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United States

Strathcona Provincial Park

Dienstag, 02.08.2011

Die Fahrt von Campbell River zum Strathcona Provinzpark dauert nur gerade eine knappe Stun­de. Man fährt entlang der kurvenreichen Strasse durch Wälder, dazwischen gibt es immer wieder einen kleinen See zu erblicken. Ein wenig mühsam sind auf der Strasse einzig die grossen Lastwagen, die riesige Mengen Holz transportieren. Diese Last­wagen sind ziemlich breit im Verhältnis zur Strasse und schneiden die Kurven recht stark, es ist also Vorsicht geboten.

Sicht Richtung Norden von der Brücke bei der Driftwood Bay
View in Northern direction from the bridge at Driftwood Bay

Strathcona Provinzpark besteht im wesentlichen aus drei Gebieten, die aus unterschiedlichen Rich­tungen erreicht werden: Ich besuchte nur die Region des Upper Campbell Lake respektive Buttle Lake. Hier gibt es am meisten Wanderwege, das Gebiet ist riesig. Beispielweise dauert die Fahrt entlang des Buttle Lake bis zu den Myra Falls fast eine Stunde. Der zweite grosse Zugang ist beim Mt. Washington, wo neben dem Skigebiet tolle Wande­rungen zu den vielen kleinen Seen möglich sind. Der dritte Zugang schliesslich ist im Süden, von wo man in zwei Tagen zum höchsten Wasserfall Kanadas, den Della Falls, wandern kann. Erreicht wird dieses Gebiet mit einem Boot über den Great Central Lake.

Den ersten Halt machte ich bei den Lady Falls, wo ich vor dem Begehen des Zustiegs das Mittagessen einnahm: Bagel mit Hummus, dazu ein Apfel und ein Chocolate Chunk Cookie. Das sind doch Ferien! Nach dem Essen ging es aber aufwärts, in vielleicht zwanzig Minuten erreicht man die Lady Falls. Unterwegs machte ich einige Photos von den Pflan­zen, die am Wegrand wachsen. Die Lady Falls sind sehr eindrücklich, von einer Aussichtsplattform schaut man direkt auf sie hinab. Schwierig war aber das Photographieren: Wegen dem Wind wurde die Gischt direkt auf das Objektiv geweht, die Kamera war sofort ziemlich nass.

Upper Campbell Lake

Nach dem Besuch der Lady Falls fuhr ich zurück zur Brücke bei der Driftwood Bay und bog nach rechts auf die Strasse entlang des Buttle Lake ab. Mein nächster Halt war bei den Lupin Falls. Hier gibt es eine kurze Rundwanderung, in deren Mitte man bei den ziemlich hohen Wasserfällen ausruhen kann. Die notwendige Sitzbank steht jedenfalls bereit. Dank der Tatsache, dass kaum andere Wanderer unterwegs waren, konnte ich in aller Ruhe das Stativ platzieren und ein paar Langzeitbelichtungen machen.

Steine und Baumstämme zwingen den Bach, seinen weg zu suchen
Rocks and logs make the water find its own way

Aber nicht nur die Fälle selber sind interessant, auch der Weg dahin und zurück. Hinauf ging ich auf der linken Seite (vom Parkplatz gesehen), was mich durch einen hohen Wuchs führte. In solchen Wäldern lohnt sich auch einmal der Blick nach oben, eine ganz andere Perspektive. Der Rückweg führte entlang des Abflusses der Lupin Falls, wo diverse Hindernisse weitere Photo-Möglichkeiten ergaben.

Ein Blick nach oben (Fischauge)
View up (fisheye lens)
Tuesday, 02.08.2011
Eingang zum Strathcona Provinzpark
Entrance of Strathcona Provincial Park
Sicht Richtung Buttle Lake von der Brücke bei der Driftwood Bay
View towards Buttle Lake from the bridge at Driftwood Bay
Lady Falls
Lupin Falls
Abfluss der Lupin Falls
Flow below Lupin Falls
Panorama des Buttle Lake
(das Original dieses Panoramaphotos hat mehr als 18700 Pixel und wurde aus 14 Bildern erstellt!)
Panorama of Buttle Lake
(the original of this panorama picture has more than 18700 pixels and was assembled from 14 images!)

Die nächste kurze Wanderung unternahm ich beim Karst Crest Trail. Hier gibt es einen Bach, der plötzlich in einer Höhle im Karst, dem kalkhaltigen Boden, verschwindet. Meiner Meinung nach lohnt sich die Anstrengung deswegen überhaupt nicht, denn das Loch ist total überwachsen, man sieht rein gar nichts. Wenn man aber weiter geht, so kommt man schliesslich an der höchsten Stelle zu einem weiteren Wasserfall, der in einem engen Tal hinun­terfällt. Dabei produziert er einen kalten Wind, den man beim Näherkommen spürbar merkt. Ausser­dem gibt es ein paar Stellen, wo man eine wunderschöne Aussicht über den Wald hinweg geniessen kann.

Aussicht vom Karst Crest Trail
View from Karst Crest Trail

Das letzte Ziel des Tages waren die Myra Falls. Dafür musste ich bis ans Ende des Buttle Lake fahren, wo ich kurz anhielt, um ein paar Photos in Richtung Thelwood Creek zu machen. Dabei nutzte ich auch erstmals meinen Rot-Filter für monochro­matische Bilder. Die unterdessen sehr nahen Regen­wolken sorgten für die nötige Dramatik. Von dort ist es noch ein paar Kilometer weiter bis zum Parkplatz der Myra Falls, den man über eine Kiesstrecke erreicht. Da hinten war ich ganz alleine, es war schon recht spät, und es begann zu regnen. Knapp schaffte ich noch ein paar Photos, die volle Pracht konnte der Wasserfall bei diesem Wetter aber nicht mehr entwickeln.

Thelwood Creek

Trotzdem konnte ich aber noch realisieren, dass die Myra Falls mit Abstand die prächtigsten und imposantesten Wasserfälle sind, die ich hier sehen sollte. Zu gerne wäre ich noch länger da geblieben, aber bei Regen machte das keinen Spass mehr. Also trat ich die ereignislose Rückfahrt an und erreichte nach knapp einer Stunde die Strathcona Park Lodge, wo ich die nächsten zwei Nächte ge­bucht hatte.

Wasserfall ganz oben beim Karst Crest Trail
Falls all the way up at Karst Crest Trail
Myra Falls
Sicht von der Park Lodge
View from the Park Lodge
Mein Schlafzimmer in der Strathcona Park Lodge
My sleeping room at Strathcona Park Lodge
Eines der Häuser der Strathcona Park Lodge
One of the houses at Strathcona Park Lodge

Strathcona Park Lodge

Übernachtet habe ich in der Strathcona Park Lodge. Mein Zimmer war richtig luxuriös, vom Balkon hatte ich direkte Sicht auf die Berge. Zur Lodge gehört auch ein Restaurant, das zweigeteilt ist in ein Selbstbedienungs-Büffet und einen bedienten Teil. Das Nachtessen habe ich an beiden Abenden im bedienten Teil eingenommen, denn der andere schliesst sehr früh, konkret früher als ich jeweils da war. A la carte gibt es eine kleine, aber sehr fein gekochte Auswahl. Leider war nur eines der Menüs vegetarisch. Da mich der Kellner am zweiten Abend bereits kannte, offerierte er mir aber sofort ein angepasstes Menü, das äusserst gut mundete. Übrigens: Wenn das Restaurant öffnet, läutet auf dem Areal eine Glocke.

I spent the two nights at Strathcona Park Lodge. My room really was a luxurious one. I had a direct view to the mountains from my balcony. There is a restaurant as well. It consists of two sections, one is a buffet, the other is served. I went for dinner to the served section on both nights. The reason was that the other section closes very early, actually earlier than I had arrived. There is a small but delicious a la carte choice. Unfortunately only one of the menues was vegetarian. As the waiter already knew me the second night he immediately offered an adapted menu which tasted excep­tionally well. By the way: When the restaurant opens a bell rings.

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