starken Sturm und hoher See nicht weggetragen werden können. Danach verflüchtigten sich die Gruppenmitglieder. Die meisten begannen damit, ihr Zelt einzurichten. Ich hatte es einfach, denn alleine im Zelt hatte ich so viel Platz, dass ich mir nicht viele Gedanken machen musste, wo ich die Sachen verstauen sollte. Also nutzte ich die Zeit, um beim wunderschönen Wetter die Aussicht zu geniessen und mich mit der Umgebung bekannt zu machen.

Zelt mit Aussicht auf die Johnstone Strait
Tent with a view on Johnstone Strait

Allzu weit konnte ich aber nicht gehen, denn die Leiter machten gleich zu Beginn klar, dass wir hier Gäste in der Heimat von Bär und Puma seien. Wir würden deren Revier respektieren, sie dafür unse­res. Eigentlich wäre ich ja gerne mal auf den an­grenzenden Hügel raufgewandert, aber das wagte ich dann nicht zu fragen. Also begann ich auf den Felsen unterhalb des Basecamp zu klettern und entdeckte schon bald in den Tidal Pools (Löcher, die trotz Ebbe noch mit Wasser gefüllt sind) diverse Arten von Seesternen.

Seestern auf den Felsen vor dem Basecamp
Sea star on the rocks around basecamp

Bald gab es auch bereits wieder eine Vorspeise, später gefolgt vom Nachtessen und einem Dessert (flam­bierte Bananen). Hunger darf es hier nicht geben. Tara und Jessica geben sich grosse Mühe, um trotz der Campingausrüstung Menüs wie in den besten Restaurants hervorzuzaubern. Ihre grösste Angst sind die Mäuse, das seien die eigentlichen Raubtiere, mit denen wir zu kämpfen hätten. Wir haben aber die ganzen vier Tage keine einzige Maus gesehen, ist wahrscheinlich nicht so schlimm.

Dessert nach dem bereits umfangreichen Nachtessen
Dessert after the already very extensive dinner

Wirklich etwas ganz besonderes ist der Hot Tub, der auf einem Felsvorsprung direkt über der Johnstone Strait steht. Jeweils vor dem Eintreffen neuer Gäste wird das Wasser abgelassen, neues aus dem Meer heraufgepumpt und mit einem Feuer aufgeheizt. Am ersten Tag wird es noch nicht wirklich heiss, ab dem zweiten Tag kann es aber je nach Intensität des Nachfeuerns rund 40°C warm werden. Wenn man da drin sitzt und die Wärme in den Körper einfliessen lässt, kann es durchaus sein, dass unterhalb im Meer ein paar Wale vorbeischwimmen.

Sonnenuntergang in der Johnstone Strait
Sunset above Johnstone Strait

Settling in at basecamp

Heisswasserbecken mit unglaublicher Aussicht
Hot tub with incredible view

After having returned to the basecamp we had to bring the kayaks to the beach and fix them between the trees for that they were save even during a strong storm and high sea. After that the people all went their ways. Most started making themselves comfortable in their tents. That was easy for me as I had a tent for myself. So there was not much to think about where to put the stuff. So I used the spare time to enjoy the beautiful view, the great weather and to inspect the environs.

Kreuzfahrtschiff in der Johnstone Strait
Cruise ship in Johnstone Strait

But I could not walk far. The guides quotet at the beginning that we were guest in an area that is home to bears and mountain lions. We were respecting their area, so they would ours. I would have loved to climb the hill just behind the camp but that was out of question. So I climbed down the rocks just below the tents and found some tidal pools (holes filled with water during low tide) and many kinds of seastars waiting there for the high tide.

Sitzbank und Aussicht vor meinem Zelt
Bench and view in front of my tent

It didn't take long and we got some food as a starter, followed by dinner and dessert (bananas flambé). There can be no hunger here. Tara and Jessica did a great work. They only had camping equipment but the food was like in the best restaurants. They were afraid of mice, the only wild animals we would have to fight with as they might attack our food store. But we didn't see a single mouse during that four days. The plague is probably not so bad.

Ryan beim Lagerfeuer
Ryan at the camp fire

One of the most surprising features of the camp is the hot tub standing on the rocks just above Johnstone Strait. Always before new guests arrive the water is let gone, new water is pumped from the sea and heated by a wood fire. It's not really hot the first day, but the second day it can reach 40°C depending on the intensity of the fire. Sitting in the hot tub you can let the warmth to you body and at the same time expect to see whales swimming by.

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