Wappen Madagaskars | Flag of Madagascar

Madagaskar

02.09. - 23.09.2006

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Antananarivo

Die Anreise nach Antananarivo (kurz: Tana), der Hauptstadt Madagaskars, stellte sich bereits als kleines Abenteuer heraus. Begonnen hat es am Flughafen Zürich, wo zuerst die Dame am Check-in fragte, wo denn Tana sei. Dachte immer, die kennen alle wichtigen Orte auf der Welt, aber man kann sich bekanntlich täuschen. Als das geklärt war, stellte sich heraus, dass der Alitalia-Flug nach Mailand so viel Verspätung haben wird, dass ich den Langstreckenflug verpassen würde. Ganz unbürokratisch wurde ich also auf einen Swiss-Flug umgebucht, ebenso eine ganze Menge anderer Schweizer, die ich später treffen sollte.

Landeanflug auf Antananarivo
Landing procedure at Antananarivo

Danach ging alles gut, der Service an Bord von Air Madagaskar war makellos. Nach der Zwischenlandung in Nosy Bé war das Flugzeug fast leer und es wurde auch nicht mehr Italienisch gesprochen. Vorher war das Flugzeug voll von Italienern, die auf dieser Insel im Norden von Madagaskar ihre Badeferien verbringen wollten. Nach den Zollformalitäten (siehe Tipp unten) kam dann die böse Überraschung: Mein Hauptgepäck (und auch das einiger anderer Schweizer) wurde in Mailand nicht eingeladen. Schnell war eines klar: Ich war zwar gerade in einem der ärmsten Länder der Welt angekommen, doch hier funktionierte vieles besser als im sogenannt entwickelten Land Italien.

Eine kleine afrikanische Anekdote: Zuerst mussten alle Leute, deren Gepäck nicht angekommen war, in ein kleines Büro, um dort die Daten zum Gepäck und den Aufenthaltsort für die nächsten Tage zu registrieren. Anschliessend mussten wir durch diverse Gänge in ein anderes Büro gehen, um einen Gutschein über 100'000 Ariary (zirka 40 Euro) zu erhalten. Um den Gutschein einzulösen mussten wir schliesslich noch zu einem Schalter gehen, wo wir gegen eine Unterschrift das Geldbündel ausgehändigt bekamen. Lustig an dieser Geschichte ist aber nicht, dass in Madagaskar alles sehr gut organisiert zu sein scheint, sondern dass wir in jedem der Büros denselben Beamten antrafen.

Avenue de l'Independance

The trip from Zürich to Antananarivo (short: Tana) which is the capital of Madagascar, seemed to becoma a little adventure by itselve. It all began in Zürich where the girl at the checkin desk asked where Tana was. I had always thought that they knew all places on the globe but she seemed to be new in business. After I had told her she read on the screen that my flight with Alitalia to Milan was delayed. Actually it was so much delayed that I would miss the long distance flight to Madagascar. In a very unbureaucratic way she was able to book a Swiss flight. The same was done for a whole bunch of Swiss people that I was to meet later.

Monument aux Morts, Lac Anosy

After that it went quite well. Service on board the Air Madagascar was excellent. After a short stop in Nosy Bé the plane was almost empty as most Italian people had left to spend their holidays at the beach on that island. After the customs (see tips below) I got a bad surprise: My luggage (and also the one of many other Swiss) was still in Milan. One thing was clear: I had just arrived in one of the poorest countries on earth, but here things were working better than in the so called developped country Italy.

A little African annecdote: Everyone whose luggage had not arrived hat first to go to a small office. We had to deposit information about the missing luggage and an address for the next few days. After that we had to go through the airport building to another building where we received a voucher for 100'000 ariary (about 40 Euros). This voucher was to be changed to real money, so we had to go to another desk where we were given the bunch of money after signing a sheet. Funny about this story is not the fact, that everything in Madagascar seems to be well organized. No, it the fact that the guy behind all that desks was allways the same one.

Für die Einreise nach Madagas­kar wird ein Visum benötigt. Dieses kann bereits in Europa besorgt werden (Fr. 60 respektive 38 Euro), wer hingegen bereit ist, einige Minuten zu warten und sich das Visum erst bei der Einreise zu beschaffen, der zahlt nur 12 Euro. Zumindest bei den Flügen aus Mailand, die über Nosy Bé verkehren, hat es in Antananarivo keine grosse Warteschlange vor dem Zoll.
Die Währung in Madagaskar heisst Ariary. 1 Euro ist ungefähr 2500 Ariary wert. Die besten Wechselkurse gibt es am Flughafen, also nicht warten, bis man in der Stadt ist. Unbedingt die Quittung behalten, denn ohne diese kann man das Restgeld bei der Ausreise nicht zurückwechseln.
A visa is needed to enter Madagascar. It can be bought a the embassy of Madagascar in your country (Fr. 60 or 38 Euros). If it is ok for you to wait a few minutes at the customs you may also by the visa upon your entry. There it only costs 12 Euros. At least when flights from Mailand arrive that came via Nosy Bé there are not many passengers queueing at the customs.
 
The currency in Madagascar is called Ariary. 1 Euro is worth about 2500 Ariary. The best exchange rates are at the airport. So you should not wait to change downtown. It is important to keep the receipt because without it you cannot change the rest of your money when leaving Madagascar.
Antananarivo

Da war ich also ganz alleine in einem fremden Land und ganz ohne Gepäck. Glücklicherweise hatte ich meinen Flug über Priori gebucht. Dabei sind der Transfer vom Flughafen ins Stadtzentrum und die erste Übernachtung im Preis inbegriffen. Die Leute von Priori haben mir auch geholfen, dass ich von Air Madagaskar Geld bekommen habe, denn schliesslich muss man sich ein paar Kleider kaufen, wenn der nächste Flug aus Mailand erst nach drei Tagen ankommt.

Als erstes verbrachte ich zwei Tage in der Hauptstadt. Bereits nach dem ersten Tag hatte ich allerdings das Gefühl, alles sehenswerte gesehen zu haben. Die Hauptstadt ist nicht besonders schön, es hat viele Bettler (Frauen und Kinder), die einen alle paar Sekunden ansprechen, und viele Marktleute, die Sachen verkaufen, die man zumindest zu Beginn einer Reise nicht gebrauchen kann, weil sie zu gross sind. Während dieser Zeit hatte ich mich im Karibotel an der Avenue de l'Independance eingemietet. Dieses Hotel ist nicht gerade das billigste (29 Euro pro Nacht im Doppelzimmer), dafür hat es Fernseher inklusive Satellitenprogramm. Und es hat dort auch ein Restaurant, was ein Vorteil ist, wenn man alleine in der Stadt ist, denn in der Nacht sollte man sich nicht draussen bewegen, schon gar nicht alleine.

Am dritten Tag mietete ich ein Fahrzeug mit Chauffeur und fuhr nach Andasibé, um mir den dortigen Nationalpark anzuschauen. Am vierten Tag kam ich zurück in die Hauptstadt, um das jetzt eingetroffene Gepäck abzuholen. Wiederum einen Tag später (Donnerstag) gab es glücklicherweise die einzige wöchentliche Flugverbindung nach Fianarantsoa (Aussprache: fnaran'tsu), kurz Fiana. Dadurch war es mir möglich, einen Tag einzusparen, denn mit der Taxi-Brousse würde man zwei Tage dahin brauchen.

Marché d'Artisanale, La Digue

Wirklich sehenswert in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo ist der Marché d'Artisanale in La Digue (Vorort von Tana). Diesen Markt erreicht man ganz einfach mit dem Taxi. Die Künstler aus Ambositra (Aussprache: am'buschtr) kommen hierher und verkaufen dieselben Werke wie in Ambositra. Es gibt also eigentlich fast keinen Grund, die Souvenirs bereits während der Reise zu kaufen (und zu transportieren...). Besser kommt man am letzten Tag der Ferien hierher und gibt den Rest des Geldes aus. Es ist allerdings schwierig, sich alle Angebote anzuschauen, bevor man durch die Verkäufer überredet wird, ihnen etwas abzukaufen. Wie überall in Madagaskar sind sie sehr handelstüchtig und versuchen schon von weitem durch Zurufen zu erreichen, dass man in ihre "Läden" eintritt. Wenn sie das einmal geschafft haben, so ist es wichtig, dass man handelt und nicht einfach nach dem Preis fragt. Manche Verkäufer weisen sogar darauf hin, dass es jetzt an einem liegt, einen weiteren Vorschlag für den Preis zu machen. Man kriegt also sozusagen Unterricht.

Eines der vielen Taxis von Tana
One of the many taxis in Tana

So there I was in a foreign country and had no luggage. For god's sake I had booked my flight with Priori. When booking a flight with that company the price includes the transfer from the airport to the city center and also the first night. The people from Priori also helped me to get money from Air Madagascar. The next flight from Milan only arrived three days later, so I had to buy some clothes.

I spent two days in the capital. Already after the first of those two days I had the feeling of having seen everything that might be interesting. The city is not very nice, and there are lots of beggars (women with their babies) who try to talk to you every few seconds. There are also lots of traders who try to sell you things you do not want or cannot carry with you when travelling. During that time I stayed at the Karibote at the Avenue de l'Independance. That hotel is not very cheap (29 Euros for a double per night), but it has satellite TV. There is also a restaurant which is not bad if you are staying lonely in a city where you should not leave the hotel during nighttime.

The third day I rent a taxi and drove to Andasibé where I wanted to visit the national park. The day after I returned to the capital in order to receive my luggage that had finally arrived. And the day after that (Thursday) I was happy that it was the day with the only flight to Fianarantsoa (spoken: fnaran'tsu), short Fiana. This helped me saving one day that I had lost. By taxi-brousse it would have taken two days getting there.

Really worth visiting in the capital is the Marché d'Artisanale in La Digue just outside Tana. You get to that market by taxi. The artists from Ambositra (spoken: am'buschtr) come here to sell the same things you can buy in Ambositra. So actually there is no reason buying any souvenirs while travelling around and taking them with you all the time. It is a much better idea comming here on the last day of your holidays and spending the rest of your money. But be warned: It is not easy to just have a look at the items and not buy any item before having visited all shops. You are expected to bargain.

Marché d'Artisanale in La Digue
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