Costa Rica

Costa Rica

Mittwoch, 03.12.2008 - Samstag, 20.12.2008
Wednesday, 03.12.2008 - Saturday, 20.12.2008

 

Anders als die meisten Reisenden in Costa Rica führte uns unsere Reise an eher wenig besuchte Orte, die teilweise auch schwierig zu erreichen sind. Wir wollten uns hauptsächlich viel bewegen und mit der Natur in engen Kontakt treten. Gleichzeitig wollten wir uns auf wenige Orte beschränken, diese jedoch intensiv erleben. Wenn man so reist, so tritt man automatisch in einen engen Kontakt zu der lokalen Bevölkerung, wodurch man viel über das Land lernen kann. Viele Ticos (so nennen sich die Costa Ricaner selber) waren im positivsten Sinne erstaunt über unsere Wahl der besuchten Orte.

Our trip to Costa Rica lead us to rather little visited places that often are difficult to reach. There is a big difference to most travellers here. Our intention was to mainly do a lot of outdoor activities and to get in close touch with nature. We also wanted to visit only a few places, but encounter them intensely. When you are travelling lthis way you get in touch with many locals and by that can learn a lot about the country. Many Ticos (as the Costa Ricans call themselves) were quite surprised by our plans, but only in the most positive way as they knew we had chosen some of the most beautiful places.

 

Direkt nach unserer Ankunft in San José wurden wir, das sind mein Reisepartner Andreas Kramer und ich, am Flughafen abgeholt und ins Hotel Rincon de San José im Stadtzentrum gebracht. In diesem angenehmen Hotel sollten wir während unserer Reise durch Costa Rica dreimal eine Nacht verbringen. Besonders angenehm am Hotel ist, dass einerseits ein Rechner mit Gratis-Internetzugang zur Verfügung steht, andererseits gibt es gleich auf der anderen Strassenseite ein sehr gutes Restaurant, das Café Mundo, wo wir gleich mehrfach das Nachtessen genossen haben.

Just after we (who is my travel partner Andreas Kramer and myself) had arrived in San José a driver picked us up and brought us to the hotel Rincon de San José in the city center. We were going to stay in that comfy hotel three times for a night during our holidays in Costa Rica. The best things about this hotel are that first there is free highspeed Internet access at the hotel, and second there is a very good restaurant, the Café Mundo, just opposite. We went there for dinner all three nights.

Achtung: Auf dem Flughafen in San José gibt es Wechselstuben, die mit grossen Bildschirmen den Eindruck geben, dass es sich um seriöse Banken handelt. Leider verliert man hier rund 25% des Geldes beim Wechseln. Die meisten Hotels geben einen besseren Kurs, am besten ist es aber, wenn man bei Dienstleistern direkt mit Dollar bezahlt und das Wechselgeld in Colones erhält. Dafür sollte man aber möglichst kleine Dollar-Noten haben ($5 - $20). Gegebenenfalls bereits zuhause im Internet den aktuellen Kurs suchen.
Attention: There are currency exchange offices at the airport of San José. They try to give you the impression of serious banks by showing big screens that list exchange rates for most currencies. Unfortunately you would loose about 25% of your money if you exchange here. Most hotels have better rates, but the best option is to pay for services in dollars and get the change in Colones. This is easier if you have small dollar bills ($5 - $20). Maybe it is a good idea to check exchange rates on the Internet before you leave home.

Parque Nacional Chirripó

Am nächsten Morgen mussten wir bereits um acht Uhr wieder vor dem Hotel stehen, wo wir durch einen Kleinbus der Firma Shuttle Osa abgeholt wurden. Diese Fahrt führte entlang der Panamericana (eine Strasse, die von Alaska bis zur Südspitze Südamerikas führt) über den Paso de la Muerte (ca. 3300müM) nach Pérez Zeledón. Was wir nicht wussten: Pérez Zeledón ist ein Park im Zentrum von San Isidro de El General, noch rund zehn Kilometer von unserem Tagesziel San Gerardo de Rivas entfernt. Wie es sich später herausstellte, handelte es sich um ein Missverständnis zwischen den Organisatoren unserer Reise und der Albergue de Montaña El Pelícano in San Gerardo de Rivas. Jedenfalls mussten wir dem Fahrer einige Dollars hinterlassen, damit er uns auf der Piste zum Hotel brachte. Aber wir wollten ja Abenteuer erleben!

The next morning we had to get up early as we were to be picked up at eight in the morning in front of the hotel by a car of Shuttle Osa. We drove along the Panamericana (a street that goes from Alaska to the most southern tip of South America) and over Paso de la Muerte (about 3300 meters above sea level) to Pérez Zeledón. What we did not know: Pérez Zeledón is a park in the center of San Isidro de El General, about ten kilometers away from San Gerardo de Rivas where we wanted to go. As it turned out there was a missunderstanding between the organizers of our tour and Albergue de Montaña El Pelícano in San Gerardo de Rivas. So we had to pay some dollars to the driver for that he was willing to drive us on the earth road to the hotel. Did we not say that we were looking for adventures!

Our taxi at the highest point of Paso de la Muerte

Unser Taxi auf dem Paso de la Muerte

Our taxi at the highest point of Paso de la Muerte

Bridge in San Gerardo de Rivas

Brücke in San Gerardo de Rivas

Bridge in San Gerardo de Rivas

Coffee beans

Kaffeebohnen

Coffee beans

Traffic jam on the Panamericana

Fahrzeugkolonne auf der Panamericana

Traffic jam on the Panamericana

Die Albergue de Montaña El Pelícano ist ein kleines Hotel, wo wir in einem Bungalow mit Sicht auf den Nebelwald einquartiert waren. Mit einer grossen Spinne und einer Fledermaus zusammen im Zimmer hatte ich mir schon überlegt, in diesem Bericht bei jeder Übernachtung eine Rubrik "Tiere im Zimmer" anzufügen, doch wäre diese Rubrik ziemlich langweilig geworden, denn an den weiteren Orten hatten wir keine interessanten Mitbewohner mehr.

Albergue de Montaña El Pelícano is a small hotel where we were accomodated in a bungalow with view at the cloud forest. As there were a big spider and a bat in our room I was thinking about introducing a column "Animals in the rooms" for each accomodation in this travelogue. But as I was to realize that column would have been very boring as there were no interesting flat mates at the other locations.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang durch San Gerardo de Rivas. Hier wohnen fast ausschliesslich Bauern, die sich zumindest teilweise mit der Kaffeeernte finanzieren. Am Abend genossen wir das frische Essen in der Albuerge und entdeckten den jugo de sandia, einen frisch gepressten Wassermelonensaft, auf den wir kaum mehr verzichten mochten.

In the afternoon we went strolling through San Gerardo de Rivas. There life mainly farmers who earn their income on coffee plantations. When having dinner at the Albuerge we discovered jugo de sandia, the juice of the water melon, which we would not miss anymore.

Cloud forest around San Gerardo de Rivas

Nebelwald um San Gerardo de Rivas

Cloud forest around San Gerardo de Rivas

Albergue de Montaña El Pelícano, San Gerardo de Rivas

Albergue de Montaña El Pelícano, San Gerardo de Rivas

Albergue de Montaña El Pelícano, San Gerardo de Rivas

Eigentlich war es gar kein Problem, bereits um fünf Uhr aufzustehen, denn in Costa Rica geht dann schon beinahe die Sonne auf. Und weil sie abends bereits um fünf Uhr untergeht und wir sowieso noch in der eurpäischen Zeit lebten, konnten wir am Abend auch früh ins Bett gehen. Denn um sechs Uhr sollte unsere erste grosse Wanderung für diese Ferien starten: Der Aufstieg zum Los Crestones Accomodation Block.

Actually, it was no problem at all to get up as early as five in the morning, because in Costa Rica sunset is around that time. And because sunset is already at five something in the evening and we were still living after European time, we could easily go to bed early, too. We had to because our first real trekking of those holidays was to start at six in the morning: The ascent to Los Crestones Accomodation Block.

Das Frühstück, bestehend aus Gallo Pinto, Toastbrot, Früchten und Kaffee, gab uns die Kraft, um den Berg in Angriff zu nehmen. Der Verantwortliche von der Albergue de Montaña El Pelícano fuhr uns zusammen mit drei Ticos mit dem Auto die ersten Kilometer bis zum Hotel Urán. Dort beginnt der eigentliche Wanderweg mit der Tafel El Termometro auf 1520müM. Ab hier muss man 14.5km gehen und mehr als 2000 Meter ansteigen, um die Berghütte am Fusse der Los Crestones zu erreichen. Und hier trafen wir auch unseren Führer, Dennis, der uns die nächsten drei Tage begleiten würde.

The breakfast, consisting of gallo pinto, toast, fruits and coffee gave us the power we needed for this trekking. The guy at Albergue de Montaña El Pelícano drove us together with three Ticos to Hotel Urán, some kilometers from the albergue. There, the hiking trail starts where the sign El Termometro shows the elevation 1520 above sea level. The trail is 14.5km in length and climbs more than 2000 meters until one reaches the mountain hut below Los Crestones. Here we met our guide, Dennis, who was to accompany us the next three days.

Mountain slopes above San Gerardo de Rivas

Berghänge mit Nebelwald oberhalb von San Gerardo de Rivas

Mountain slopes above San Gerardo de Rivas

The trail climbs steadily

Der Weg steigt stetig an

The trail climbs steadily

Better having dirty shoes than being mired

Dreckige Schuhe sind besser als im Schlamm stecken bleiben

Better having dirty shoes than being mired

Wir hatten wohl rund 12kg auf dem Rücken. Es ist unbedingt nötig, einen guten Schlafsack für die Übernachtung mitzunehmen, denn in der Berghütte wird nicht geheizt und die Temperatur fällt meistens bis gegen 0°C. Man braucht also auch gute Kleider, am besten mehrere Schichten. Und für allfällige Regenfälle, die hier nicht selten sind, muss man natürlich auch gerüstet sein. Und dazu noch die Spiegelreflex-Kamera, damit später auf der Homepage etwas zu sehen ist...

The weight of our backpacks was around 12kg. It is very important that you carry a good sleeping bag with you because there is no heating at the mountain hut and temperatures usually fall as low as 0° during the night. You also need very good clothing, best are different layers. And for the not so rare case of rain you have to be equipped as well. For me there was the additional weight of my SLR camera so you can find good pictures on this homepage...

Esswaren hatten wir nur für das Picknick am Mittag und Wasser für unterwegs mitgenommen. Auf halber Strecke, bei 7.2km, gibt es eine Schutzhütte, wo man das Wasser wieder auffüllen kann. Somit braucht man sicher weniger als zwei Liter zu tragen. Schnell stellten wir mit Erstaunen fest, dass sowohl die mit uns wandernden Costaricaner als auch die meisten anderen Wanderer nur einen kleinen Tagesrucksack mit sich trugen. Später sahen wir dann die Pferde und Träger, die dieses Gepäck und glücklicherweise auch unser Essen zur Hütte getragen hatten.

We carried picknick for lunch and two bottles of water with us. Half way, at kilometer 7.2, there is a shelter where you can fill up bottles. So you do not have to carry more than two liters at a time. We were quite surprised that most other hikers including the Ticos walking together with us did not carry more than a small daypack. Later we met horses and porters who carried their luggage and our food to the hut.

Wichtig: Nach 4km betritt man den Parque Nacional Chirripó. Ab hier muss man sich bei der Nationalparkbehörde registriert und den Eintritt bezahl haben. Das ist insbesondere auch wichtig, weil sonst die Übernachtung auf der Hütte nicht möglich ist. Die Behörde hat ein Büro in San Gerardo de Dota, ziemlich am Anfang der Ortschaft. Am besten geht man da am Nachmittag des Vortages vorbei.
Important: After 4 kilometers you enter Parque Nacional Chirripó. You have to register and pay the entrance fee at the national park center before entering. That is even more important as otherwise it may happen that there is no space to sleep in the hut. The office is in San Gerardo de Dota, at the beginning of the village. Try to go there the afternoon of the day before you start the trekking.

Wettermässig hatten wir grosses Glück, denn es war während fast der ganzen Wanderung neblig, während rund einer halben Stunde gab es sogar Nieselregen. Weil die Wanderung mit den vielen Höhenmetern sehr streng ist, hilft es, wenn die Temperatur nicht so hoch ist. Trotzdem mussten wir in den steilsten Bereichen um Kilometer 9 herum immer wieder eine kurze Pause einlegen, um zu verschnaufen. Problematischer war aber, dass wir viel zu wenig Essen für das Picknick bekommen hatten und ich deshalb auf dem letzten Kilometer, dem steilsten überhaupt, in einen Hungerrast lief. Glücklicherweise hatte ich eine Tafel Schweizer Schokolade im Rucksack, die ich hier während einer Pause einnahm. Danach hatte ich wieder die nötige Energie, um bis zur Hütte zu laufen.

We were quite happy with the weather conditions. It was foggy almost all the way, just a short time of about half an hour there was very little rain. The ascent is very strenuous with that big difference in elevation, so it is very nice if the weather is not too hot. Nonetheless we had do stop quite often at the steepest places around kilometer 9 to get breath. A big problem was that we did not get enough food for picknick what resulted in a state of extreme fatigue caused by overexertion and lack of blood sugar. So I had to stop for a longer break during the final kilometer which is the steepest of all. Fortunately I had brought a Swiss chocolate in my backpack that I could eat now. After that I had enough energy to proceed and hike to the hut.

Monte Sin Fé, first peak at 3200m above sealevel

Monte Sin Fé ist der erste Gipfel auf 3200müM

Monte Sin Fé, first peak at 3200m above sealevel

Los Crestones

Los Crestones

Los Crestones

Los Crestones Accomodation Block

Los Crestones Accomodation Block

Los Crestones Accomodation Block

Begin of the hike at 1520m above sealevel

Start der Wanderung auf 1520müM

Begin of the hike at 1520m above sealevel

Der Los Crestones Accomodation Block ist eine recht grosse Berghütte mit Küche und Aufenthaltsraum. In der Küche machte sich auf der einen Seite unsere Köchin breit, was den Raum für die selber kochenden Berggänger etwas einschränkte. Wir hatten damit aber kein Problem, denn sie kochte sehr gut für uns und weitere Wanderer, die diesen Service gebucht hatten.

Los Crestones Accomodation Block is a really large mountain hut with kitchen and lounge. The kitchen has two parts, in one of which our cook has her kingdom. So hikers who want to cook for themselves do not have much space. For us it did not matter because she cooked very well for us and most other hikers who had also booked this service.

Ab fünf Uhr nachmittags ist es hier oben, auf 3400 Metern, dunkel und eisig kalt. Kappen und Handschuhe tauchen plötzlich auch aus dem Gepäck der Ticos auf. Nach dem Essen möchte man nicht mehr lange herumsitzen, sondern verzieht sich möglichst rasch in den Schlafsack, mit der Hoffnung auf schönes Wetter am nächsten Morgen, um den Chirripó zu besteigen.

After five in the afternoon it starts becomming dark and very cold here at 3400 meters above sea level. Even Ticos carry hats and gloves and unpack them. After dinner there is no big desire to hang around. Instead you might want to go into the sleeping bag as soon as possible, hoping for beautiful weather the next morning to climb Chirripó.

Limit of Parque Nacional Chirripo after 4km

Grenze des Parque Nacional Chirripo nach 4km

Limit of Parque Nacional Chirripo after 4km

Mystical impression in the cloud forest

Mystische Stimmung im Nebelwald

Mystical impression in the cloud forest

After leaving the cloud forest, there is some view

Oberhalb des Nebelwaldes gibt es endlich Aussicht

After leaving the cloud forest, there is some view

Done: After 14.5km and after ascending more than 2000 meters of elevation at 3393m above sealevel

Ziel erreicht: Nach 14.5km und mehr als 2000 Höhenmetern auf 3393müM

Done: After 14.5km and after ascending more than 2000 meters of elevation at 3393m above sealevel

The dirty trail passes cloud forest

Nasser Weg durch den Nebelwald

The dirty trail passes cloud forest

Our room at Los Crestones Accomodation Block

Unser Zimmer im Los Crestones Accomodation Block

Our room at Los Crestones Accomodation Block

Möchte man bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Cerro Chirripó stehen, so muss man um drei Uhr morgens bei der Berghütte mit Taschenlampen loslaufen. Das wollten wir uns dann doch nicht antun, sondern haben bis zum Sonnenaufgang gewartet.

If you are planning to stand on top of Chirripó when the sun rises you have to leave the mountain hut around three in the morning. And do not forget a torch light. We were not so ambitous and waited to leave until sunrise.

Der Grund, weshalb man auf jeden Fall früh loslaufen sollte, ist die Tatsache, dass der Gipfel des Cerro Chirripó normalerweise ab spätestens neun Uhr in den Wolken steckt - falls er vorher frei war. Der Blick nach draussen stimmte Dennis optimistisch, dass wir eine gute Aussicht geniessen würden, er wollte aber, auf seine Erfahrung zählend, trotzdem ohne Pause durchmarschieren.

But even if you do not want to leave too early, it is important to leave quite early because usually clouds start climbing with the sunrise and obscuring the peak at around nine o'clock - if it was not obscured all the time. Our first look around made us be optimistic that we would have a good view on the top. Nonetheless, our guide Dennis wanted to walk non-stop so we would not loose a chance.

Great weather in the early morning

Gutes Wetter am frühen Morgen

Great weather in the early morning

Hiking through the Paramo of Valle los Conejos

Wandern durch die Paramo im Valle los Conejos

Hiking through the Paramo of Valle los Conejos

Finally the top of Cerro Chirripó can be seen

Schliesslich sieht man den Gipfel des Cerro Chirripó

Finally the top of Cerro Chirripó can be seen

Lago San Juan

Lago San Juan

Lago San Juan

Der Weg ist etwas über fünf Kilometer lang und führt durch die sogenannte Paramo im Valle los Conejos. So wird die Gruppe von Pflanzen bezeichnet, wie sie typischerweise in den Anden angetroffen wird. In Costa Rica gibt es dies nur in diesem Tal zwischen dem Los Crestones Accomodation Block und dem Gipfel des Cerro Chirripó.

The trail is about five kilometers in length and passes through the so called Paramo in Valle los Conejos. That is the name of the vegetation as it can be found in the Andes. In Costa Rica, it can only be found in this valley between Los Crestones Accomodation Block and Cerro Chirripó.

Nach knapp etwas mehr als einer Stunde sahen wir endlich den Gipfel. Dafür muss man zuerst auf den Pass neben den Pyramiden gehen. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Verzweigung am Fusse des Cerro Chirripó. Ab dieser Verzweigung merkt man vielleicht auch die Höhe, denn hier geht es so steil rauf, dass man teilweise sogar die Hände benutzen muss. Es dauert aber trotzdem nicht lange, bis man auf dem Gipfel steht.

After a little bit more than one hour we could finally see the peak. Before that we had to climb the pass next to the Pyramides. From there it is not far anymore to the crossing at the foot of Cerro Chirripó. It is possible that here you can feel the height because the final ascent to the peak is so steep that you sometimes even have to use your hands. But it does not take much time and you are standing on the Top of Costa Rica.

Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter: Auf der östlichen Seite konnten wir die Karibik sehen, im Westen den Pazifik erahnen. Im Norden sahen wir den Paso de la Muerte und weiter nördlich die Vulkane in der Region von San José. Direkt unterhalb dem Gipfel gibt es den blau glänzenden Lago San Juan. Zwar drohten von Beginn weg die Wolken aufzusteigen, doch taten sie das erst, als wir bereits wieder auf dem Rückweg waren.

We were really lucky with the weather: We could see the Carribean Sea to the east and imagine where the Pacific is in the west. In the north there was Paso de la Muerte and further north the volcanoes around San José. Next to the mountain there is a little lake called Lago San Juan. Although we could see clouds since the time we had arrived on the top, they did not climb that far that they obscured our view as long as we were there.

Our guide Dennis does this hike about thirty times each year

Unser Führer Dennis macht diese Tour rund dreissig Mal pro Jahr

Our guide Dennis does this hike about thirty times each year

Cerro Chirripó (3820m above sealevel)

Cerro Chirripó (3820müM)

Cerro Chirripó (3820m above sealevel)

Top of Cerro Chirripó (3820m above sealevel)

Gipfel des Cerro Chirripó (3820müM)

Top of Cerro Chirripó (3820m above sealevel)

Valle los Conejos, Paramo

Valle los Conejos, Paramo

Valle los Conejos, Paramo

Freedom is unlimited above the clouds...

Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos...

Freedom is unlimited above the clouds...

Zurück im Valle los Conejos gibt es eine Abzweigung, wo man auf einem Zickzackweg steil hinauf auf den Cerro Terbi (3760müM) gehen kann. Von dort führt der Weg weiter auf den Cerro Crestones (3721müM), vorbei an den eindrücklichen Felsformationen und dann steil hinunter zur Berghütte.

Back in the Valle los Conejos there is a crossing from where you can climb the steep zic-zac trail to Cerro Terbi (3760 meters above sea level). From there the trail continues to Cerro Crestones (3721 meters), along the impressive rock formations called Los Crestones and finally steeply down to the mountain hut.

Bereits kurz nach dem Mittag waren wir zurück beim Los Crestones Accomodation Block, wo uns bereits das Mittagessen erwartete. Eine Suppe ist genau das, was man in einem solchen Moment braucht. Danach hatten wir den Nachmittag, um uns zu erholen und etwas in den mitgebrachten Büchern zu lesen.

Around lunch time we were back at Los Crestones Accomodation Block where the cook was waiting for us, providing hot soup for lunch. That is exactly what you need in such a moment at that height. After that we could use the afternoon to relax a bit and read a little in the books we had carried up from the valley.

Signpost before the final ascent to the top of Cerro Chirripó

Wegweiser vor dem letzten Aufstieg zum Cerro Chirripó

Signpost before the final ascent to the top of Cerro Chirripó

Los Crestones

Los Crestones

Los Crestones

Los Crestones

Los Crestones

Los Crestones

Uvita, Parque Nacional Marino Ballena

Am Morgen mussten wir bereits um fünf Uhr beim Los Crestones Accomodation Block loslaufen, um im Tal rechtzeitig das Taxi zu erreichen, das uns nach Uvita an der Pazifikküste bringen sollte. Das haben wir auch geschafft, und zwar brauchten wir für den Abstieg knapp vier Stunden. Bei der Albergue de Montaña El Pelicano reichte die Zeit gerade noch, um einen weiteren Wassermelonensaft zu trinken, danach mussten wir abfahren. Mit dem Verlust der Höhe wurde es immer wärmer, an der Küste auch recht feucht. Ich hatte mir das zwar viel schlimmer vorgestellt, doch mussten wir uns trotzdem erst daran gewöhnen.

We had to start descending at five in the morning at Los Crestones Accomodation Block in order to be back in the valley to reach the taxi that was to bring us to Uvita at the Pacific coast. It took us a little less than four hours to do the whole descent, so we made it on time. At Albergue de Montaña El Pelicano there was just enough time to drink another water melon juice before we had to leave. With the loss of height it started to become warmer and warmer. When we finally reached the cost it was quite humid, too. Actually I had imagined that it would be much worse, but still we first had to become acustomed to that climate.

Das Hotel Villas Gaia befindet sich etwa zehn Kilometer südlich von Uvita in Ojochal. Eigentlich sollten wir hier Zugang zum Meer haben, doch konnten wir diesen nicht finden. Zur Hotelanlage gehört ein Regenwald-Areal mit Lehrpfad, das man durchqueren muss, um an einen Fluss zu gelangen. Diesen müsste man ebenfalls durchqueren, um die Landzunge zu betreten, hinter der der Strand liegt. War uns ein bisschen zu kompliziert, deshalb haben wir uns auf den Pool beschränkt und von dort aus den Sonnenuntergang genossen.

The hotel Villas Gaia is located about ten kilometers south of Uvita in Ojochal. We were told that there would be direct access to the sea, but we could not find it. There is a rainforest area belonging to the hotel with a nature trail. You would have to cross that rainforest to reach a river that also has to be crossed just to find yourself on a small headland behind which there finally is the beach. We thought that was a little bit too complicated. So we just stayed at the pool and enjoyed the sunset from there.

Übernachtet haben wir in einem Bungalow mit Ventilator, was sehr angenehm war. Zum Hotel gehört auch ein Restaurant, wo man zu jeder Tageszeit sehr gut essen kann.

We stayed in a standard bungalow with ventilator which was quite comfortable. There is also a restaurant where you can get very good food around the clock.

Pool of the hotel Villas Gaia

Pool des Hotels Villas Gaia

Pool of the hotel Villas Gaia

Bungalow at hotel Villas Gaia

Bungalow des Hotels Villas Gaia

Bungalow at hotel Villas Gaia

Ocean view at the pool; in-between there is a nature trail

Sicht auf den Pazifik vom Pool aus; dazwischen befindet sich der Lehrpfad

Ocean view at the pool; in-between there is a nature trail

Nachdem wir den Chirripó bestiegen hatten benötigten wir etwas Erholung vor der nächsten grossen Anstrengung, dem Corcovado Trekking auf der Osa-Halbinsel. Deshalb schliefen wir erstmals etwas aus, genossen danach den Vormittag mit der Lektüre am Pool mit Meersicht. Zur Abwechslung probierten wir mit unseren Spiegelreflexkameras Funktionen aus, die man nicht so oft braucht.

After we had climbed Chirripó we needed some time to relax before the next hard trekking was going to start: The Corcovado Trekking at Osa peninsula. So we decided to sleep in for the first time, enjoyed a morning with a book at the pool, watching the sea. From time to time we tried to understand the working of some fancy options of our SLR cameras that we never had used before.

Den ganzen Tag wollten wir aber doch nicht rumliegen. Im naheliegenden Parque Nacional Marino Ballena, einem geschützten Bereich der Küste und des vorgelagerten Meers, kann man sich vielen wassergebundenen Aktivitäten hingeben. Kayak, Tauchen, Schnorcheln oder einfach am Strand wandern sind Beispiele dafür. Über die Reception unseres Hotels Villas Gaia buchten wir bei Dolphin Tours in Bahía Ballena eine dreistündige Fahrt mit Schnorcheln und Besuch der bekannten Höhlen. Nach dem Mittagessen wurden wir direkt beim Hotel abgeholt und fuhren zum Punta Uvita, der aus dem Flugzeug wie die Flosse eines Wals aussieht.

But we had other plans than just hanging around the whole day. Next to the hotel there is Parque Nacional Marino Ballena, a large protected area of the sea that can be visited by different aquatic means. Kayaking, scuba diving, snorkeling or simply walking along the beach are just some ways to enjoy that park. Through the reception of our hotel Villas Gaia we booked a three hour long tour with Dolphin Tours in Bahia Ballena. This tour included snorkeling and the visit of the famous caves. The picked us up after lunch and brought us to Punta Uvita. That is a short stretch of the coast that looks like a whale from an aircraft.

Mit dem Boot machten wir uns also auf zu den Islas Ballena, wo sich ein Teil des grössten Riffs in Costa Rica befindet. In diesem Gebiet kann man oft auch Wale und Delphine sehen, da hatten wir aber kein Glück. Noch viel weniger Glück hatte ich selber aber beim Schnorcheln: Als ich aus dem Boot ins Wasser sprang, spürte ich, dass ich mit dem Fuss irgendwo am Boot angeschlagen war. Trotzdem schwamm ich los und sah bereits die ersten Fische. Ich fühlte mich aber nicht wirklich wohl, und weil ich sowieso kein grosser Fan von Wasseraktivitäten bin, kehrte ich um und wollte wieder ins Boot steigen. Das ging aber fast nicht, denn wenn ich auf die Leiter stehen wollte, so verspürte ich enorme Schmerzen im rechten Fuss. Was sich jetzt zeigte, sollte die restliche Reise auf den Kopf stellen: Offensichtlich hatte ich mir am Rotor des glücklicherweise abgestellten Motors den Fuss aufgeschnitten, zwei Schnitte von rund vier Zentimetern Länge, einer davon direkt über der Achillessehne!

By boat we drove to Islas Ballena. There is a part of the largest reefs in Costa Rica. Quite often, there can be seen whales and dolphins, but we did not have that much luck. Myself, I did even have much less luck when I started snorkeling: When I jumped into the water from the boat I could feel that I had touched some part of the boat. Nonetheless I started swimming and saw some fishes. But I did not feel well. And because I never was a friend of swimming I returned to the boat and wanted to climb back into it. But that did hardly work because whenever I wanted to stand on the ladder I feld strong pain in my right foot. It turned out that I had cut my foot at the blade of the motor of the boat when I went into the water. There were two cuts of about four centimeters, one of them just above the Achilles tendon. One thing was clear: That was going to change at least my plans for those holidays.

Ein Unfall war wirklich das letzte, was ich auf dieser Reise erwartet hatte. Jetzt blieb mir nur, den Fuss hoch zu lagern, um die Blutung zu stoppen, am Land angekommen die Wunden zu desinfizieren und den Fuss weiter hoch zu lagern. Wirklich helfen konnte mir da niemand. Eigentlich hatte ich ja noch fast Glück gehabt, denn die Sehnen schienen ok zu sein. Ich konnte auch gehen, wenn auch sehr auffällig humpelnd. Was aber sicher nicht möglich sein würde, war das am nächsten Tag startende Trekking im Parque Nacional Corcovado, das absolute Highlight der Reise, worauf ich mich so sehr gefreut hatte!

An accident was really the worst thing that could happen and what I was expecting during those holidays. The only thing I could do was to keep the foot high so that the bleeding would stop. Back at land I disinfected the wound and kept holding the foot high. Actually I was still quite happy because the cut was deep, but not as deep that there was any harm to the tendon. I could even walk, or rather something that most people would call limping. Anyway: There was no chance I could start for the trekking at Parque Nacional Corcovado the next day. That should have been the top highlight of the holidays and I was looking forward to it so much!

Punta Uvita

Punta Uvita

Punta Uvita

Beach at Parque Nacional Marino Ballena

Strand am Parque Nacional Marino Ballena

Beach at Parque Nacional Marino Ballena

Islas Ballena

Islas Ballena

Islas Ballena

Puerto Jiménez

Die Fahrt von Uvita nach Puerto Jimenez auf der Osa-Halbinsel dauerte etwa zwei Stunden. Dort trafen wir den Führer Luis Angulo für das Corcovado Trekking und einige Personen der Danta Corcovado Lodge, über die wir indirekt das Trekking gebucht hatten. Es bestand gar keine Chance, dass ich mit meinem Fuss das Trekking starten könnte. Deshalb musste ich mich hier von Andreas trennen und ihn alleine ziehen lassen.

The ride from Uvita to Puerto Jimenez on Osa peninsula took about two hours. There we met our guide Luis Angulo who was to lead us during the Corcovado trekking and some guys from Danta Corcovado Lodge. Indirectly, we had booked the trekking through them. It was out of question that I could start the trekking with my foot. So I had to let Andreas go and remain alone.

Ich blieb also zurück in Puerto Jimenez, einem kleinen Kaff mit ein paar Hotels, wenigen Restaurants und einem Internetkaffee. Einquartiert hatte ich mich im Hotel Cabinas Bosque Mar, wo ich das zweite Zimmer für 12 Dollar nahm, nachdem mir ein anderes ohne Fenster gezeigt worden war. Zuerst verbrachte ich eine Stunde im Internetkaffee, um die Zeit zu vertreiben. Danach ging ich ins Restaurant Carolina, über das Lonely Planet schreibt, dass es der Treffpunkt der lokalen Ex-Pats und Führer sowie vieler Touristen sei. Dort angetroffen habe ich eine Gruppe amerikanischer Ex-Pats, die wohl auch nach vielen Jahren in Costa Rica kein Wort Spanisch sprechen können, dafür aber Stories erzählen, deren Wahrheitsgehalt nicht so hoch sein dürfte. Und eigentlich hatte ich ja auch gar keinen Hunger...

So I stayed in Puerto Jimenez, all alone in a small village that has some hotels, few restaurants and a single Internet cafe. I booked a room at Hotel Cabinas Bosque Mar where I chose the second room they showed me after the first one did not have windows. First I spent an hour in the Internet cafe, just to have time running. After that I went to Restaurant Carolina about which Lonely Planet writes that this is the place where local ex-pats, guides and many tourists meet. I only met a group of American ex-pats who did not speak a single word of Spanish after having been living there for years. But they had stories in which truth was probably not so important. And actually, I was not even hungry...

Im Reiseführer hatte ich auch gelesen, dass es eine Flugverbindung von Puerto Jimenez zur Sirena Ranger Station im Herzen des Parque Nacional Corcovado geben soll. Lonely Planet meinte, dass diese rund hundert Dollar kosten solle. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass der Hin- und der Rückflug je 365 Dollar kosten, zusammen also etwa halb soviel wie die Verbindung von Zürich nach San José. Und das für knapp 15 Minuten in der Luft sein. Billiger würde es einzig, falls ich noch mehr Leute finden würde, die mitfliegen wollen. Kann sich das lohnen? Andererseits: Was sollte ich drei Tage lang in diesem Kaff tun? Nach einem kurzzeitigen Licht am Horizont ging ich wieder total frustriert ins Bett und verschob die Entscheidung auf den nächsten Tag.

I had also read in the travel book that there were a flight connection between Puerto Jimenez and Sirena Ranger Station in the hearth of Parque Nacional Corcovado. Lonely Planet wrote that this flight should cost around 100 dollars. Unfortunately it turned out that the flight would cost 365 dollars - each way. That meant that it would cost about half as much as the international flight from Zürich to San José. And it would only last about 15 minutes. It would be cheaper if there were more people flying, but where should I find some? Is it worth it? On the other hand: What was I meant to do three days long in Puerto Jimenez? After there had been a little light at the horizon I went to bed in frustration. I decided to decide the next morning.

Hotel Cabinas Bosque Mar

Hotel Cabinas Bosque Mar

Hotel Cabinas Bosque Mar

Gecko

Gecko

Gecko

Reiseführer: Den Verdacht hatte ich schon vorher gehabt, aber in Puerto Jimenez hat sich definitiv herausgestellt, dass der Reiseführer "Costa Rica" von Lonely Planet nur beschränkt zu gebrauchen ist. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt gerade erst einen Monat im Handel war, waren die Preise total veraltet. Viel aktueller ist der ältere Führer des Verlags Reise Know-how aus dem Jahr 2007.
Travel books: Puerto Jimenez was the place where my suspicion was confirmed that the travel book "Costa Rica" published by Lonely Planet was not really useful. Although it was only sold for about one month prices were totally out-dated. Much more up-to-date is the older German book published by Reise Know-how.

Parque Nacional Corcovado

Als ich am nächsten Morgen bereits um sieben Uhr ein Morgenessen kaufen wollte, da war ich total aufgeschmissen, denn kein einziges Restaurant war so früh offen. Auch das Internetkaffee öffnete erst um neun Uhr. Also ging ich nach einer ersten erfolglosen Suche nochmals zurück ins Hotel und plauderte mit einigen kanadischen Touristen. Später konnte ich dann im Restaurant Carolina das Morgenessen einnehmen und dann sogar noch etwas im Internet surfen, einzig um zu erfahren, dass in der Schweiz Ueli Maurer zum Bundesrat gewählt worden war. Wollte ich das wissen? Ich musste weg aus Puerto Jimenez!

When I got up at seven in the morning, I wanted to buy something for breakfast. Unfortunately, none of the restaurants or shops in Puerto Jimenez was open at that time. The Internet cafe did not open before nine, eighter. So, after an unsuccessful search for food I returned to the hotel and chatted with some Canadian tourists. Later I went to restaurant Carolina for breakfast, followed by some time at the Internet cafe. There I read that Ueli Maurer had been elected as a minister back home in Switzerland. Did I really want to know that? I had to leave Puerto Jimenez!

Auch wenn es mir weh tat, 365 Dollar für einen so kurzen Flug zu bezahlen, ich wollte unbedingt zur Sirena Ranger Station gehen. Also humpelte ich quer durch Puerto Jimenez zum Flugplatz, wo sich auch das Büro von Alfa Romeo Air befindet, gleich beim Friedhof. Erst heute fiel mir auf, dass alle Bewohner mit dem Daumen nach oben gerichtet grüssten, wenn sie mich sahen. Wenn das kein Zeichen ist, vorwärts zu denken und die Sache in die Hand zu nehmen, ganz nach dem Motto der Ticos: "Pura Vida".

It hurt a lot to pay 365 dollars for such a short flight, but I wanted so much to go to Sirena Ranger Station. So I was limping all the way through the village of Puerto Jimenez to the airport at the other end where there is the office of Alfa Romea Air, next to the cemetery. While I was going there I realized that everyone was showing me a lifted thumb, meaning good luck, when they saw me. If this was not a sign to think positive and take things as they are, following the motto of the Ticos: "Pura Vida".

Parque Nacional Corcovado from above

Parque Nacional Corcovado von oben

Parque Nacional Corcovado from above

Pilot processing the checklist before starting

Pilot beim Durchgehen der Checkliste vor dem Start

Pilot processing the checklist before starting

Final approach to Sirena Ranger Station

Anflug auf Sirena Ranger Station

Final approach to Sirena Ranger Station

Savely landed on the airstrip of Sirena

Sicher auf dem Flugfeld von Sirena gelandet

Savely landed on the airstrip of Sirena

Der Flug war ein echtes Erlebnis, denn ich war bereits seit meinem 18. Lebensjahr nicht mehr mit einem Kleinflugzeug unterwegs gewesen. Damals sass ich noch selber auf dem Pilotensitz, jetzt konnte ich den Steuerknüppel aber nicht mehr bedienen. Schliesslich gibt es nur einen einzigen Piloten, der auf dem nur 200m langen Flugfeld der Sirena Ranger Station landen kann. Der Flug führte zuerst über die Osa-Halbinsel bis nach La Leona, danach der Küste entlang zum Ziel. Die Aussicht auf den Regenwald und die Küstenlinie war überwältigend, und die holprige Landung auf der unebenen Graspiste machte das ganze noch toller.

The flight was a real adventure. I had not been flying in such a small plane since I was 18. That time I was piloting myself, but I would not know how to do it anymore. There actually is only one man who can do the landing on the only 200m long airstrip at Sirena Ranger Station. First we flew across Osa peninsula to La Leona, after that along the coast to the destination. The view of the rainforest and the coast was impressive, the landing on the uneven grassy airstrip was very bumpy what made the flight even better.

Sogleich wurde mir durch den Ranger das Zimmer gezeigt, in dem wir zwei Nächte übernachten sollten. Es gibt sogar Duschen hier, deren Wasser zwar nicht geheizt ist, aber trotzdem genügend warm. Danach machte ich es mir auf dem Balkon bequem und begann auf Andreas und Luis zu warten. Dieser Balkon ist wirklich toll: Man muss sich gar nicht bewegen und sieht Affen und Vögel. Tja, die grosse Spinne vor dem Zimmer war vielleicht nicht mein Favorit, aber sie hat micht nicht angegriffen.

The ranger showed me the room where we were to stay for the following two nights just after I had arrived. There even are showers. The water is not heated, but that is no problem as it is quite warm anyway. After I had stuffed my backpack in the room I went to the balcony to wait for Andreas and Luis. The balcony is just great: You do not have to move a bit to see monkeys and birds. Ok, the big spider in front of the room door was not really my favourite, but at least it did not attack.

Lodging at Sirena Ranger Station

Unterkunft in Sirena

Lodging at Sirena Ranger Station

Squirrel monkey in Parque Nacional Corcovado at Osa peninsula

Totenkopfäffchen im Parque Nacional Corcovado auf der Osa-Halbinsel

Squirrel monkey in Parque Nacional Corcovado at Osa peninsula

Nach vielleicht zwei Stunden fragte ich einen Führer, der ebenfalls auf dem Balkon herumhing, wo der Weg sei, auf dem man aus La Leona komme. "Da vorne links", sagte er, und zeigte entlang dem Flugfeld. Also ging ich los, wahrscheinlich unter dem skeptischen Blick der anderen Besucher der Sirena Ranger Station. Gut beschriftet fand ich den Camino Naranjo und trat in den Regenwald ein.

After I had been waiting for about two hours I asked a guide who was also hanging around on the balcony where the trail was on which hikers arrive from La Leona. "Just there on the left side" he said and pointed along the airstrip. So I just started walking, maybe under the sceptical view of the other guests at Sirena Ranger Station. The trail is well signed, named Camino Naranjo. I just entered the rainforest.

Wenn man so weit weg von Ortschaften und Strassen in den Regenwald eintritt, so ist es trotzdem nicht ruhig. Man hört aus jeder Richtung Tiere. Vögel singen oder pfeiffen hier nicht nur, sondern machen jede Art von Geräuschen. Überall raschelt es, und man muss nur die Augen offen halten. Ich war kaum fünf Meter im Wald gelaufen, da überquerte ein huhnartiger Vogel den Weg. Ist vielleicht nicht so spannend, aber bereits in diesem Moment wusste ich, dass sich der Flug hierher gelohnt hatte. Dabei hatte ich wahrscheinlich Tränen in den Augen, Tränen des Glücks.

Although being so far away from any towns or streets, it is not quiet at all when you enter the rainforest. There are sounds of animals comming from all directions. Birds do not only sing and whistle, but make any kind of strange sounds. Everywhere there is rustling, so you just have to open your eyes and discovery things. I had walked maybe five meters into the forest as a bird the size of a chicken crossed the trail. Maybe not so impressive, but already at that moment I knew that it had been worth it to fly here. Maybe I even had tears in my eyes, tears of happyness.

Squirrel Monkey

Totenkopfäffchen

Squirrel Monkey

Ara

Ara

Ara

Meine Augen schweiften in jede Richtung, nach zehn weiteren Metern raschelte es: Ein Baum voller Kapuzineraffen. Wie oft hatte ich im Zoo Affen beobachtet und mir gewünscht, sie in ihrer richtigen Umgebung zu sehen. Hier war ich, ganz alleine in einem der artenreichsten Wälder der Welt. Die Tiere hier haben keine allzu grosse Angst vor den Menschen. Die Affen halten zwar Distanz, doch kann man sie beliebig lange beobachten, ohne dass sie sich gestört fühlen. Mein Photoapparat lief jetzt auf Hochtouren.

I was looking in all directions. After ten meters there was more rustling: A tree full of white-throated capuchins. I had observed monkeys in zoos many times and wished to see them once in their native environment. Here I was, in one of the most species-rich forest of our planet. The animals here are not very fearful of men. The monkeys keep a distance but you can observe them as long as you like, they do not mind. My camera was taking pictures at full speed.

Schliesslich konnte ich mich von dieser ersten Affengruppe lösen, ging ein paar Meter weiter und traf bereits auf die nächsten grossen Tiere: Ein Guanpaar. Diese Vögel sind fast einen Meter gross und somit ziemlich eindrücklich, wenn sie plötzlich knapp über dem eigenen Kopf auf einem Ast stehen. Sie sind aber sehr scheu, deshalb brauchte ich einige Geduld, um ein nicht verwackeltes Photo machen zu können.

After some time I left this first group of monkeys and proceeded some meters just to meet another big animal: A pair of crested guans. Those birds are about one meter tall. So they are quite impressive when they suddenly are just above your head on a branch of a tree. They are very shy so I had to be patient to get a good pictures.

Photographieren im Regenwald
Zum Photographieren im Regenwald braucht man ein lichtstarkes Objektiv, denn es ist recht dunkel. Auch ISO 400 ist fast schon eine Pflichtgrösse, wenn man aus der Hand photographieren möchte. Eine Eigenschaft des Belichtungsmessers jeder Kamera hilft aber: Er möchte immer zu lange belichten. Ich habe deshalb für fast alle Bilder bis zu zwei Stufen unterbelichtet, um ein reines Grün zu erhalten. Für Details zu diesem Thema möchte ich die Literatur auf meiner Seite über die Photographie verweisen.
Photography in the rainforest
If you want to take pictures in the rainforest you need a fast lens as it is quite dark in the forest. Also your camera should support ISO 400 as you might be using this setting all the time if you want to take pictures out of the hand. But there is also a property of the light meter that helps you: It wants to overexpose. That is why I corrected the exposure up to two steps to underexpose. By that you get a more natural green. If you like to know more about that topic, please refer to my site about photography where I point out some literature.

Es ging nicht mehr lange, da kamen mir Andreas und Luis, unser Führer im Parque Nacional Corcovado, entgegen. Und sie hatten eine ganz besondere Information: Nicht weit von unserem Treffpunkt hatten sie einen Puma gesehen. Ich musste nicht lange betteln, mir den Ort zu zeigen, schon waren wir unterwegs. Nur wenige Leute haben so grosses Glück, denn Pumas verbringen einen grossen Teil ihrer Zeit in den Bäumen, wo man sie kaum entdecken kann. Umso erstaunlicher, dass Luis auf der Wanderung einen anderen Führer gesehen hat, der ihm den Ort beschrieben hat, wo er den Puma finden könne. Man bedenke, dass es überall nicht viel anderes als Bäume hat im Regenwald...

Not long after that Andreas and Luis came the other way. Luis was our guide for the trekking at Parque Nacional Corcovado. And they brought a very special information with them: Not far they had seen a puma. I did not have to beg much until we were on they way there. Only very few people have so much luck that they can see pumas. Pumas spend most of their time on trees, so they are very hard to find. Even more amazing: Luis had met another guide on the way who had described him the location of the tree with the puma. I mean, there are quite a few trees in the rainforest...

Entrance of Camino Naranjo

Start des Camino Naranjo

Entrance of Camino Naranjo

Termites

Termitennest

Termites

Opened coconut

Geöffnete Kokosnuss

Opened coconut

Giant anteater

Ameisenbär

Giant anteater

White-throated Capuchin

Kapuzineraffe

White-throated Capuchin

Crested Guan

Guan (Lat.: Penelope Purpurascens)

Crested Guan

Wir gingen am Strand entlang zurück zur Sirena Ranger Station. Unterwegs sahen wir das erste Tapir, das unter einem Busch direkt am Waldrand schlief. Später öffnete uns Luis noch Kokosnüsse und wir genossen den frischen Saft. Man kann sich in diesem Moment gut vorstellen, ohne Verpflegung in dieser Region unterwegs zu sein, es braucht einfach eine Machete und ein gewisses Geschick in der Anwendung solcher Messer.

We went back to Sirena Ranger Station along the beach. On the way we saw the first tapir that was sleeping in the bush just at the border of the forest. Later Luis opened coconuts and we could enjoy the fresh juice. When doing that you can even imagine to travel in this region carrying no food at all. You just need a machete and have to know how to use it.

Luis Angulo at the beach, not far from Sirena

Luis Angulo am Strand in der Nähe von Sirena

Luis Angulo at the beach, not far from Sirena

Trail in the rainforest

Der Weg im Regenwald

Trail in the rainforest

Tapir

Tapir

Tapir

Puma

Puma

Puma

Pleasure of drinking fresh coconut water

Genuss einer frischen Kokosnuss

Pleasure of drinking fresh coconut water

Swainson Tucan

Swainson Tucan

Swainson Tucan

Wenn man in der Sirena Ranger Station übernachtet, so gibt es zwei riesige Vorteile: Erstens geniesst man das exzellente Essen, für das man sich allerdings anmelden muss, und zweitens kann man nach dem Eindunkeln nochmals rausgehen und die nachtaktiven Tiere suchen. Jetzt ist es noch mehr als sonst ein riesiger Vorteil, mit einem Führer zusammen zu reisen, denn ohne würde man wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte so viel sehen. Die Führer kennen einfach jedes Tier, hören und kenne deren Stimmen und Geräusche und können sie so sehr schnell finden.

There are at least two reasons to stay at Sirena Ranger Station for the night: First you can eat the great dinner if you ordered it before arriving, second you can go for another walk after sunset. There are many nocturnal animals to be found. In the night it is worth even more to travel with a guide because without you would probably see less than half as many animals. The guides know just any animal, hear and recognize their voices and sounds and by that can find them fast.

In dieser Nacht sahen wir erneut ein Tapir, zwei Rehe und eine Schlange, die Luis aus einem Graben herausgeholt hat. Weil es Vollmond war, konnten wir nicht viele Tiere sehen. Das sei normal, denn auch in der Nacht gibt es aktive Raubtiere, die dann mehr sehen. Trotzdem war ich überglücklich, an diesem einen Tag so viel gesehen zu haben, und ging zufrieden ins Bett.

That night we saw another tapir, two deers and a snake that Luis got out of a ditch. Because it was full moon there were not that many animals to be seen. That is said to be normal because even at night there are predators that can see more with the help of the moon. Nonetheless, I was very happy to have seen so much in just one day and went to bed satisfied.

Sirena Ranger Station at night with full moon

Langzeitaufnahme der Sirena Ranger Station in der Nacht bei Vollmond

Sirena Ranger Station at night with full moon

Snake

Schlange

Snake

Dinner at Sirena Ranger Station

Nachtessen in der Sirena Ranger Station

Dinner at Sirena Ranger Station

Tapir

Tapir

Tapir

Der zweite Tag auf der Sirena Ranger Station gab uns die Möglichkeit, die diversen Wege im näheren Umkreis zu erkunden. Dabei sahen wir zum Beispiel alle vier Affenarten, die es in Costa Rica gibt:

We used the second day at Sirena Ranger Station to discover the different trails in the surroundings. Doing that we could see all four different species of monkeys that life in Costa Rica:

  • Klammeraffen (Mono naranjo / colorado)
  • Brüllaffen (Mono congo)
  • Kapuzineraffen (Mono cariblanco)
  • Totenkopfäffchen (Mono tití)
  • Spider Monkey (Mono naranjo / colorado)
  • Mantled Howler Monkey (Mono congo)
  • White-throated Capuchin (Mono cariblanco)
  • Squirrel Monkey (Mono tití)

Es sind aber nicht nur die Tiere, die den Besuch im Regenwald so attraktiv machen. Wenn man die Augen offen hält, so entdeckt man ununterbrochen Pflanzen, die man vorher noch nie gesehen hat. Es lohnt sich aber speziell auch darauf zu achten, wie Pflanzen zusammen leben. Ein grosser Baum ist meistens von tausenden kleinerer Pflanzen überwachsen und muss richtig starke Äste und Wurzeln haben, um nicht zu kippen. Deshalb gibt Bäume, die riesige Wurzeln haben, neben denen sogar ein Mensch klein aussieht.

There are not only the animals that make a visit of the rainforest so attractive. Just keep your eyes open and you discover plants that you have never seen before all the time. It is also worth observing how plants live together. Each big tree is overgrown by thousands of small plants. So it needs very strong branches and roots in order not to break under the weight. That is one of the reasons why there are trees that have roots beside which even a human looks quite small.

Luis in front of a tree

Luis vor einem Baum

Luis in front of a tree

Basilisc

Basilisk

Basilisc

Rio Sirena

Rio Sirena

Rio Sirena

Rund um die Sirena Ranger Station gibt es vier unterschiedliche Gebiete: Den primären Regenwald im Landesinnern; den sekundären Regenwald entlang der Küste, den es erst seit dem Bestehen des Nationalparks gibt und wo am meisten Tiere leben; die Küste mit Lebewesen, die Salzwasser benötigen; den Rio Sirena mit den Süsswasser-liebenden Arten.

Around Sirena Ranger Station there are four different areas: Primary rainforest in the interiour of the peninsula, secondary rainforest along the coast which has become forest since the creation of the national park and where there is the biggest diversity of animals and plants; the coast with marine wildlife, and finally Rio Sirena where there is life in the sweet water.

Im Rio Sirena gibt es gar Krokodile. Luis hat lange gesucht, leider aber keine gefunden, was ihn doch sehr gewurmt hat. Am Strand hingegen gibt es viele Muscheln aller Grössen. Leider kann man die aber nicht nach Hause nehmen, denn in jeder Muschel steckt ein Krebs. Sobald man in die Nähe kommt, verziehen sich die Krebse, alarmiert durch Erschütterungen im Sand, in die Schutzhülle zurück und kommen erst wieder hervor, wenn sie sich in Sicherheit fühlen.

In Rio Sirena there even are crocodiles. Luis was looking for them for a long time but could not discover any. He was very sorry about that. At the beach there are lots of mussel shells but you cannot collect them because in each there is a small crab living. When you get closer they feel vibrations and immediately look for protection in the shell. They only return when they think it is safe again, so just keep still for a moment and you can see them.

Beach at Sirena Ranger Station

Strand bei der Sirena Ranger Station

Beach at Sirena Ranger Station

Back from excursions, there is comfortable chairs on the balcony of Sirena Ranger Station to relax

Nach einer Exkursion kann man sich auf dem Balkon der Sirena Ranger Station erholen

Back from excursions, there is comfortable chairs on the balcony of Sirena Ranger Station to relax

Airstrip of Sirena Ranger Station

Flugfeld der Sirena Ranger Station

Airstrip of Sirena Ranger Station

Still quite young caiman

Relativ junger Kaiman

Still quite young caiman

Unterbrochen haben wir unsere Wanderungen nur durch das wiederum exzellente Mittagessen in der Ranger Station. Danach machten wir uns nochmals auf den Weg, bevor wir uns nach der Rückkehr auf dem Balkon von den Strapazen erholten.

We only stopped hiking at lunch time to eat another excellent meal at the Ranger Station. After that we continued until we were tired and enjoyed the rest of the afternoon on the balcony, relaxing.

Nach dem Nachtessen wollten wir noch den rotäugigen Baumfrosch suchen, eines der Wahrzeichen von Costa Rica. Baumfrösche kommen jeweils in der Nacht von den Bäumen herunter und können so gefunden werden. Bei dieser Suche hatten wir kein Glück. Luis hat zwar noch einen gefangen, er entsprang seiner Hand aber so rasch, dass wir kaum erkennen konnten, dass es ein Frosch war.

After dinner we wanted to find the red eyed tree frog, one of the national symbols of Costa Rica. Each night they come down from the trees in the night, so they can be found in the evening. We had no luck. Luis caught one, but when he wanted to show it jumped away from his hand so fast that we could hardly recognize it as a frog.

Richtigen körperlichen Einsatz hat unser Führer auch geleistet, um einen Kaiman zu finden. Den ersten sahen wir in einem Wassergraben am Rand des Flugfeldes. Er war ausgewachsen und rund zwei Meter lang. Danach stapfte Luis mit seinen Gummistiefeln in einem Sumpf am Waldrand, bis er einen jungen Kaiman in der Hand hatte. Wir konnten diesen selber ebenfalls in der Hand halten und später auch noch einen etwas älteren streicheln. Wir konnten also wiederum glücklich ins Bett gehen, und Luis hatte seine erfolglose Suche nach den Krokodilen wieder gutgemacht.

Our guide finally did everything to show us a caiman after he had not found crocodiles. The first one we saw in one of the water holes along the airfield. It was fully grown and about two meters long. After that Luis started walking in the water holes, wearing his gum boots, continuing in the swamps at the border of the forest. He did not stop until he had a young caiman in his hand. We could hold it, too, and not much later we could touch an older one. So we could go to bed happily.

Mantled Howler Monkey

Brüllaffe

Mantled Howler Monkey

Rio Sirena

Rio Sirena

Rio Sirena

Lizard

Eidechse

Lizard

Sirena Ranger Station

Sirena Ranger Station

Sirena Ranger Station

Very young caiman

Sehr junger Kaiman

Very young caiman

Gleich nach dem Frühstück war ich wieder alleine unterwegs, denn Andreas und Luis machten sich früh auf den Weg quer durch den Parque Nacional Corcovado zur Los Patos Ranger Station. Ich nutzte die Zeit, um nochmals etwas im Regenwald spazieren zu gehen. Erneut konnte ich Kapuziner- und Klammeraffen intensiv beobachten und nahm mir viel Zeit dafür. Auch die Guan sah ich erneut, wahrscheinlich wiederum dasselbe Paar. Ich ging nochmals den ganzen Camino Naranjo bis zum Strand, und dann auch wieder zurück. Eigentlich hatte ich gehofft, am Strand den Tapir nochmals zu sehen. Er schien aber diesmal an einem anderen Ort zu schlafen.

Right after the breakfast I was alone again because Andreas and Luis had to start early to cross Parque Nacional Corcovado to Los Patos Ranger Station. I used the time to do another short hike in the rainforest. Again I could observe white-throated capuchin and spider monkeys. I spent a lot of time to take pictures and enjoy watching them. I also met the crested guans again, probably the same couple. I went all the way of the Camino Naranjo to the beach, and back again. I had been hoping to see the tapier another time, but it seemed to have found another place to sleep.

Auf dem Rückweg roch es plötzlich nach Knoblauch. Dieser Geschmack ist ein klares Zeichen für die Anwesenheit von Wildschweinen. Vorsichtig ging ich noch ein paar Meter weiter, bis ich rund zwanzig dieser Tiere sah. Es waren wahrscheinlich alles Weibchen, worüber ich ziemlich froh war. Denn noch am Vortag hatte uns Luis erzählt, wie er von einer Gruppe Wildschweine attackiert wurde. Laut dem Reiseführer gibt es da nur eine Rettung, nämlich etwa zwei Meter weit auf einen Baum klettern. Das wäre für mich mit meinem lädierten Fuss natürlich keine Option gewesen.

On the way back it suddenly smelled of garlic. That taste is a very clear sign that there are peccaries around. I proceeded a few meters very carefully until I saw a group of about twenty animals. I only saw female ones, and was happy about that. The day before Luis had told us that he had been attacked by a group of peccaries. The travel books say that there is only one way to save yourself: Climb a tree, at least two meters above ground. Obviously that would not have been an option with my bad foot.

Kurz vor Mittag kann dann wie vereinbart wieder das Flugzeug, um mich nach Puerto Jimenez zurückzufliegen. Diesmal war es nicht für mich alleine hergeflogen, sondern kam bereits mit zwei Passagieren, um mich auf einem Zwischenstop noch aufzunehmen. Also würde der Flug, den ich noch nicht bezahlt hatte, billiger werden. Da waren die Leute von Alfa Romeo Air aber ganz anderer Meinung und wollten die ganzen 365 Dollar. Ich bin ziemlich stolz darauf, dass ich es ausschliesslich auf Spanisch schaffte, zum Schluss nur 150 Dollar bezahlen zu müssen. Es lohnt sich also, keine Vorauskasse zu leisten.

Just before lunch time the plane arrived to bring me back to Puerto Jimenez as it was arranged. This time it was not empty but there were already three passengers. It was just an intermediary stop to pick me up. So the flight that I had not payed for yet would be cheaper than the first one. But the guys of Alfa Romeo Air had a different opinion. They wanted me to pay the full 365 dollars. I am quite proud that I finally realized to pay just 150 dollars, after having fighted in Spanish. So it was worth not to pay in advance.

Spider Monkey

Klammeraffe

Spider Monkey

Spider Monkey

Klammeraffe

Spider Monkey

Spider Monkey

Klammeraffe

Spider Monkey

Crested Guan

Guan (Lat.: Penelope Purpurascens)

Crested Guan

Peccary

Wildschwein

Peccary

La Palma

Zurück in Puerto Jimenez kümmerte ich mich zuerst um ein Mittagessen. Danach suchte ich das Krankenhaus auf, um meinen Fuss durch einen Arzt kontrollieren zu lassen. Obwohl ich mich an der hintersten Ecke von Costa Rica befand, hatte ich trotzdem den Eindruck, dass dieses Spital den Standards vieler westlicher Länder durchaus genügen würde. Da sieht man, was es bringt, wenn man auf eine Armee verzichtet. So haben auch relativ arme Länder eine Chance, etwas für die Bevölkerung zu tun, indem sie eine medizinische Grundversorgung aufbauen, statt Panzer zu kaufen.

Back in Puerto Jimenez I first went for a lunch. After that I went to the hospital so a doctor could have a look at my foot. Although I was at the furthest end of Costa Rica I still had the impression that the hospital would fulfill the standards of many western countries. There you can see how much it is worth when a country does not have an army. Like that even relatively poor countries can afford to grant medical support for the population. Instead of buying tanks.

Die letzte Etappe des Tages führte mich von Puerto Jimenez nach La Palma. Hier hatte ich geplant, den lokalen Bus zu nehmen. Billiger kann man die dreissig Kilometer nicht zurücklegen. Es gibt sogar einen Fahrplan, auch wenn der nicht so genau eingehalten wird, wie man es sich aus der Schweiz gewohnt ist. Doch das ist eigentlich auch egal, wichtiger ist, dass die Bewohner der Region eine Möglichkeit haben, ohne ein eigenes Auto an ihren Arbeitsplatz zu kommen.

The final piece of the journey was the ride from Puerto Jimenez to La Palma. I had planned to take the local bus. There is no cheaper way to go this distance of about 30 kilometers. There even is a schedule although it is not followed as exactly as in Switzerland. Anyway, it is a great thing that locals have a cheap way to get to their work and do not need to buy a car.

Main street in Puerto Jimenez

Hauptstrasse von Puerto Jimenez

Main street in Puerto Jimenez

Another means of transport

Weitere Variante von Verkehrsmitteln

Another means of transport

Transporting vehicle to bring workers home

Transporter, der die Arbeiter nach Hause bringt

Transporting vehicle to bring workers home

Bus from Puerto Jimenez to La Palma

Bus von Puerto Jimenez nach La Palma

Bus from Puerto Jimenez to La Palma

Am Abend, gerade noch rechtzeitig vor der Nacht, haben wir uns in der Danta Corcovado Lodge bei La Palma wieder getroffen. Diese Lodge versucht scheinbar mit Erfolg, ein gutes Beispiel für ökologisches Design und die Erhaltung der Osa-Halbinsel zu sein. Merlyn, der Besitzer, hat auf der ehemaligen Farm seines Vaters neben der Lodge auch ein Restaurant und Bungalows gebaut. Jedes Gebäude und jeder Einrichtungsgegenstand sind unterschiedlich, die einzige Konstante ist der Fussabruck des Tapir (spanisch: Danta), der immer wieder zu finden ist.

In the evening, just in time before the night arose, we met again at Danta Corcovado Lodge near La Palma. This lodge tries to give a good example for ecological design and sustainable conservation of Osa peninsula, and is very successful in that. Merlyn, the owner of the lodge, built the lodge, a restaurant and also some bungalows on the grounds of his fathers ancient farm. Each building and every item is different, the only constant is the footprint of the tapir (danta in Spanish) that can be found everywhere.

Wir können diese Unterkunft wärmstens empfehlen. Denn wo sonst hat man die Möglichkeit, auf einem WC-Ring aus Teak-Holz zu sitzen? Oder in welchem anderen Hotel geht man barfuss oder in den Socken zum Essen? Hier ist das nicht nur möglich, sondern sogar erwünscht.

We very much recommend this lodge. And just think about it: Where else can you sit on a toilet ring that is made of teak wood? Or in which other hotel do you walk around in socks or bare feet? Here, it is not only allowed, but rather expected.

Sleeping room of our bungalow, the bathroom is behind the wall

Schlafzimmer unseres Bungalow, hinter der Wand ist das Bad

Sleeping room of our bungalow, the bathroom is behind the wall

Danta Corcovado Lodge, La Palma

Danta Corcovado Lodge, La Palma

Danta Corcovado Lodge, La Palma

Toilet built of teak wood

Toilette aus Teak-Holz

Toilet built of teak wood

In der Danta Corcovado Lodge kann man unterschiedliche Touren buchen. Für uns war im Rahmen des Arrangements bereits die sogenannte "Gold Panning Tour" vorreserviert, also Gold suchen respektive waschen. Naja, hatten wir uns gedacht, das kann ja noch lustig sein, also machen wir das. Allerdings erfuhren wir erst im letzten Moment, dass dabei auch noch vier Stunden Reiten dazugehört. Ich hatte ja schon mal in den USA meine Erfahrung mit Pferden gemacht, und mir damals mit wundem Hintern geschworen, nie mehr auf einen Gaul zu sitzen.

At Danta Corcovado Lodge you can book different kinds of tours. Together with our holiday arrangement the so calld "Gold Panning Tour" was prebooked. Ok, we had thought, might be funny. So we did it. It was only when we received the vouchers that we got the information that it contained four hours of horse back riding. I had experienced that once before in the USA. Then I had sworn to myself that I would never again sit on a horse because my butt hurt that much.

Um acht Uhr wurden wir direkt vor der Lodge von Eduardo Castro und seinen Pferden abgeholt. Der Ritt führte uns zu seiner Farm auf einem der höchsten Hügel der Osa-Halbinsel, direkt an der Grenze zum Parque Nacional Corcovado. Von dort kann man bequem die Aussicht über den Nationalpark geniessen. Nach zwei Stunden Reiten waren wir dort angekommen und wurden sogleich verpflegt.

At eight in the morning we were picked up in front of the lodge by Eduardo Castro and his horses. The ride was to his finca on top of one of the highest hills of the Osa peninsula, next to the border of Parque Nacional Corcovado. From there you can easily enjoy the view over the national park. After two hours of riding we arrived and immediately got some drinks and food.

Riders view

Aus der Perspektive eines Reiters

Riders view

Overview of Parque Nacional Corcovado

Sicht über den Parque Nacional Corcovado

Overview of Parque Nacional Corcovado

Fresh cacao fruit and dried beans

Frische Kakaofrucht und getrocknete Bohnen

Fresh cacao fruit and dried beans

Alle Nahrungsmittel, die Eduardo und seine Familie essen, stammen von der eigenen Farm oder Finca. Er produziert selber Reis, Bohnen, Gemüse, Kaffee, Kakao und viele andere essbaren Sachen. Von der regengeschützten Terrasse aus kann man im Garten viele dieser Pflanzen sehen. Erstmals sah ich so eine Kakaofrucht und den zugehörigen Baum. Er nahm auch eine Frucht ab und öffnete sie. Getrocknete Kakaobohnen konnten wir sogar probieren und mitnehmen. Die schmecken viel weniger bitter als Schokolade mit hohem Kakaogehalt.

All food that Eduardo and his family eat is grown on their finca. He produces rice, beans, vegetables, coffee, cacao and many other things that can be eaten. Many of those plants can be seen in the garden from the weather protected terrace. For me, it was the first time I saw a fresh cacao fruit and the corresponding tree. He took one fruit from the tree and opened it. We even could taste dried cacao beans and take some with us. I think they taste much less bitter than chocolate with a high degree of cacao.

Nach der Pause marschierten wir los in den zur Finca gehörenden primären Regenwald. Eduardo hat darin einige Wege angelegt respektive erhalten. Auf seinem Land konnte er nämlich auch archäologische Fundstücke der Ureinwohner finden, was darauf hinweist, dass diese Wege schon seit Ewigkeiten benutzt werden. Er zeigte uns zerbrochene Krüge und Figuren, die aus Stein geschlagen sind.

After that break we started to walk on his finca and the connected primary rainforest. Eduardo established some trail in the forest and upgraded existing ones. Actually he could find some archeological items on his land which is a sign that this trails had been used by natives for a long time. He showed us some broken china and figures that were formed from stone.

Gold panning

Goldwaschen

Gold panning

Gold panning

Goldwaschen

Gold panning

Some very tiny pieces of gold that we found

Ein paar winzige Stücke Gold, die wir fanden

Some very tiny pieces of gold that we found

White-throated Capuchin

Kapuzineraffe

White-throated Capuchin

Schliesslich kamen wir zu einem kleinen Bach gleich unterhalb einem Wasserfall. Hier begannen wir, Gold zu waschen. Dabei nimmt man einfach etwas Sedimente in die Schale und versucht, mehr oder weniger effizient die groben Stücke vom feinsten Sand zu waschen, bis zum Schluss nur noch ganz wenig in der Schale übrig bleibt, darunter mit etwas Glück auch ein wenig Gold. Und wir haben tatsächlich ein paar Mikrogramm gefunden.

Finally we arrived a little stream just underneath a waterfall. Here we started to pan gold. You just put some sediments into a plate and try to wash the larger pieces away, more or less efficiently. Finally there should only be left very few and very small pieces of earth and homepfully some gold. We were lucky and found some tiny pieces of gold that were hard to see.

Nach der Goldsuche gingen wir zurück zur Hütte, wo wir ein wunderbares Mittagessen bekamen. Nicht so toll war, dass es jetzt zu regnen begann. Und es hörte auch nicht mehr auf an diesem Tag. Das bedeutete, dass wir vor dem Eindunkeln auch noch zwei Stunden im strömenden Regen auf den Pferden zurück zur Lodge reiten mussten. Aber wie gesagt, wenn man nass ist, so spielt das auch keine Rolle mehr. Schliesslich war es ziemlich warm.

After the gold panning we returned to the hut where we were offered a great cooked lunch. Not so good was that it started raining. And it did not stop anymore that day. That meant that we had to ride back to the lodge in heavy rain for two hours. Actually, as I tend to say, when you are wet you do not get wet anymore. And it was quite warm.

Cacao fruit on the tree

Kakaofrucht am Baum

Cacao fruit on the tree

Colibri

Kolibri

Colibri

Eduardo Castro

Eduardo Castro

Eduardo Castro

Aras

Aras

Aras

Slender Anole

Eidechse auf der Balz

Slender Anole

Vor dem Abendessen in der Danta Corcovado Lodge wollten wir die Zeit und natürlich den Regen nutzen, um doch noch einen Baumfrosch zu sehen. Wir erzählten das Merlyn, worauf er sich spontan bereit erklärte, uns zu begleiten. Er ist ausgebildeter Führer und konnte uns tatsächlich innert weniger Minuten ein Exemplar eines Glasfroschs finden. Diese winzigen und vor allem transparenten Frösche sind im Regen enorm stark gefährdet, denn bereits ein grosser Regentropfen kann sie töten. Kurz darauf fanden wir dann auch noch den erhoften Baumfrosch. Im Lichte der Taschenlampen konnte ich einige Photos machen, bevor wir schliesslich genug vom Regen hatten und uns für das Abendessen ins Trockene zurückzogen.

Before dinner at Danta Corcovado Lodge we wanted to profit of the time and mainly the rain and finally see a leaf frog. We told Merlyn and he spontaneously decided to accompany us for our search. He is a trained guide what helped him to find a glass frog within minutes. This tiny and after all transparent frog is very much in danger when it is raining. A single large raindrop can just kill it. Only little later we finally also found the much expected leaf frog. Illuminated by the torch lights I could take some great photos before we has enough of the rain and went back to the dry to eat dinner.

Gaudy Leaf Frog

Rotäugiger Baumfrosch

Gaudy Leaf Frog

Fleischmann's Glass Frog: A transparent frog whose bones can be seen

Glasfrosch: Ein durchsichtiger Frosch, bei dem man gar die Knochen sehen kann

Fleischmann's Glass Frog: A transparent frog whose bones can be seen

San Gerardo de Dota

Am nächsten Morgen wurden wir wiederum von einem Fahrer der Firma Shuttle Osa in La Palma abgeholt. Wir verliessen die Osa-Halbinsel, fuhren entlang der Küste an Uvita vorbei, danach nach San Isidro de El General, von wo wir beim letzten Mal nach San Gerardo de Rivas abgebogen waren, und schliesslich weiter auf den Paso de la Muerte. Hier, auf rund 3200 Metern über Meer, stiegen wir in ein anderes Fahrzeug um, das uns die restlichen sechs Kilometer nach San Gerardo de Dota brachte. Unglaublich aber wahr, auf dieser Strecke geht es rund 1000 Meter runter!

The next morning we were picked up in La Palma by a driver of Shuttle Osa again. We left the Osa peninsula, drove along the coast and passed Uvita, went on to San Isidro de El General where the last time we turned off towards San Gerardo de Rivas, and finally to the top of Paso de la Muerte. Here, at 3200 meters, we had to change the car and were driven the last six kilometers to San Gerardo de Dota. Unbelievable, but true: That short street descends about 1000 meters!

Heating in the dining room

Heizung im Esssaal

Heating in the dining room

Our room at Trogon Lodge

Unser Zimmer in der Trogon Lodge

Our room at Trogon Lodge

Nach San Gerardo de Dota kommt man eigentlich nur, um den Göttervogel der Maya, den Quetzal, zu sehen. Dieser Ort grenzt an den neusten Nationalpark in Costa Rica, den Parque Nacional Los Quetzales. Wir schlossen uns um sechs Uhr, noch vor dem Morgenessen einer Führung an, um den Quetzal zu sehen. Scheinbar ist es gar nicht so schwierig, ihn zu finden, denn er frisst jeden Morgen Früchte von einem Baum, den der Führer Avocado genannt hat. Das waren aber ganz andere Früchte und Bäume als die uns bekannte Avocado. Schon auf dem zweiten solchen Baum sahen wir bis zu vier Quetzale, also ein weiterer grosser Erfolg auf unserer Reise.

Usually, the reason why people go to San Gerardo de Dota is that they want to see the holy bird of the Maya, called Quetzal. It is at the border of the very new national park in Costa Rica, Parque Nacional Los Quetzales. At six in the morning, even before we had had breakfast we joined a group for a tour to find a Quetzal. This is not so difficult because they tend to eat in the morning. They eat the fruits of a tree our guide called avocado. But it is not the kind of trees and fruits we usually know as avocados. Already on the second tree of that kind there were up to four Quetzales, another success of our holidays.

Der männliche Quetzal versucht mit seinem Federnkleid Eindruck auf das weibliche Geschlecht zu machen. Auffallend sind insbesondere seine zwei langen Schwanzfedern, die sicherlich beim Fliegen durch die Wälder manchmal störend sind. Das Weibchen hat stattdessen eine streifenförmige Zeichnung auf den Schwanzfedern.

Male Quetzales try to impress the female ones with the beauty of their feathers. Impressive are mainly their two very long back feathers. Those might even be a problem when they fly through the forests. The females have a strip-like painting on their back feathers instead.

Nach dem Frühstück machten wir es uns auf der Terrasse der Trogon Lodge bequem. Hier sind spezielle Behälter aufgehängt, die eine wahrscheinlich süsse Flüssigkeit enthalten. Diese wiederum lockt Kolibris in Massen an, sodass wir endlich auch noch eine gute Möglichkeit fanden, um diese beeindruckenden Vögel im Flug zu photographieren. Und dabei mussten wir nicht einmal den Vögeln nachrennen, sondern konnten einfach auf dem Stuhl sitzend warten. Das macht Spass!

After breakfast we found a comfortable seat on the terrace of the Trogon Lodge. There are special bottles hanging from the ceiling that contain a liquid that probably contains sugar. Colibris like that, so they come here in masses to feed. Like that we finally got a chance to take pictures of those fantastic birds while they were flying. We did not have to run after them, but could just sit there on a chair and wait. That is fun!

Colones oder Dollar?
Im Verlaufe unserer Reise haben wir festgestellt, dass man Colones fast nicht braucht. Überall kann man mit Dollar bezahlen und kriegt im Allgemeinen als Rückgeld Colones. Die Trogon Lodge ist sogar so extrem, dass man mit Colones faktisch nicht bezahlen kann. Wenn man aber bedenkt, was es für Costa Rica, seine Einwohner und die Wirtschaft bedeutet, wenn die eigene Währung übergangen wird, so ist das doch ziemlich bedenklich und zeigt grosse Probleme auf.

  • März 2007:
    1$ = 410 Colones
  • Dezember 2008:
    1$ = 560 Colones

Colones or Dollar?
After we had travelled some days in Costa Rica we realized that you do not really have to have Colones. Everywhere Dollars can be used to pay. Usually change is in Colones. As a fact, at Trogon Lodge it is hardly possible to pay with Colones. But have a thought about that and what it means to Costa Rica, the inhabitans and the economy if the local currency is slowly replaced so I think this is quite questionable and exposes big problems of this country.

  • March 2007:
    1$ = 410 Colones
  • December 2008:
    1$ = 560 Colones
Male Quetzal

Männlicher Quetzal

Male Quetzal

Colibri

Kolibri

Colibri

Female Quetzal

Weiblicher Quetzal

Female Quetzal

Lonely tree in Dota

Freistehende Baum in Dota

Lonely tree in Dota

Trogon Lodge, San Gerardo de Dota

Trogon Lodge, San Gerardo de Dota

Trogon Lodge, San Gerardo de Dota

Gemäss Lonely Planet gibt es nach dem Ende der Strasse in San Gerardo de Dota einen beeindruckenden Wasserfall. Wir wollten gerade loslaufen, da fragte uns ein deutsches Ehepaar, ob wir mitfahren möchten. Später waren wir froh, denn von der Trogon Lodge sind es noch rund fünf Kilometer bis zum Wanderweg, der zum Wasserfall führt. Der Wanderweg geht entlang dem Bach und schliesslich hat man die Möglichkeit, auf Leitern bis unterhalb den Wasserfall hinunterzusteigen. Auf dem Rückweg haben wir in Dota in einem Restaurant (dem einzigen?) gegessen.

Lonely Planet writes that there are impressive waterfalls after the end of the road in San Gerardo de Dota. We were about to hike there as a German couple with a rental car asked whether we wanted to drive with them. Later we felt very thankful as the street to the end of the village still lasts about five kilometers from Trogon Lodge to the trailhead. The trail follows the stream and finally there is a possibility to climb down below the waterfalls on ladders. On the way back we ate lunch at a restaurant (the only one?) in San Gerardo de Dota.

Waterfall of San Gerardo de Dota

Wasserfall von San Gerardo de Dota

Waterfall of San Gerardo de Dota

Below the waterfall of San Gerardo de Dota

Unterhalb dem Wasserfall von San Gerardo de Dota

Below the waterfall of San Gerardo de Dota

Substitute bridge along the trail to the waterfall of San Gerardo de Dota

Ersatzbrücke auf dem Weg zum Wasserfall von San Gerardo de Dota

Substitute bridge along the trail to the waterfall of San Gerardo de Dota

Waterfall of San Gerardo de Dota

Wasserfall von San Gerardo de Dota

Waterfall of San Gerardo de Dota

Zur Trogon Lodge gehören zwei private Wanderwege durch den angrenzenden Nebelwald, für den längeren davon benötigt man rund eine Stunde. Unterwegs sieht man viele unterschiedliche Bäume und andere Pflanzen. Ausserdem gibt es in diesem privaten Waldgebiet eine sogenannte Canopy-Anlage. Für 35 Dollar kann man an Seilen befestigt durch den Nebelwald rasen. Wir nutzten den Morgen, um die Wanderung durch den Nebelwald zu machen, und genossen dabei insbesondere auch den Wasserfall.

On the area of Trogon Lodge there are two private hiking trails that cross the adjacent cloud forest. It takes about one hour for the longer one of them. There are many different kinds of trees and other plants to see. In addition there is a so-called canopy installation in this private forest. It costs 35 dollars to swing along ropes through the canopy of the forest. We only did the hiking trail that morning. Walking through the cloud forest we especially enjoyed the waterfalls.

Nach dem Mittagessen wurden wir wieder abgeholt. Die Fahrt dauerte heute nur noch etwas mehr als eine Stunde, bis wir das Ziel San José erreicht hatten. Dort nutzten wir die zwei / drei Stunden Tageslicht, um erstmals einen raschen Blick ins Stadtzentrum zu werfen und ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, die wir für die restlichen Tage noch benötigten. Nach dem Nachtessen ging es schon bald wieder ins Bett im Hotel Rincon de San José.

After lunch we were picked up again to be brought to San José. The ride took only a little more than one hour until we reached the destination. We tried to use the last two / three hours of sunlight and took the first impression of the city center. There we bought some little things we needed for the days to come. After dinner we did not wait long to go to bed at the hotel Rincon de San José.

Cloud forest in sunny weather

Nebelwald ohne Nebel

Cloud forest in sunny weather

Exceptional fruit

Aussergewöhnliche Frucht

Exceptional fruit

Waterfalls at Trogon Lodge

Wasserfall der Trogon Lodge

Waterfalls at Trogon Lodge

Waterfalls at Trogon Lodge

Wasserfall der Trogon Lodge

Waterfalls at Trogon Lodge

Postkarten und Briefmarken: Eines der schwierigsten Unterfangen überhaupt in Costa Rica ist der Kauf von Postkarten. Hat man dann endlich in einem Hotel welche gefunden (bei uns dauerte es bis zur Trogon Lodge), so sind das nächste Problem die Briefmarken. Diese kriegt man eigentlich nur auf der Post, und Poststellen gibt es wohl nur eine in San José...
Postcards and stamps: One of the most difficult things to do in Costa Rica is the quest for postcards. If you have finally found some in a hotel (we did not see any before we stayed at Trogon Lodge) the next problem are stamps. It seams like they can only be bought in post offices, and there is one in San José...
 

Parque National Volcán Arenal

Bereits um halb acht Uhr morgens wurden wir im Hotel in San José durch ein Fahrzeug der Firma Interbus abgeholt. Eine kleine Panne machte zwar einen Wechsel des Fahrzeugs nötig, danach ging es aber rasch und komfortabel nach La Fortuna. Die Fahrt ist hügelig und man benötigt je nach Verkehr knapp vier Stunden, um in die Region des Vulkans Arenal zu gelangen.

We were already picked up at half past seven in the morning at our hotel in San José by a car from the company Interbus. A breakdown of the car required a change of the car, but afterwards the drive to La Fortuna was fast and comfortable. There are lots of hills and the streets are winding. It takes about four hours to reach the region of Arenal volcano, depending on the amount of traffic.

Übernachtet haben wir in der Casa Luna Lodge, die sich auf halbem Weg zwischen La Fortuna und den La Fortuna Wasserfällen befindet. Dies war das einzige 4-Sterne Hotel unserer Reise, entsprechend genossen haben wir nicht nur den Blick auf die Vulkane Chaco und Arenal, sondern zum Beispiel auch die Kunstwerke des Reinigungspersonals.

We had booked a room at Casa Luna Lodge, about half way between La Fortuna and La Fortuna Waterfalls. That was the only four-star hotel of our holidays. So we even more enjoyed the view of the two volcanos Chaco and Arenal from the balcony. Impressive were also the artistic works of the cleaning personel.

Waiting for a loaner car after a malfunction

Warten auf das Ersatzauto nach einer Panne

Waiting for a loaner car after a malfunction

Elephant built of towels (Casa Luna Lodge)

Elefant aus Badetüchern (Casa Luna Lodge)

Elephant built of towels (Casa Luna Lodge)

View from the balcony at Casa Luna Lodge

Sicht vom Balkon der Casa Luna Lodge

View from the balcony at Casa Luna Lodge

Monkey built of towels

Affe aus Badetüchern

Monkey built of towels

Das Ecocentro Danaus in La Fortuna wird durch die Organisation travel-to-nature in Deutschland gesponsert. Diese Firma hat in Zusammenarbeit mit der ebenfalls in La Fortuna ansässigen Mapache Tours unsere gesamte Reise organisiert und koordiniert. Der Besuch des Ecocentro Danaus wurde uns wärmstens empfohlen, und das hat sich auch gelohnt. Zwar hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits viel über Regenwälder und die Pflanzen und Tiere gehört, doch hat man hier die Möglichkeit, dies alles ein wenig geordnet nochmals zu sehen.

Ecocentro Danaus in La Fortuna is sponsored by the organisation travel-to-nature who organized and coordinated our holidays. We were told that we should visit the Ecocentro Danaus, and we have to say that it was worth it. Although we had already heard a lot about rainforest their plants and animals, but there you can see that all again in an ordered way.

Die Receptionistin der Casa Luna Lodge organisierte uns für den Nachmittag ein Taxi, das uns zum Ecocentro Danaus brachte und später dort auch wieder abholte. Als wir dort ankamen, wartete auch bereits ein Führer, der uns kompetent durch das Areal führte und die vielen Pflanzen und Tiere erklärte.

The receptionist at Casa Luna Lodge organized a taxi for us that was to bring us to the Ecocentro Danaus in the afternoon, and back again afterwards. When we arrived a guide was waiting for us. He lead us through the area and explained the plants and animals proficiently.

Der Besuch des Ecocentro führt entlang eines Rundwegs durch den sekundären Regenwald, beginnend mit einem biologischen Garten, wo viele der farbenprächtigen Blumen gesehen werden können. Dazwischen entdeckt man immer wieder Vögel, ausserdem sahen wir auf unserer kurzen Wanderung einige Agouti und ein Dreifinger-Faultier.

The visit of the Ecocentro goes along a circular trail through secondary rainforest, starting with biological gardens where there can be seen many colorful flowers. Inbetween you can discover lots of birds. We also saw some Agouti and a three-toed sloth.

In einem durch Netzte abgegrenzten Bereich gibt es viele Schmetterlinge, der Führer hat sogar einige Exemplare kurz eingefangen, damit wir sie im Detail sehen konnten. Später gibt es auch noch ein Haus mit Fröschen, wo wir unseren ersten Pfeilgiftfrosch photographieren konnten. Abgeschlossen wird der Rundweg im Besucherzentrum, wo man gegebenenfalls Souvenirs oder Geschenke kaufen kann.

There is a special area encircled by nets in which there life many butterflies. Our guide caught some of them so we could inspect them in detail. Later along the trail there is a house with frogs. There we could take a picture of our first dart frog. At the end of the trail there is a visitors center where you may buy souvenirs or gifts for those who had to stay at home.

Blue Morpho

Lat.: Morpho peleides limpida

Blue Morpho

National bird of Costa Rica (Clay-colored Robin)

Nationalvogel von Costa Rica (Lat.: Turdus Grayi)

National bird of Costa Rica (Clay-colored Robin)

Blue Jeans Dart Frog

Pfeilgiftfrosch (Lat.: Dendrobates pumilio)

Blue Jeans Dart Frog

Agouti

Agouti

Agouti

Im Anschluss an den Besuch des Ecocentro Danaus fuhren wir zu den Büros von Mapache Tours, wo wir Evelyn Alvarez Sanchez persönlich kennen lernen konnten. Sie hat unsere Reise organisiert und uns damit all die schönen Momente in Costa Rica ermöglicht.

After the visit of the Ecocentro Danaus we drove to the offices of Mapache Tours where we met Evelyn Alvarez Sanches. She had organized our holidays and by that allowed us to have that great time in Costa Rica.

Der Morgen war anders als erhoft: Erstmals auf unserer Reise regnete es am Morgen in Strömen. Weil wir eine Tour gebucht hatten, versuchten wir sofort, diese abzusagen, was uns glücklicherweise auch gelang. Nach dem Morgenessen gingen wir zurück ins Hotelzimmer und nahmen unsere Bücher zur Hand, in der Hoffnung, dass der Regen nicht den ganzen Tag dauern würde.

The morning was quite different than expected: For the first time in Costa Rica it was raining in the morning, and actually quite a bit. Because we had booked a tour the night before we immediately tried and succeeded to cancel it. After breakfast we went back to the hotel room, read in our books, and hoped the rain would not last forever.

Heavy tropical rain

Starker tropischer Regen

Heavy tropical rain

«Arenal» in rainy weather

«Arenal» bei Regen

«Arenal» in rainy weather

Motmot

Motmot

Motmot

Es war ungefähr elf Uhr, als der Regen stoppte, und sofort verzogen sich die Wolken. Wir versuchten deshalb, ein Auto zu mieten, um uns selber die Arenal Hanging Bridges und den Arenal anzuschauen. Dabei mussten wir aber feststellen, dass eine Automiete in dieser Region mindestens drei Tage dauern muss. Die Rezeptionistinnen der Casa Luna Lodge gaben aber nochmals alles, und bereits eine Stunde später wurden wir von einem Führer von Pura Vida Tours abgeholt, um die gewünschten Orte zu besuchen.

It was around eleven when it finally stopped raining. The cloudes immediately started to disappear. So we tried to rent a car and drive to Arenal Hanging Bridges and see the Arenal volcano. But we had to realize that car rental was only possible if you rented a car for at least three days. The receptionists at Casa Luna Lodge managed to organize a tour for us. Only one hour later we were picked up by a guide from Pura Vida Tours in order to visit the places we wanted to.

Im Areal der Arenal Hanging Bridges läuft man als Besucher mehr als drei Kilometer weit auf gut ausgebauten Wegen durch primären Regenwald. Speziell an diesem Ort ist, dass man mehrere Hängebrücken begeht, von denen man jeweils auf den Wald hinunterschauen kann. Wir konnten so viele Vogelarten sehen, die sich typischerweise in den Baumwipfeln aufhalten. Dazu gehört auch der auffallend gefärbte Motmot.

When visiting Arenal Hanging Bridges you have to walk more than three kilometers on well built trails through primary rainforest. Special about this place is that there are several hanging bridges on which you can walk above the canopy and watch down into the forest. So we could find many kind of birds that typically life in the canopy. One of them was the colorful Motmot.

Von einigen dieser Brücken kann man auch den Vulkan Arenal sehen. Zu unserer Freude schienen sich die Wolken während unserer Wanderung durch den Wald immer weiter zu verflüchtigen. Perfekterweise konnten wir kurz nach der Beendigung des Weges vom Besucherzentrum beobachten, wie sich auch noch die letzten Wolken verzogen und den Blick auf den Gipfel ermöglichten... wenigstens für ein paar Sekunden.

From some of the bridges you can also see Arenal volcano. We were happy that the clouds seemed to totally disappear while we were hiking through the forest. Lucky we were that really at the time we finished the trail at the visitors center the last clouds were blown away and we could enjoy the view of the volcanoes peak... for at least a few seconds.

White-nosed Coati

Nasenbär / Pizote (Lat.: Nasua narica)

White-nosed Coati

Arenal volcano partially hidden by clouds

Vulkan Arenal teilweise in den Wolken

Arenal volcano partially hidden by clouds

One of the hanging bridges

Eine der Hängebrücken

One of the hanging bridges

Spider Monkey

Klammeraffe (Lat.: Ateles geoffroyi)

Spider Monkey

View from above at the canopy of the rainforest

Sicht von oben auf das Dach des Regenwaldes

View from above at the canopy of the rainforest

Im Anschluss an den Besuch der Arenal Hanging Bridges fuhren wir weiter zu einem kleinen privaten Reservat, wo wir bis zum Sonnenuntergang nochmals kurz durch sekundären Regenwald wanderten. Hier sahen wir die letzten Affen unserer Reise und genossen das Abendrot.

After we had visited Arenal Hanging Bridges we proceeded to a small private reservation where we did another short hike through secondary rainforest before sunset. Here we saw the last monkeys of our holidays and enjoyed a colorful sunset.

Nach Sonnenuntergang fahren alle Touristen der Region entweder im Rahmen einer Führung, mit dem Taxi oder mit dem eigenen Mietauto an denselben Ort. In der Nacht ist es möglich, auf den Hängen des Vulkans Arenal Lava von blossem Auge zu sehen. Im Moment fliesst die Lava aber nur auf der südwestlichen Seite des Vulkans, sodass man von La Fortuna aus nichts sehen kann.

After sunset all tourist being around drive to the sam place, eigther by taxi, with a guide or with their rental cars. There it is possible to actually see lava on the slopes of Arenal by night. Unfortunately for all the hotel owners, the lava flows are at the southwestern slopes at the moment. So there is nothing to see from La Fortuna.

Leider zogen an diesem Abend wieder Wolken um den Vulkan herum auf, nachdem wir vorher noch den Gipfel sehen konnen. Wir hatten aber trotzdem ein wenig Glück, denn zweimal konnten wir während vielleicht fünf Sekunden die Lava rot glühen sehen. Das hat natürlich nicht gereich, um ein Photo zu machen, aber in der Erinnerung werden wir das Bild behalten.

It was a pity that the clouds became more around the volcano in the evening, not long after we had seen its peak. But we still had some luck as we could see a little bit of red glowing lava twice during maybe five seconds. Sure, that was not enough to take a picture, but we will remember the view.

Finally the peak of Arenal volcanoe became visible

Endlich wurde der Gipfel des Vulkan Arenal sichtbar

Finally the peak of Arenal volcanoe became visible

Peak of Arenal volcanoe

Gipfel des Vulkans Arenal

Peak of Arenal volcanoe

Sun playing with the clouds

Spiel der Sonne mit den Wolken

Sun playing with the clouds

Most of the time the peak of Arenal volcanoe was hidden by clouds

Lange Zeit war der Gipfel des Arenal in den Wolken versteckt

Most of the time the peak of Arenal volcanoe was hidden by clouds

Western slopes of Arenal volcanoe

Westliche Hänge des Vulkans Arenal

Western slopes of Arenal volcanoe

Colorful sunset in the rainforest

Sonnenuntergang mit Abendrot im Regenwald

Colorful sunset in the rainforest

Nur rund zwei Kilometer von unserer Unterkunft, der Casa Luna Lodge, entfernt befindet sich der La Fortuna Wasserfall. So konnten wir bequem zu Fuss dorthin wandern, zahlten den Eintrittspreis und machten uns auf den Weg zum Wasserfall. Nach rund 100 Metern gibt es einen Aussichtspunkt, von wo aus man den Wasserfall gut sehen kann. Es ist aber auch möglich, zum Becken zu wandern, in das der Wasserfall donnert. Diese Wanderung sollten aber nur Leute unternehmen, die keine Probleme mit der Kondition haben, denn es handelt sich beim Weg ausschliesslich um Treppenstufen, die man auch wieder hochsteigen muss. Wer diese Wanderung macht, der wird mit der Möglichkeit belohnt, im Fluss zu baden.

Only about two kilometers away from our hotel Casa Luna Lodge, there are the La Fortuna Waterfalls. So we could easily walk there, pay the entrance fee and do the trail to the waterfalls. After about 100 meters there is viewing platform from where you can see the falls very well. If you like you can also climb down to the base of the thundering waterfalls. But you should only attempt doing that if you do not lack condition as the trail only consists of steps. And you would have to climb up again afterwards. Those who do it can even go for a swim down there.

Nach dem Mittagessen wurden wir wieder durch einen Kleinbus von Interbus abgeholt und sicher nach San José gefahren, wo wir jetzt noch knapp einen Tag hatten, um uns die Hauptstadt von Costa Rica ein wenig anzuschauen.

After lunch we were picked up by a bus from Interbus and savely driven back to San José. There was about one day left to explore the capital of Costa Rica before we had to go home.

La Fortuna Watterfalls

La Fortuna Wasserfall

La Fortuna Watterfalls

La Fortuna Watterfalls as seen from the viewing point

La Fortuna Wasserfall vom Aussichtspunkt aus gesehen

La Fortuna Watterfalls as seen from the viewing point

San José

Nach der Ankunft in San José wurde es gleich dunkel, sodass wir uns nicht mehr in die Stadt aufmachten, sondern nur noch zum dritten und letzten Mal im wirklich guten Restaurant vis-à-vis des Hotels Rincon de San José, dem Café Mundo, das Nachtessen einnahmen. Danach gingen wir traurig ins Bett, weil wir am nächsten Tag bereits ins Flugzeug steigen würden.

After we had arrived in San José there was only little time left before sunset. So we did not go for a walk in the city. Instead, for the third time, we went to eat dinner in that great Restaurant just opposite of our Hotel Rincon de San José, the Café Mundo. Afterwards we went to bad, quite sad because the day after we were to board the plane home.

San José wird in den Reiseführern und auch von den meisten Touristen, die wir getroffen haben, als nicht sonderlich sehenswert beschrieben. Ich muss eingestehen, dass das auch mein erster Eindruck während den ersten beiden Besuchen war. Damals machten wir uns aber nicht auf den Weg, um das Zentrum etwas zu erkunden, sondern hatten einfach den Eindruck aus dem Auto, mit dem wir rein- oder rausgefahren waren. Dieser Eindruck wird dominiert durch Worte wie Verkehrschaos, Lärm, Gestank. Das ist aber eigentlich nicht sonderlich erstaunlich, denn schliesslich handelt es sich um eine für Costa Ricanische Verhältnisse Grossstadt.

Many travelbooks and most of the tourists we met do not really recommend a visit of San José. I have to confess that my first impression during the first two visits was not good, either. Then we did not explore the city center. Our impression came from the time in cars while arriving or leaving San José. That impression was dominated by expressions like traffic chaos, noise and stink. Actually that is not really surprising as San José is a quite large city in the view of the people of Costa Rica.

Avenue Central, San José

Avenue Central, San José

Avenue Central, San José

Parque España / Parque Morazán

Parque España / Parque Morazán

Parque España / Parque Morazán

Fruit and veg stall

Gemüsestand

Fruit and veg stall

Auf unserer Tour durch das Stadtzentrum fanden wir rasch die Avenue Central. Diese Strasse ist über einige Häuserblöcke hinweg verkehrsfrei. An einem Samstag Morgen hat es natürlich viele Fussgänger, dank der fehlenden Autos kann man in dieser Strasse aber entspannt gehen, einen Blick in die vielen Geschäfte werfen, oder einfach nur die Leute beobachten. Letzteres ist, was wir gemacht haben. Es gibt auch mehrere Parks, wo man sich hinsetzen und die vorbeiströmenden Menschen beobachten kann.

We very soon found the Avenue Central while strolling through the city. This street is free of traffic on a stretch of some blocks. Although it was Saturday morning and there were lots of pedestrians, the lack of cars allows you easily to enjoy walking in the street, throw an eye or two into the shops, or just watch people. Later is what we were doing. There are several parks where you can sit and watch people passing by

Interessant waren zum Beispiel die auf einen Bus wartenden Leute, die sich in einer perfekten Kolonne aufgereiht hatten. Oder die Reihen von Telephonen, wobei an jedem Apparat jemand hängt und mit dem anderen Ende spricht. Oder die Strassenmusiker und Schuhputzer, die wohl nicht gerade viel Geld verdienen. Die Avenue Central ist eine typische Einkaufsstrasse. Hier gibt es hauptsächlich Kleider- und Schuhgeschäfte, viele mit weltweit bekannten Marken beschriftet. Es gibt aber auch einen Markt, der allerdings nicht so spannend ist, wie wir erwartet hätten. Die Läden dort sind sehr klein, sodass sich nicht die typischen farbenfrohen Bilder von Gemüseständen ergeben.

Interesting was, for example, observing people who were waiting for a bus. They were queued in a perfect line. Or the rows of telephones of which none was vacant. Or street musicians and showblacks who probably do not earn a lot of money. Avenue Central is a typical shopping street. There are mainly shops for clothing and shoes, some named after well known international companies. There also is a market, but it is not very exciting as the shops in there are very small. So you cannot get the typical colorful pictures of fruit and veg stalls.

Zum Abschluss unserer Reise haben wir im Restaurant La Criollita gegessen. Dieses sieht von aussen nicht speziell aus, im Innern ist es aber mit Bildern vollgepflastert, was einen sehr gemütlichen Eindruck hinterlässt. Und natürlich ist auch das Essen sehr gut. Man findet dieses Lokal an der Avenue #7, zirka 50 Meter westlich des INS.

As an ending of our holidays we ate lunch at Restaurant La Criollita. It is nothing special from the outside, but the interior is stocked with paintings what makes it very cozy. And the food is great, too. You can find this place at Avenue #7, about 50 meters west of the INS.

Ticos queue up very properly

Die Ticos stehen in Reih und Glied an

Ticos queue up very properly

As long as it drives, it drives...

Solange es fährt, fährt es...

As long as it drives, it drives...

Colonial buildings in the Amón district

Kolonialhäuser im Quartier Amón

Colonial buildings in the Amón district

Um zwei Uhr machten wir uns auf den Weg an den Flughafen, wo wir nach den Einchecken noch unser restliches Geld in Kaffee und andere Souvenirs investierten. Schliesslich konnten wir mit einer Stunde Verspätung unser Flugzeug nach Madrid besteigen. Speziell war hierbei, dass trotz der vorangehenden Sicherheitskontrollen vor dem Bus zum Flugzeug nochmals eine Kontrolle stattfand, wo uns die gerade vorher in der Sicherheitszone gekauften Wasserflaschen weggenommen wurden. Pech, dass wir so kein Wasser mehr hatten und im Flugzeug auch fast keines serviert wurde. Aber schliesslich hatten wir Iberia gebucht, und somit sollten wir auch erst fünf Stunden später als geplant wieder zuhause sein...

At two in the afternoon we startet our last journey to the airport where we spent our last Collones after the checkin, buying coffee and ther souvenirs. Finally, with a delay of one hour, we could board the plane to Madrid. Quite special was that, although we had passed security before, there was another check before boarding the bus to the plane. They took the water bottles that we had bought just before within the secure area. Unfortunately for us as almost not water was served during the flight. But we should have known when we booked Iberia, and that is also why we were at home with a delay of five hours...

Wichtig: Auf dem Flughafen muss man eine Ausreisesteuer (aktuell $26) berappen. Anders als in anderen Ländern mit einer solchen Steuer muss sie hier vor dem Zoll und sogar vor dem Einchecken bezahlt werden. Wer eine halbe Stunde in der Schlange angestanden ist, wird sonst gleich vor dem Schalter hemmungslos wieder weggewiesen.
Important: At the airport you have to pay a tax (at the moment $26) before leaving Costa Rica. But different than in other countries that require such a tax, you have to pay before check-in. It does not matter whether you were waiting for half an hour, just before the counter they will send you back to field one if you have not paid already.
Plaza de la Cultura

Plaza de la Cultura

Plaza de la Cultura

A relaxing shoeblack

Ein Schuhputzer erholt sich

A relaxing shoeblack

Street musicians

Strassenmusikanten

Street musicians

There always is something to fix

Es gibt immer etwas zu reparieren

There always is something to fix

Restaurant La Criollita

Restaurant La Criollita

Restaurant La Criollita

Zum Abschluss noch einen herzlichen Dank an Andreas Kramer, dass er diese tolle Reise mit mir unternommen hat. Wir kennen uns bereits seit einigen Jahren aus dem Akademischen Chor Zürich und besuchen regelmässig dieselben Konditionstrainings. Ein grosser Dank geht an Katharina Müller von travel-to-nature und Evelyn Alvarez Sanchez von Mapache Tours in Costa Rica für die Organisation der Reise.

To end this travelogue I would like to thank very much Andreas Kramer that he undertook this great trip together with me. We have been knowing each for several year as we are both members of the Academic Choir Zürich and visit the same workouts on a regular basis. Another big thank goes to Katharina Müller from travel-to-nature and Evelyn Alvarez Sanchez from Mapache Tours in Costa Rica for the organization of our tour.

Nützliche Links auf weitere Informationen:

Some useful links for additional information:

Avatar Marco Nef QR code

Bevor Sie diese Seite verlassen...

Before you leave this page...

Gefällt Ihnen dieser Reisebericht? Konnten Sie davon einen Nutzen ziehen? Es würde mich sehr freuen, wenn Sie dafür meine Seiten auf Facebook und Instagram liken, oder eine kleine Spende hinterlassen. Das geht ganz einfach: Gehen Sie auf die Seite paypal.me/marconefphotography oder scannen Sie den QR-Code. Vielen Dank!

Do you like this travelogue? Were you able to benefit from it? I would be very happy if you like my pages on Facebook and Instagram or leave me a small donation in return. This is very simple: Go to paypal.me/marconefphotography or scan the QR code. Thank you very much!