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Canada
United States

Kajaken in der Johnstone Strait

Kayaking in Johnstone Strait

Sonntag, 31.07.2011

Am Morgen regnete es immer noch. Deshalb bes­chloss die Mehrheit der Gruppe, mindestens bis kurz vor Mittag zu warten. Da musste ich mich halt fügen und warten. So gegen elf Uhr schien das Wetter besser zu werden, also brachten wir die Kajaks zum Wasser und ruderten mit Regenjacke bewaffnet los. Vielleicht fünf Minuten später kam die Sonne raus und wir entschlossen uns, kurz zu stoppen und die jetzt überflüssigen Kleider ins Kajak zu verstauen. Dafür muss man zu zweit sein, denn alleine kann man die Aufbewahrungsluken nicht erreichen.

Ich genoss das Kajaken entlang der Küste sehr
I very much enjoyed kayaking along the coast

Heute ruderten wir Richtung Süden. Zuerst ging es ziemlich nahe an den Felsen entlang, denn da gab es viele Seesterne, Seeigel, Quallen und so fort zu sehen. Dafür brauchten wir einige Zeit. Etwas wei­ter entdeckten wir einen Seeadler, nicht den ersten, aber am Tag davor machte ich wegen dem Regen keine Photos. Direkt neben dem Strand, wo wir schliesslich für das Mittagessen Halt machten, hatte der Adler seinen Horst. Diese Nester sind enorm gross, man muss sie einfach gesehen haben.

Horst eines Seeadlers
Eagles nest

Der Strand für das Mittagessen war wunderschön gelegen. Im Unterschied zum Tag davor ohne Re­gen ist das natürlich jeder Strand. Erneut staunten wir, welch gutes Buffet die Leiter in so kurzer Zeit fern vom Basecamp aufbauen konnten. Eigentlich sollte ich ja wissen, was wir dabei hatten, denn an allen Tagen transportierte ich jeweils das ganze Essen der Gruppe in meinem Einer-Kajak. Das machte ich übrigens sehr gerne, denn das zusätz­liche Gewicht gab dem Kajak mehr Stabilität, wenn ich mich mal wieder mit dem Teleobjektiv weit nach draussen lehnte.

Küste an der Johnstone Strait
Coastline along Johnstone Strait

Als erster wieder auf dem Wasser ruderte ich noch rasch zu einer kleinen Insel, um ein paar Photos von den dort sitzenden Kormoranen und Möven zu machen. Da erkannte ich, wie stark die Strömung in der Johnstone Strait ist, wenn Ebbe oder Flut einsetzt. Ich musste unter starken Anstrengungen rund um die Insel herum rudern und mich dann auf diese zuströmen zu lassen. Das ging so schnell, dass ich kaum gute Photos machen konnte, bevor ich den Vögeln zu nahe kam und sie wegflogen. Während dem Photographieren konnte ich leider nicht auch noch rudern, um das auszugleichen.

Kormorane und Möwen auf einer kleine Insel
Cormorans and gulls on a little island
Sunday, 31.07.2011
Kleiner Tümmler, direkt unterhalb des Basecamp
Porpoise, just below basecamp
Seeadler
Bald eagle
Strand für das Mittagessen
Beach where we had lunch
Küste an der Johnstone Strait
Coastline along Johnstone Strait

Nach der gegen die Strömung anstrengenden Rück­kehr zum Basecamp, weiterhin bei wunderschönem Wetter, genossen es die meisten Gruppenmitglie­der, sich im Hot Tub zu wärmen. Irgendwann mussten wir dann aber doch raus, denn das Wasser hatte knapp über 40°C, das hält man nicht ewig aus. Nach der Dusche riefen die Leiter schon wieder zum Apéro, kurz darauf sollte auch das Nachtessen fertig sein. Aber da hatten die Köchinnen Pech...

Killerwal
Killer whale / orca

Auf der anderen Seite der Johnstone Strait entdeck­te Ryan ein Whale Watching-Schiff. Das konnte eigentlich nur eines bedeuten: Da waren Wale. Er rief uns sofort zusammen und wir griffen zu Feld­stechern oder Teleobjektiven. Und tatsächlich, in vielleicht zwei Kilometern Distanz entdeckten wir mehrere Orcas, die sich ganz in der Nähe des Schiffs vergnügten. Einerseits waren wir enorm glücklich, auch noch Killerwale sehen zu können, andererseits sahen wir, wie nahe die Leute auf dem Schiff da dran waren.

Springender Killerwal bei der Landung
Jumping orca at landing

Lange schauten wir begeistert zu und hörten auch die Laute der Orcas über das Hydrophon (siehe unten). Schliesslich kam noch die ganz grosse Überraschung: Einer der Orcas machte einen rich­tigen Sprung und landete auf seiner Seite. Dank grossem Glück konnte ich das photographieren. Obwohl das hier gezeigte Bild nur ein winzig kleiner Ausschnitt des Originals ist, ist es trotzdem eine grossartige Erinnerung. Nur zu gerne würde ich allerdings die Photos sehen, die die Leute auf dem Whale Watching-Schiff machen konnten.

Natürliche Kunst
Art by nature

Schliesslich verschwanden die Orcas und wir genossen doch noch das Nachtessen. Es war bereits der letzte Abend, einerseits waren wir traurig darüber, andererseits hatten wir jetzt mit den Orcas alle Wünsche erfüllt bekommen. Zum "Abschied" gab es noch einen tollen Kuchen mit Kajaks auf der Glasur. Danach sassen wir wieder am Lagerfeuer und liessen die Erinnerungen an die vergangenen Tage aufleben. Aber auch der nächste Tag sollte nochmals eine ganz spezielle Erfahrung bereit­halten...

Sonnenuntergang über der Johnstone Strait
Sunset above Johnstone Strait
Killerwal
Killer whale / orca
Springender Killerwal
Jumping orca
Kelp
Ein Kuchen zum Dessert am letzten Abend
A cake as dessert for the last evening

Hydrophon

Am Basecamp ist ein Hydrophon fest installiert. Damit kann man Wale auf bis zu fünf Kilometer singen hören. Siehe auch:

Hydrophone

There is a fixed hydrophone at base­camp. Using it you can hear whales singing to a distance of about five kilometers. See also:

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