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United States

Kajaken in der Johnstone Strait

Kayaking in Johnstone Strait

Samstag, 30.07.2011

Am Morgen gibt es jeweils keine Eile, aus dem Bett zu kommen. Ich bin immer lange vor den anderen wach, wasche mich, mache ein paar Photos und beginne mit dem Morgenessen. An diesem Morgen sieht man bereits, dass das Wetter nicht so gut sein wird, wenig später wird es dann auch wirklich zu regnen beginnen. Trotzdem starten wir wieder auf eine Tour, bewaffnet mit Regenschutz und Regen­hose. Letztere ist besonders wichtig, denn sobald man aus dem Kajak aussteigt, wird man ansonsten sehr nass, und dann wird es ein kalter Tag. Immer­hin ist es im Kajak immer recht warm.

Mittagessen am Strand unter dem Regendach
Lunch at a beach under the rain protection

Erneut fahren wir Richtung Norden, diesmal aber an der Insel vorbei und weiter. Dort gibt es einen Beobachtungsposten, der "Eagles Eye" genannt wird. Die Leute dort kontrollieren, dass niemand in das für alle Menschen gesperrte Gebiet des Robson Bight Ecological Reserve hineinfährt. Dort, direkt auf der anderen Seite des Basecamp, soll es unter der Meeresoberfläche den weltweit einzigen Kiesstrand geben, auf dem sich Orcas durch Herunterrollen und Kratzen vergnügen.

Saturday, 30.07.2011
Die Kajaks sind bereit für die nächste Tour
The kayaks are ready for the next tour

There never was a hurry getting up in the morning. I was always up much earlier than the others, did some washing, took some pictures and finally started breakfast. This morning we could see that the weather wouldn't be good that day. Not much later it started raining. Still, we started for another kayaking tour, equiped with rain coat and rain trousers. Later is very important when levaing the kayak as you would become very wet if you hadn't them. And that would mean that you had a very cold day. The good thing is that sitting in the kayak the temperature is quite warm thanks to the isolation.

We started in Northern direction again, but this time we passed the island and continued. There is a observation station, called "Eagles Eye". The guys up there control that nobody enters the forbidden area of Robson Bight Ecological Reserve. There, just opposite of our basecamp is the only under­water crable beach where orcas enjoy themselves.

Bildserie eines eintauchenden Buckelwals
Photo sequence of a diving humpback whale

Hinweis: Hinter diesem Bild steckt ein kurzer Film. Zum Starten auf das Bild klicken.

Remark: There is a short movie behind this picture. Klick on it to start the movie.

Nur wenig nördlich vom "Eagles Eye" gibt es einen Strand, wo wir Pause für das Mittagessen machen. Zuerst bauen wir ein kleines Zelt als Unterstand auf, danach wird aufgetischt, einen Baum als Theke nutzend. Hier kann man auch eine kurze Wanderung unternehmen, nach wenigen Minuten erreichen wir einen Wald mit sehr alten Bäumen. Zwei davon sind hohl und können betreten werden. Wegen des Wetters ist es aber recht unangenehm und kalt, wir freuen uns, wieder ins Kajak zu steigen und zurück zu rudern.

Vegetarische Vorspeise speziell für mich
Vegetarian starter prepared just for me

Kaum losgerudert erhalten wir einen Funkspruch von den Leuten im "Eagles Eye", dass gleich um die Ecke vor uns ein Buckelwal sei. Weil man sich Walen nicht näher als auf hundert Meter nähern darf, sammeln wir uns in der Nähe der Felsen. Sofort packe ich meine Kamera aus, trotz dem Regen. Schliesslich hatte ich ja in Profiqualität investiert, sie sollte das schon aushalten. Und wirklich: Gleich darauf erscheint der Buckelwal und taucht wieder ein. Trotz grosser Nervosität kann ich die Bildserie ablichten, die man weiter oben anschauen kann.

Mit diesen eindrücklichen Bildern im Kopf ruderten wir still und glücklich zurück zum Basecamp. Solche Walbegegnungen waren für mich der Grund, diese Tour zu buchen. Der Regen war vergessen, nass waren wir ja schon lange. Zurück im Basecamp waren wir schon ein eingespieltes Team beim Verstauen der Kajaks. Danach gingen wir alle zu unseren Zelten, zogen trockene Kleider an und hofften, dass die nassen bis zur Abreise trocknen würden. Das ist hier aber fast unmöglich, denn die Luft ist dermassen feucht. Schliesslich befinden wir uns im Regenwald. Währenddessen bereiteten die Leiter bereits wieder das Nachtessen vor.

Bei Regen ist es auch im Heisswasserbecken nicht besonders angenehm
When raining even the hot tub is not very popular

Am Abend wurde das Wetter wieder etwas besser. Es gab sogar ein paar trockene Momente. Also sas­sen wir zusammen bis zum Einbruch der Dunkelheit am Lagerfeuer und genossen die abgestrahlte Wärme. Wer wollte, konnte eine Bettflasche mit ins Zelt nehmen, um schön warm in den Schlaf zu fallen. Das brauchte ich dank meinem Schlafsack nicht. In den Zelten stehen auch Kissen zur Verfügung. Ausserdem stehen die Zelte auf Rosten und haben ein solides Dach, sodass es im Innern garantiert nicht nass wird.

Brent macht das Feuer
Brent starting a fire
Seestern in einem Gezeiten-Pool
Starfish in a tidal pool
Kreuzfahrtschiff in der Johnstone Strait
Cruise ship driving along Johnstone Strait

Photographieren bei Regen

Trotz Regen hatte ich die erwähnten Photos vom Buckelwal gemacht. Das ist natürlich enorm problematisch für die empfind­liche Technik einer Kame­ra. Obwohl ich sie im Kajak in einem Dry-Bag transportierte, wurde sie natürlich während den Aufnah­men feucht. Darauf steckte ich sie zurück in den Dry-Bag, die Feuchtigkeit war so­mit gefangen. Wichtig ist in dieser Situation, dass man die Kamera wirklich abstellt, damit kein Strom mehr fliesst. Nach der Rückkehr zum Zelt trocknete ich das ganze Ge­häuse mit einem Tuch. Trotzdem hatte ich am nächsten Tag etwas Kondens­wasser im Display.
 

Taking pictures in the rain

Although it was raining I took the pictures of the humpback whale you can see above. That is very pro­ble­matic for the sensitive tech­nics within a camera body. I was carrying the camera in a dry bag in the kayak, but when I took it out of the bag to take the pictures it obviously got wet. I put it back in the dry bag which means that the humidity was caught in the bag. It is very im­portant at this mo­ment that you really switch off the camera so there is no current flowing. After returning to the basecamp I im­mediately dried the whole body with my towel. Nonetheless there was some water conden­sation in the display the next morning.

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