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Ireland

27.05. - 12.06.2010

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Kylemore Abbey, Galway

Freitag, 04.06.2010

Die Fahrt von Westport zu unserem ersten Stopp, der Kylemore Abbey führt wie so oft in Irland durch eine verlassene Gegend, diesmal ein Gebirge - was ich als Schweizer allerdings eher als Hügelland­schaft bezeichnen würde. Die Fahrt ist deshalb sehr schön, man möchte sich gar nicht auf die Strasse konzentrieren, doch das ist wohl nicht zu empfeh­len. Schliesslich erreichen wir den See, an dem das Kloster gebaut ist. Von der letzten Brücke vor der Abzweigung hat man bereits eine wunderschöne Sicht auf das Kloster, noch besser wird es aber auf dem Weg vom Parkplatz zum Besucherzentrum.

Esssaal in der Kylemore Abbey
Dinner room at Kylemore Abbey

Die Kylemore Abbey und die Victorian Walled Gardens, also von einer Mauer umrahmte Gärten im viktorianischen Stil, sind ein grosser Besuchermag­net. Weil wir recht früh angekommen sind über­winden wir den Drang, zuerst in das Café zu sitzen und machen uns auf den Weg zum Klostergebäude. Hier werden wir gleich von einer Frau empfangen, die Touren durch das Haus anbietet. Wir scheinen allerdings die einzigen Interessierten zu sein, und so geniessen wir eine individuelle Tour. Hier erfahren wir auch, dass dieses Kloster bis eine Woche vor unserem Besuch noch eine Mädchenschule war. Die Abschlussprüfungen sind noch im Gange.

Kylemore Abbey

Im Rahmen der Führung und auch individuell kann man nur eine kleine Auswahl der Räume besuchen. Hier sieht man Möbel aus edlen Materialien ausge­stellt, wie das in solchen Häusern üblich ist.

Nach dem Besuch des Klosters gehen wir noch einige Meter weiter dem See entlang bis zur goti­schen Kirche. Das vom Umgebungslicht hell durch­flutete Steingebäude ist innen zweckmässig verziert, aber auf keinen Fall kitschig, wie man das bei Klö­stern oft antrifft. Auch die Umgebung ist wunder­schön, auf der anderen Seite des Sees sieht man den Connemara Nationalpark.

Gotische Kirche
Gothic Church

Der Weg zu den viktorianischen Gärten führt wiederum am Eingang vorbei. Man folgt rund einen Kilometer der Strasse, bis man die Gärten erreicht. Die Anlage hat mir persönlich nicht so gut gefallen, es ist aber auch eher ein Nutzgarten als ein Zier­garten wie in Versailles oder Wien. Die Pflanzen sind zu einem grossen Teil Gemüse und Kräuter. Interessant sind aber die zwei Gebäude, die man innerhalb der Mauern besichtigen kann.

Aussicht von der Kylemore Abbey
View from Kylemore Abbey

Eines der Gebäude ist ein Geräteschuppen und Aufenthaltsraum für die Angestellten. Die engen Räume werden mit Torf beheizt. Hier kann man sel­ber riechen, wie das wohl wahr in früheren Jahren. Scheinbar werden auch heute noch Häuser in Irland so beheizt. Das zweite Haus ist dasjenige des Chef­gärtners, der auch hier wohnte. Dieses Haus hat zwar ebenso recht kleine Räume, die Innenaus­stattung ist aber viel nobler.

Torf zum Heizen der Häuser
Peat used for house heating

Schliesslich verschlechterte sich auch das Wetter und wir machten uns auf den Weg zurück zum Besucherzentrum. Dort genossen wir im Restaurant Suppe und Sandwitch, danach versuchten wir im riesigen Souvenirshop etwas für die Daheimge­bliebenen zu finden. Die Auswahl ist sehr gross, und es gibt sogar Sachen, die man ohne schlechtes Gewissen verschenken kann. Für mich selber kaufte ich einen ganz speziellen Honig mit Ingwer, was allerdings ein Fehlgriff war.

Victorian Walled Gardens

Schliesslich setzten wir uns am frühen Nachmittag wieder ins Auto und machten uns auf den Weg nach Galway. Kurz nach der Abfahrt entdeckten wir auf der linken Strassenseite eine Herde wilder Ziegen. Diese leben im Connemara National Park, den wir aber leider aus Zeitgründen nicht besucht haben. Dort könnte man diverse schöne Wanderungen unternehmen, was aber natürlich viel Zeit braucht.

Kathedrale von Galway
Galway Cathedral

Als erstes besuchten wir in Galway die Kathedrale. An ihr erkennt man, dass Irland ein katholisches Land ist und nicht zu Grossbritannien gehört. Eine so grosse Kirche, die fast schon an den Petersdom in Rom erinnert, würde auf der anderen Seite der Grenze kaum gebaut werden. Danach machten wir uns auf den Weg zum Bed & Breakfast, wo wir zuerst unter Anleitung der Gastgeberin möglichst platzsparend parkieren mussten. Später machten wir uns zu Fuss auf, die Stadt zu erkunden.

Kathedrale von Galway
Galway Cathedral

An diesem Wochenende fand in Galway ein Festival statt. Die Strassen im Ortskern waren deshalb abge­sperrt und viele Leute füllten die Strassen auf. Ge­gen Abend gab es immer mehr Musiker, die in den Strassen für Unterhaltung sorgten. Die grosse An­zahl Polizisten wurde auch immer wichtiger, denn es gab sehr viele stark betrunkene Leute, die mit der Zeit auch auffällig wurden. Ähnlich wie in einem Fussballstadion durfte man nur Plastikbecher bei sich haben, Flaschen wurden den Leuten wegge­nommen.

Galway

Nach einem exzellenten asiatischen Essen erkunde­ten wir noch den Hafenbereich, danach gingen wir zu einem Pub, das uns unsere Gastgeberin empfoh­len hatte, weil dort nach guter Irischer Sitte abends traditionelle Musik gespielt werde. Da war aber nicht so viel los, also gingen wir bald wieder zurück und gönnten uns einen langen Schlaf.

Friday, 04.06.2010
Kylemore Abbey
Kylemore Abbey
Gotische Kirche bei Kylemore Abbey
Gothic Church at Kylemore Abbey
Haus der Arbeiter der Gärten
Workman's house at the Gardens
Haus des ehemaligen Chefgärtners der Gärten
Former head gardeners house at Walled Gardens
Kylemore Abbey
Wildziege im Connemara Nationalpark
Wild goat at Connemara National Park
Kathedrale von Galway
Galway Cathedral
Kathedrale von Galway
Galway Cathedral
Wandmalerei in Galway
Mural in Galway
Pub in Galway
Griffin Lodge, Galway

Bed & Breakfast in Galway

Griffin Lodge
3 Father Griffin Place
Galway

Die sehr nette Gastgeberin zeigte uns, wie man das Auto optimal platzsparend parkieren kann. Die Nacht war trotz zentraler Lage angenehm ruhig und das Frühstück frisch und genüsslich.

The very nice host instructed us in parking the car optimally where there was almost no space. The night was comfortable and quiet being so central. The breakfast was fresh and delicious.

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