Baobabs in Madagaskar

Madagaskar

Madagascar

Während drei Wochen bin ich auf dieser wunderschönen Insel gereist. Drei Wochen reichen leider überhaupt nicht, um alle Hauptattraktionen zu besuchen. Es ist in dieser Zeit aber möglich, die unterschiedlichen Zonen des Landes (den Regenwald im Osten, das Zentralgebirge und die Trockengebiete im Westen) zu sehen und damit einen guten Eindruck zu erhalten.

I was travelling for three weeks on the beautiful island of Madagascar. Unfortunately, three weeks are by far not enough to visit only the main spots of this country. But it's possible to get a good impression of the different zones and climates (rain forest in the eastern areas, the central mountains and high lands and finally the dry landscapes in the western parts) in this short time.

Samstag, 02.09.2006 - Samstag, 23.09.2006

Saturday, 02.09.2006 - Saturday, 23.09.2006

Antananarivo

Die Anreise nach Antananarivo (kurz: Tana), der Hauptstadt Madagaskars, stellte sich bereits als kleines Abenteuer heraus. Begonnen hat es am Flughafen Zürich, wo zuerst die Dame am Check-in fragte, wo denn Tana sei. Dachte immer, die kennen alle wichtigen Orte auf der Welt, aber man kann sich bekanntlich täuschen. Als das geklärt war, stellte sich heraus, dass der Alitalia-Flug nach Mailand so viel Verspätung haben wird, dass ich den Langstreckenflug verpassen würde. Ganz unbürokratisch wurde ich also auf einen Swiss-Flug umgebucht, ebenso eine ganze Menge anderer Schweizer, die ich später treffen sollte.

The trip from Zürich to Antananarivo (short: Tana) which is the capital of Madagascar, seemed to becoma a little adventure by itselve. It all began in Zürich where the girl at the checkin desk asked where Tana was. I had always thought that they knew all places on the globe but she seemed to be new in business. After I had told her she read on the screen that my flight with Alitalia to Milan was delayed. Actually it was so much delayed that I would miss the long distance flight to Madagascar. In a very unbureaucratic way she was able to book a Swiss flight. The same was done for a whole bunch of Swiss people that I was to meet later.

Danach ging alles gut, der Service an Bord von Air Madagaskar war makellos. Nach der Zwischenlandung in Nosy Bé war das Flugzeug fast leer und es wurde auch nicht mehr Italienisch gesprochen. Vorher war das Flugzeug voll von Italienern, die auf dieser Insel im Norden von Madagaskar ihre Badeferien verbringen wollten. Nach den Zollformalitäten (siehe Tipp unten) kam dann die böse Überraschung: Mein Hauptgepäck (und auch das einiger anderer Schweizer) wurde in Mailand nicht eingeladen. Schnell war eines klar: Ich war zwar gerade in einem der ärmsten Länder der Welt angekommen, doch hier funktionierte vieles besser als im sogenannt entwickelten Land Italien.

After that it went quite well. Service on board the Air Madagascar was excellent. After a short stop in Nosy Bé the plane was almost empty as most Italian people had left to spend their holidays at the beach on that island. After the customs (see tips below) I got a bad surprise: My luggage (and also the one of many other Swiss) was still in Milan. One thing was clear: I had just arrived in one of the poorest countries on earth, but here things were working better than in the so called developped country Italy.

Eine kleine afrikanische Anekdote: Zuerst mussten alle Leute, deren Gepäck nicht angekommen war, in ein kleines Büro, um dort die Daten zum Gepäck und den Aufenthaltsort für die nächsten Tage zu registrieren. Anschliessend mussten wir durch diverse Gänge in ein anderes Büro gehen, um einen Gutschein über 100'000 Ariary (zirka 40 Euro) zu erhalten. Um den Gutschein einzulösen mussten wir schliesslich noch zu einem Schalter gehen, wo wir gegen eine Unterschrift das Geldbündel ausgehändigt bekamen. Lustig an dieser Geschichte ist aber nicht, dass in Madagaskar alles sehr gut organisiert zu sein scheint, sondern dass wir in jedem der Büros denselben Beamten antrafen.

A little African annecdote: Everyone whose luggage had not arrived hat first to go to a small office. We had to deposit information about the missing luggage and an address for the next few days. After that we had to go through the airport building to another building where we received a voucher for 100'000 ariary (about 40 Euros). This voucher was to be changed to real money, so we had to go to another desk where we were given the bunch of money after signing a sheet. Funny about this story is not the fact, that everything in Madagascar seems to be well organized. No, it the fact that the guy behind all that desks was allways the same one.

Avenue de l'Independance

Avenue de l'Independance

Avenue de l'Independance

Monument aux Morts, Lac Anosy

Monument aux Morts, Lac Anosy

Monument aux Morts, Lac Anosy

Antananarivo

Antananarivo

Antananarivo

Eines der vielen Taxis von Tana

Eines der vielen Taxis von Tana

One of the many taxis in Tana

Da war ich also ganz alleine in einem fremden Land und ganz ohne Gepäck. Glücklicherweise hatte ich meinen Flug über Priori gebucht. Dabei sind der Transfer vom Flughafen ins Stadtzentrum und die erste Übernachtung im Preis inbegriffen. Die Leute von Priori haben mir auch geholfen, dass ich von Air Madagaskar Geld bekommen habe, denn schliesslich muss man sich ein paar Kleider kaufen, wenn der nächste Flug aus Mailand erst nach drei Tagen ankommt.

So there I was in a foreign country and had no luggage. For god's sake I had booked my flight with Priori. When booking a flight with that company the price includes the transfer from the airport to the city center and also the first night. The people from Priori also helped me to get money from Air Madagascar. The next flight from Milan only arrived three days later, so I had to buy some clothes.

Als erstes verbrachte ich zwei Tage in der Hauptstadt. Bereits nach dem ersten Tag hatte ich allerdings das Gefühl, alles sehenswerte gesehen zu haben. Die Hauptstadt ist nicht besonders schön, es hat viele Bettler (Frauen und Kinder), die einen alle paar Sekunden ansprechen, und viele Marktleute, die Sachen verkaufen, die man zumindest zu Beginn einer Reise nicht gebrauchen kann, weil sie zu gross sind. Während dieser Zeit hatte ich mich im Karibotel an der Avenue de l'Independance eingemietet. Dieses Hotel ist nicht gerade das billigste (29 Euro pro Nacht im Doppelzimmer), dafür hat es Fernseher inklusive Satellitenprogramm. Und es hat dort auch ein Restaurant, was ein Vorteil ist, wenn man alleine in der Stadt ist, denn in der Nacht sollte man sich nicht draussen bewegen, schon gar nicht alleine.

I spent two days in the capital. Already after the first of those two days I had the feeling of having seen everything that might be interesting. The city is not very nice, and there are lots of beggars (women with their babies) who try to talk to you every few seconds. There are also lots of traders who try to sell you things you do not want or cannot carry with you when travelling. During that time I stayed at the Karibote at the Avenue de l'Independance. That hotel is not very cheap (29 Euros for a double per night), but it has satellite TV. There is also a restaurant which is not bad if you are staying lonely in a city where you should not leave the hotel during nighttime.

Am dritten Tag mietete ich ein Fahrzeug mit Chauffeur und fuhr nach Andasibé, um mir den dortigen Nationalpark anzuschauen. Am vierten Tag kam ich zurück in die Hauptstadt, um das jetzt eingetroffene Gepäck abzuholen. Wiederum einen Tag später (Donnerstag) gab es glücklicherweise die einzige wöchentliche Flugverbindung nach Fianarantsoa (Aussprache: fnaran'tsu), kurz Fiana. Dadurch war es mir möglich, einen Tag einzusparen, denn mit der Taxi-Brousse würde man zwei Tage dahin brauchen.

The third day I rent a taxi and drove to Andasibé where I wanted to visit the national park. The day after I returned to the capital in order to receive my luggage that had finally arrived. And the day after that (Thursday) I was happy that it was the day with the only flight to Fianarantsoa (spoken: fnaran'tsu), short Fiana. This helped me saving one day that I had lost. By taxi-brousse it would have taken two days getting there.

Wirklich sehenswert in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo ist der Marché d'Artisanale in La Digue (Vorort von Tana). Diesen Markt erreicht man ganz einfach mit dem Taxi. Die Künstler aus Ambositra (Aussprache: am'buschtr) kommen hierher und verkaufen dieselben Werke wie in Ambositra. Es gibt also eigentlich fast keinen Grund, die Souvenirs bereits während der Reise zu kaufen (und zu transportieren...). Besser kommt man am letzten Tag der Ferien hierher und gibt den Rest des Geldes aus. Es ist allerdings schwierig, sich alle Angebote anzuschauen, bevor man durch die Verkäufer überredet wird, ihnen etwas abzukaufen. Wie überall in Madagaskar sind sie sehr handelstüchtig und versuchen schon von weitem durch Zurufen zu erreichen, dass man in ihre "Läden" eintritt. Wenn sie das einmal geschafft haben, so ist es wichtig, dass man handelt und nicht einfach nach dem Preis fragt. Manche Verkäufer weisen sogar darauf hin, dass es jetzt an einem liegt, einen weiteren Vorschlag für den Preis zu machen. Man kriegt also sozusagen Unterricht.

Really worth visiting in the capital is the Marché d'Artisanale in La Digue just outside Tana. You get to that market by taxi. The artists from Ambositra (spoken: am'buschtr) come here to sell the same things you can buy in Ambositra. So actually there is no reason buying any souvenirs while travelling around and taking them with you all the time. It is a much better idea comming here on the last day of your holidays and spending the rest of your money. But be warned: It is not easy to just have a look at the items and not buy any item before having visited all shops. You are expected to bargain.

Marché d'Artisanale, La Digue

Marché d'Artisanale, La Digue

Marché d'Artisanale, La Digue

Marché d'Artisanale, La Digue

Marché d'Artisanale, La Digue

Marché d'Artisanale, La Digue

Andasibe-Mantadia Nationalpark

Parc National d'Andasibe-Mantadia

Weil mein Gepäck nicht angekommen war musste ich also in Antananarivo warten. Und die Stadt gefiel mir gar nicht. Was konnte man da also tun? Bereits zuhause hatte ich geplant, bei meiner Rückkehr in die Hauptstadt zum Schluss der Reise noch für einen Tag in den Osten zum kleinen Parc National d'Andasibe-Mantadia zu fahren. Wieso das also nicht vorziehen? Gedacht, getan. Ich bin aus dem Hotel herausspaziert und habe mir ein Taxi genommen, um zur Taxi-Brousse Station zu fahren. Und so geschäftstüchtig wie die Madagassen sind, wird man immer zuerst gefragt, ob man das Auto nicht gleich für den ganzen Tag haben möchte - natürlich inklusive Chauffeur. Ich habe mich erkundigt, was mich das denn kosten würde, und als er meinte, für 40 Euro würde er es machen, da habe ich zugesagt. Man rechne: 300km bei denselben Benzinpreisen wie in Europa, Abfahrt um 8 Uhr und Rückkehr um 11 Uhr am folgenden Tag. Verpflegung und "Unterkunft" für den Fahrer inklusive... Die Strasse nach Andasibe ist geteert und gehört somit automatisch zu den besten in Madagaskar.

Because my luggage arrived late I had to stay and wait in Antananarivo. I didn't like that city at all. So what should I do? Already when I was planning my trip at home I had decided to spend a day in the Parc National d'Andasibe-Mantadia after my return to the capital. This park is located east of Tana. So why not do it now? I walked out of the hotel and looked for a taxi that should bring me to the taxi-brousse station. Taxi drivers are great business men and so they ask you as one of the first thing what your plans are. Their offer is always clear: Hire me for all your trips, no matter how short or long they are. So I asked him how much he wanted, and as he replied 40 Euros I agreed. Little calculation: 300km with about the same gas prices as in continental Europe, departure at 8 o'clock and return at 11 o'clock the following day. Drivers food and accomodation included... The street to Andasibe is paved and might be seen as one of the best in Madagascar.

Nach rund drei Stunden kamen wir beim Nationalpark an. Und gleich musste ich ein paar Sachen lernen, die man unbedingt beachten sollte, wenn man in Madagaskar einen Nationalpark besuchen möchte:

We arrived at the national park about three hours later. And I had to learn a few things immediately that should be considered whenever you visit a national park in Madagascar:

  • Für den Besuch der Nationalparks muss man jeweils einen Eintritt bezahlen. Dieser Eintritt ist für die einzelnen Parks unterschiedlich teuer, der Preis wird aber durch die Nationalparkbehörde ANGAP festgelegt und ist auch irgendwo auf einem Papier in einem Kasten angeschrieben. Somit muss man also keine Angst haben, betrogen zu werden.
  • Betreten darf man die Nationalparks nur in Begleitung eines lokalen Führers. Wenn man beim Nationalpark eintrifft, so wird man gleich bestürmt, denn die Führer verdienen nur Geld, wenn sie Touristen finden, die mit ihnen in den Park gehen. Die Preise für die Führer werden ebenfalls durch die Nationalparkbehörde ANGAP festgelegt und sind ebenfalls angeschrieben.
  • Der Preis für den Führer ist derselbe für bis zu drei Personen. Das ist also insbesondere dann wichtig, wenn man alleine reist. Es kann sich lohnen, einen Moment zu warten und andere Touristen zu fragen, ob man sich den Preis teilen möchte.
  • There is always an entrance fee at the national parks. The height of this fee depends on the park and its popularity. It is fixed by the national park covernance ANGAP and is also published around the office. So at least in theory there should not be any fraud.
  • You're only allowed to enter the national park if accompanied by a local guide who you have to hire. Upon arrival at the park entrance there are lots of them. And they try to get you as a customer because they only earn money if they can conduct tourists. The prices for the guides are also fixed and published by the ANGAP
  • The prices for the guides are the same for up to three persons. That's a point to consider if you're travelling alone. It may be worth waiting for other people and asking the to share the price.

Ich habe also den Eintritt gelöst, mit einem Führer einen Termin abgemacht und bin dann zuerst im Restaurant, das gleich beim Eingang des Nationalparks ist, etwas essen gegangen. Während der Mahlzeit sind noch zwei junge Französinnen eingetroffen, die noch so froh waren, ein wenig Geld zu sparen. Ich habe den Führer gleich auch noch für die Nacht-Tour engagiert. Was ich zu diesem Moment aber noch nicht wusste: Es gibt zwei Tafeln mit Preisen: Eine ist ausserhalb des ANGAP-Büros und listet die offiziellen Preise auf. Die andere Tafel steht im Restaurant in einer Ecke hinter einem Tisch und wird präsentiert, wenn man mit den Führern spricht... Überflüssig zu erwähnen, dass die Preise nicht identisch sind.

So I payed the entrance fee, agreed on a appointment with a guide, and went to the restaurant that's just next to the park entrance in order to eat something. During this time two French girls arrived who were happy to share a guide and save some money. I engaged the same guide also for the nocturnal tour. But there was one thing I didn't know at that moment: There are two panels showing the prices for the tours. One of them is outside the ANGAP office and shows the official prices. The other is a chalk board in a corner of the restaurant behind a table and is presented while you're talking with the guide about the possible tours... Needless to say that the prices aren't the same.

Indri, die grösste Lemurenart

Indri, die grösste Lemurenart

Indri, the largest lemur species

Lac Vert

Lac Vert

Lac Vert

Sicht vom Bungalow

Sicht vom Bungalow

View from the bungalow

Maki-Familie

Maki-Familie

Maki family

Die Führer bieten im Parc National d'Andasibe-Mantadia drei verschiedene Touren an. Die meisten Touristen machen wahrscheinlich jene für 3-4 Stunden (Circuit Indri 2). Man bewegt sich teilweise auf Pfaden im Regenwald, wenn man Lemuren entdeckt verlässt man auch mal diese Wege und kämpft sicht durch das Dickicht. Die Führer wissen ziemlich genau, wo sich die Lemuren aufhalten, denn die Familien dieser affenähnlichen Tiere bewohnen Reviere, die sie notfalls auch gegen Eindringlinge verteidigen. Ich hatte ziemlich viel Glück und konnte neben den Indris auch noch Makis und weitere Lemuren-Arten beobachten. Die Indris sind die grössten Vertreter der Lemuren und sind fast nur noch in diesem Nationalpark zu finden. Es ist aber schade, wenn man die Augen nur auf die Lemuren richtet, denn die Pflanzen-Vielfalt ist im Regenwald unglaublich. Man entdeckt alle paar Meter eine Pflanze, die man noch nie gesehen hat. Schliesslich sind rund 70% aller Spezies der Fauna und Flora Madagaskars endemisch, kommen also nirgends auf der Welt vor ausser hier.

There are three different tours that can be booked in Parc National d'Andasibe-Mantadia. I guess that most tourists do the 3-4 hours tour (Circuit Indri 2). Mostly you're walking on the paths in the rain forest. But when there are signs of lemurs you leave them and fight your way through the bush. The guides know most areas where the families of the ape-like animals live. Those families have their estuaries and also protect them from intruders. I had quite a good luck and could observe indris, makis and also other lemurs. Indris are the largest species of lemurs and can only be found in the region of this national park. But it's important to point out that it is a pity if you're only looking for lemurs. There is a large variety of plants in the rain forest. Walk only a few meters and you can find a plant that you have never seen before.

Ebenfalls empfehlenswert ist eine Nacht-Tour. Das Ziel ist da vor allem, Chamäleone zu sehen. Diese Tiere kann man bekanntlich am Tag kaum entdecken. Man läuft deshalb im Dunkeln entlang der Strasse (das Betreten des Nationalparks ist in der Nacht verboten) und leuchtet mit Taschenlampen ins Gebüsch. Also auf keinen Fall die Lampe vergessen, denn das Erlebnis, selber ein Chamäleon zu entdecken, ist noch viel besser, als sich die vom Führer anzuschauen. Die Tiere entdeckt man relativ einfach, denn ihre Haut reflektiert im Gegensatz zu den Blättern das Licht der Lampen. Wenn man eine Kamera mit einem guten Makro-Bereich besitzt, so ergibt das wunderschöne Photos. Die Tiere, die ich hier gesehen habe, waren allerdings ziemlich klein (bis zu ca. 10cm mit eingerolltem Schwanz), im weiteren Verlauf meiner Reise habe ich dann auch noch grössere Exemplare gesehen.

I also recommend the nocturnal tour where you try to find chameleons. Those animals - as it's well known - can hardly be seen in daylight. The tour follows the street along the borders of the national park because it's illegal to enter the park in the night. The chameleons can be discovered by using a torch as their skin, unlike the leafes, reflects the light. It's not that difficult. But you should bring your own torch because it's a much better experience to find one yourself than just waiting for the guide to discover them. You should also bring a camera that has a good macro. It's possible to take unbelievable images. The chameleons I could see that night were not very large (up to about 10cm, their tail rolled), later I had the chance to see much larger examples.

Übernachtet habe ich in den Bungalows des Hotels Feon'ny Ala. Es gibt dort Bungalows in verschiedenen Grössen, alle mit Dusche, WC und Moskitonetz. Das Hotel ist direkt am Kanal gelegen, der den Nationalpark begrenzt. Im zugehörigen Restaurant kann man gut essen, und beim Morgenessen auf der Terasse über dem Kanal konnte ich sogar noch den Gesang der Indris hören, der sogar musikalischen Ansprüchen genügen kann! Ich wollte sogar eine Aufnahme davon machen, doch leider hat das nicht funktioniert, weil ich zu diesem Zeitpunkt meine neue Kamera noch zuwenig gut kannte.

In the night I was staying at one of the bungalows of the hotel Feon'ny Ala. They have bungalows of different sizes, all with shower, toilet and musquetaire. It's located at the chanal that builds the border of the national park. There is also a restaurant. at the hotel that serves quite good food. And while eating breakfast on the terasse above the channel I could listen to the chants of the indris that may delight musicians ears!

Kleiner Frosch (ca. 2cm)

Kleiner Frosch (ca. 2cm)

Little frog (about 2cm)

Chamäleon

Chamäleon

Chameleon

Chamäleon

Chamäleon

Chameleon

Hotel Feon'ny Ala (Bungalows)

Hotel Feon'ny Ala (Bungalows)

Hotel Feon'ny Ala (Bungalows)

Fianarantsoa

Es war schon ziemliches Glück, dass die einzige wöchentliche Flugverbindung von Antananarivo nach Fianarantosa (Aussprache: fnaran'tsu; Kurzform: Fiana) am Donnerstag ist, also exakt am Tag, nachdem mein Gepäck angekommen war. Ich habe diesen Flug kurzfristig gebucht, um wieder einen Tag zu gewinnen. Mit der Taxi-Brousse benötigt man zwei Tage für diese Strecke. Der Flug mit der Twin-Otter ist ziemlich speziell: Es haben maximal 19 Personen Platz (auf diesem Flug waren es sechs Passagiere, ein Flight Attendant und zwei Piloten), man fliegt nicht sehr hoch, die Cockpit-Türe war während des ganzen Fluges offen, sodass man die Piloten bei der Arbeit beobachten konnte. Nach der Ankunft in Fiana bietet Air Madagascar den Transport in die Stadt an, was gratis ist. Allerdings muss man warten, bis die Arbeiter den Flughafen "abgeschlossen" haben, denn sie kehren mit diesem Bus von der Arbeit nach Hause zurück. Ich war der einzige Vazahy (Fremde) im Flugzeug und somit die einzige Person, die nicht durch jemand anders abgeholt wurde. Mich haben sie aber direkt vor dem Hotel abgeladen, was doch ein ziemlich toller Service ist.

I was really lucky that the only weekly aerial connection from Antananarivo to Fianarantsoa (speak: fnaran'tsu; short form: Fiana) was on Thursday. That was exactly the day after my luggage had finally arrived in Madagascar. I had booked that flight while staying in Tana. By that is was possible to win back one of the days I had lost in waiting. It takes two days from Tana to Fiana by taxi brousse. Flying with a Twin Otter is special: There is space for up to 19 passengers, but there were only six of us plus two pilots and the flight attendant. The elevation is not very high, and the cockpit door was open during the whole flight. So I had a chance to see all the instruments and the pilots working. After the arrival in Fiana Air Madagascar offers a free transportation of passengers to the town. But you have to wait until the workers at the airport close its doors. They return from work with the same car. I was the only vazahy (stranger) on the plane and the only person who was not picked up by family or business partners. So they brought me straight to the doors of my hotel. Not bad, this service.

Übernachtet habe ich die folgenden zwei Nächte und nach der Rückkehr aus Manakara im Tsara Guest House. Das ist wahrscheinlich eines der allerbesten Hotels in Madagaskar. Das teuerste Zimmer kostet 40 Euro. Dieses Zimmer hatte ich die ersten zwei Nächte. Und ich kann sagen: Es ist jeden Rappen wert. Es gibt aber auch noch andere Zimmer zwischen 14 (Dusche auf dem Korridor) und 30 Euro. Auch das Restaurant ist nett und die Küche exzellent. Wenn man dort das Frühstück einnimmt, so kann man sich am Buffet bedienen. Es ist anzumerken, dass ein Teil der Einnahmen der Übernachtungen für die Restauration der Altstadt (Haute-Ville) eingesetzt wird. Man unterstützt also die Erhaltung der dortigen Gebäude.

I was staying for two nights at the Tsara Guest House and another two nights in the same hotel after my return from Manakara. This is probably one of the very best hotels in Madagascar. The first two nights I was staying in the most expensive room. It cost me about 40 euros. And I must confess: It is worth every cent. There are also cheaper rooms from 14 (shared shower) to 30 euros. The restaurant is nice and the cooking excellent. In the morning there is a breakfast buffet. Please note that part of the price is used for the restoration of the old town (Haute-Ville). They support keeping the buildings in shape.

Am Abend meiner Ankunft habe ich im Hotel ein Paar aus Frankreich kennengelernt. Wir vereinbarten, am folgenden Tag zusammen ein Taxi zu mieten, um uns die Tee-Plantagen von Sahambavy anzuschauen. Dies ist die einzige Tee-Plantage Madagaskars. Dort kann man aber nicht nur sehen, wie der Tee fermentiert wird, sondern ihn auch gleich probieren (und natürlich kaufen). Im Eintritt inbegriffen ist ausserdem, dass man in der Plantage spazieren gehen kann. Das ist äusserst empfehlenswert, denn die Gegend ist durch die Pflanzen äusserst grün und entsprechend attraktiv für Photos. Man sollte allerdings möglichst vor zehn Uhr eintreffen, denn die Fermentierung ist um die Mittagszeit abgeschlossen. Danach gibt es in der Fabrik nichts mehr zu sehen.

In the evening of the day of my arrival I met a couple from France in the hotel lobby. We agreed on renting a taxi the following day, and visiting the tea plantations in Sahambavy. That are the only tea plantations in Madagascar. You can not only observer tea fermentation but also taste it (and buy...). The entrance fee includes the right to hike through the plantations. I recommend it very much to do a hike because the area shows a very intensive green color. That is interesting for taking pictures. But you should arrive early in the morning because the fermentation is done until about noot. Afterwards there is not much to see anymore.

Twin-Otter

Twin-Otter

Twin-Otter

Bahnstation in Fianarantsoa

Bahnstation in Fianarantsoa

Train station in Fianarantsoa

Tee-Produktion bei Sahambavy

Tee-Produktion bei Sahambavy

Tea production at Sahambavy

Tee-Plantage

Tee-Plantage

Tea plantation

Tsara Guest House

Tsara Guest House

Tsara Guest House

Haute-Ville

Haute-Ville

Haute-Ville

Am folgenden Tag habe ich den Zug nach Manakara genommen, bin aber nochmals nach Fianarantsoa zurückgekehrt, um von hier aus den Parc National de Ranomafana für anzuschauen. Danach habe ich die Taxi-Brousse nach Antsirabe genommen, um dort die Gruppe für die Tour in die Tsingys zu treffen.

The following day I took the train to Manakara. After that trip I returned to Fianarantsoa once again and visited the Parc National de Ranomafana from here. Finally I bought a seat in a taxi brousse to Antsirabe where I met the people of the group with which I was meant to visit the tsingys.

Zugfahrt nach Manakara

Train ride to Manakara

Von Fianarantsoa führt die momentan einzige funktionierende Eisenbahnlinie mit Personen-transport nach Manakara. Der Zug fährt zirka jeden zweiten Tag um sieben Uhr, es ist aber auch mit Ausfällen wegen technischen Problemen zu rechnen. Zum Kaufen des Tickets sollte man sich um sechs Uhr beim Bahnhof von Fianarantsoa in der Reihe aufstellen. Als Tourist ist es empfehlenswert, sich ein Ticket der ersten Klasse zu leisten. Wirklich teuer ist auch das nicht. Der Unterschied zwischen erster und zweiter Klasse besteht nicht etwa in breiteren Sitzen wie man es sich aus Europa gewohnt ist, sondern einzig in der Tatsache, dass auf jedem Sitz meistens nur eine Person sitzt.

At the moment, the only working train line in Madagascar that transports people runs from Fianarantsoa to Manakara. There are connections about every two days at seven in the morning, but you have to face delays and breakdowns anytime. You should arrive at the Fianarantsoa train station at around six o'clock in the morning to buy your tickets. There is a queue. I recommend tourists to buy a first class ticket. It is not very expensive. The difference between first and second class is not the way you may imagine: The provide the same compartments, but there are less passengers, usually only one per seat.

Ich bin also ganz früh aufgestanden und wie empfohlen um sechs Uhr morgens beim Bahnhof eingetroffen. Die Schlange war bereits ziemlich lang, der Schalter bis um halb sieben Uhr geschlossen. Danach ging es dann langsam los mit dem Verkauf der Tickets, gleichzeitig haben viele Leute Handelswaren in die Wagen gepackt. Der Zug bestand aus drei Personenwagen und nochmals drei Wagen für die Warentransporte. Um halb acht Uhr (man bemerke: eine halbe Stunde nach der fahrplanmässigen Abfahrt) hatte ich meinen Platz im Wagen der ersten Klasse. Um mich herum waren hauptsächlich Touristen, es gab aber auch einige Madagassen, die sich das leisten konnten.

So I got up really early and arrived at six o'clock at the station, as recommended. The queue was already quite long, but the desk stayed closed until half past six. After that they started to sell tickets. During that time many people loaded goods on the wagons. The train consisted of three passenger wagons and another three wagons for the transportation of goods. At half past seven (remark: half an hour after the scheduled departure) I had found a seat in a first class compartment. There were mostly tourists sitting around me, but there allways are some Malgaches who can afford to buy a first class ticket.

Wagen erster Klasse

Wagen erster Klasse

First class carriage

Unterwegs durch Bananenplantagen

Unterwegs durch Bananenplantagen

Passing through banana plantations

Reisfelder spiegeln den Himmeln

Reisfelder spiegeln den Himmeln

Rice paddies mirror the sky

Markt in einem Dorf an der Bahnlinie

Markt in einem Dorf an der Bahnlinie

Street market in a village along the railway

Langsam freundete man sich mit den anderen Passagieren an, tauschte Bananen und andere kleine Mahlzeiten, bis wir dann um halb zehn Uhr informiert wurden, dass der Zug erst um ein Uhr abfahren würde. Also mit sechs Stunden Verspätung... Ich begann mir schon mal auszurechnen, um welche Zeit wir in Manakara eintreffen würden: elf Uhr. Das bedeutete, dass ich das Meer nicht sehen würde, und am nächsten Morgen musste ich gleich wieder den Zug zurück nehmen, denn sonst hätte ich ein Zeitproblem. Das Meer habe ich dann wirklich nicht gesehen, was sicher schade ist, aber dafür hatte ich noch einen Tag, um den Parc National de Ranomafana zu besuchen, was sicher ein grösseres Erlebnis war.

Slowly one started talking with the other passengers, shared bananas and other little pieces of food. It was not before half past nine that we were informed that the train would not depart before one in the afternoon, which meant a six hour delay... I started calculating the estimated arrival time for Manakara: eleven in the night! That meant that I would not see the sea, and the next morning I had to return immediately or I would have had a problem with my travel schedule. It's a pity I could not see the sea, but I think it was worth much more returning and having the time to visit Parc National de Ranomafana.

Wenn der Zug dann mal endlich abfährt, so befindet man sich rasch in einem Gebiet, dass nur mit der Eisenbahn erreichbar ist. Der Regenwald ist zwar kaum mehr in seiner ursprünglichen Form vorhanden, stattdessen fährt man druch endlose Bananenplantagen. Die Leute, die hier wohnen, sind darauf angewiesen, mit den Passagieren Geschäfte zu machen, denn es gibt keine Strassen zu ihren Dörfern. Entsprechend gibt es bei jedem Halt eine riesige Anzahl Menschen, die zum Bahnhof strömen. Man kann alles kaufen, was hier wächst, insbesondere Bananen und Produkte aus Reis. Und es kostet fast nichts! Ich habe zum Beispiel für 400 Ariary (zirka 15 Eurocent) rund zwanzig kleine Bananen gekauft, die so gut waren, wie man sie in Europa nie kriegen kann. Auf den ersten Blick ist man zwar etwas vorsichtig bei den anderen Sachen, aber weil alles frittiert ist, ist alles absolut unbedenklich. Das hat mir sogar ein italienischer Arzt gesagt, der im Abteil gegenüber sass.

After leaving Fianarantsoa the train soon reaches a region where the only connection to the rest of the world is by train. Allthough there is not much left of the rainforest in its original form, the look is still very impressive. There are lots of banana plantations. People living in this region make their life in doing business with the travellers. There is no other way as there are no streets leeding to their villages. Thus, as you can imagine, there are always lots of people whenever the train stops. They sell everything that grows here, but mainly bananas and products made of rice. And it does not cost much more than nothing! For example I bought about twenty small bananas for 400 ariary (about 15 Euro cents). And they were much better than any banana that was ever sold in Europe. There is also where you think to need a second look at before buying, but as everything is deep-fried there is no need to worry. There was an Italian doctor in the compartment on the other side who told me exactly that.

Zwei Mädchen in ihrem Haus

Zwei Mädchen in ihrem Haus

Two girls in their house

Bananenplantage

Bananenplantage

Banana plantation

Beim Eindunkeln wurde die Stimmung recht gespenstisch, denn in den Wagen funktionierte das Licht nicht. Einzig in der ersten Klasse hatten einige Touristen Taschenlampen dabei, was aber eher nervte. Bei den Stationen konnte man nichts sehen, doch haben an einigen Stationen Chöre von Kindern gesungen, was ein ganz tolles Erlebnis war. Bei der Ankunft in Manakara wurde man durch die grosse Schar von Pousse-Pousse-Fahrern empfangen. Mein Problem (und wohl auch das der anderen Touristen) war, dass ich keine Ahnung hatte, wo die Hotels sind, denn weder im Lonely-Planet noch im Routard-Führer hat es eine Karte von Manakara. Also musste ich eine Pousse-Pousse nehmen. Zuerst habe ich nach dem Preis gefragt, und der schien mir ganz passabel: 4000 Ariary sei der normale Preis, sagte der Jüngling. Der Wortlaut "prix normal" zeigte mir aber bereits, dass da noch etwas kommen würde. Und siehe da: Kurz vor der Ankunft beim Hotel erwähnte er beiläufig, dass man in der Nacht das Doppelte bezahlen müsse. Ich habe ihm dann erklärt, dass man so keine Geschäfte machen könne und nur den vereinbarten Betrag bezahlt. Er hat trotzdem die ganze Nacht vor dem Hotel gewartet, denn mit dem bezahlten Betrag hat er sicher immer noch überdurchschnittlich verdient.

After sunset the temper in the train became quite spooky because the light did not work. Only a few tourists in the first class wagon had torch lights, but that was rather annoying. When the train stopped at the stations we could not see anything. There were choirs of children outside, singing. When we arrived in Manakara there were all the local pousse-pousse guys waiting for customers. My problem (and probably also the one of the other tourists) was that I had no idea where to go to find a hotel. There are no maps of Manakara in the Lonely Planet nor in the Routard guide. So I had to pay for the transport by pousse-pousse. Sure, I asked the guy about the price, and what he replied seed to be ok: 4000 ariary are the normal price, he the young son of a bitch replied. When he said "normal price" I already knew that there would be something comming later. Only a short moment before we arrived at the hotel he mentioned that it was double price in the night. I declared that we had agreed on 4000 ariary and did not pay more than that. Anyway he waited in front of the hotel for the whole night to bring me back to the station in the morning. I think I paid too much...

Übernachtet habe ich im Hotel "Les Flamboyants", wo man für ein Doppelzimmer inklusive Dusche und WC gerade mal 16'000 Ariary (zirka 6 Euro) bezahlt. Natürlich ist das Zimmer bei diesem Preis nicht perfekt, es hatte aber ein Moskitonetz und war sauber. Und weil ich ja erst spät ankam und mich bereits wieder im Morgengrauen davon machte, spielte es sowieso keine Rolle, wie das Zimmer aussah, denn ich wollte nur schlafen...

I spent the night in the hotel "Les Flamboyants" where you get a double with shower and toilet for only 16'000 ariary (about 6 Euros). You cannot get a perfect room for that little money, but it had as mosquito net and was clean. And as I was arriving very late and had to leave early in the morning it did not matter what the room looked like, I had the only desire to sleep...

Am nächsten Tag habe ich um halb sieben Uhr erneut die Pousse-Pousse zum Bahnhof genommen und dort das Ticket für die Rückfahrt nach Fianarantsoa gekauft. In Manakara muss man nicht so früh am Bahnhof sein, denn die meisten Leute steigen erst unterwegs ein. Heute verlief alles problemlos und der Zug fuhr kurz nach sieben Uhr ab. Wie sich herausstellte wurde am Vortag eine Ersatzlokomotive verwendet, die über weniger Leistung verfügt als die normalerweise eingesetzte Maschine. Entsprechend hatte sie bei der Steigung im Gebirge einige Probleme und musste ein paarmal kurz "ausruhen", aber wir kamen schliesslich doch rechtzeitig und vor allem bei Tageslicht an.

The next day I was taking the pousse-pousse back to the station where I bought the ticket for the return ride to Fianarantsoa. You do not have to arrive at the station of Manakara as early. Most people board the train on the way. Today everything went perfect and the train left only minutes after seven in the morning. Later we got to know that the locomotive that finally drove the day before was just the backup. It has less power than the main machine. That is why it had certain problems with the gradient in the mountains. Actually it needed a few short stops to "relax", but finally we arrived on time and the sun was still up.

Guten Appetit...

Guten Appetit...

Enjoy your meal...

Ranomafana Nationalpark

Parc National de Ranomafana

Im Hotel "Tsara Guesthouse" in Fianarantsoa hatte ich mich umgefragt, ob eventuell jemand an diesem Tag den Parc National de Ranomafana besuchen möchte. Leider konnte ich niemanden finden, und das Angebot des Hotels für Fahrt, Führer und Eintritt war mir schlicht zu teuer. Also folgte ich dem Ratschlag des Reiseführers und wandte mich an die Vermittlung gleich beim Bahnhof. Dort organisierte man mir ein fahrtüchtiges Taxi, um nach Ranomafana zu fahren. Die Eintritte habe ich dann vor Ort bezahlt, hätte ich auch als Arrangement haben können.

I was asking around at the hotel "Tsara Guesthouse" in Fianarantsoa for someone to join my trip to Parc National de Ranomafana that day. Unfortunately there was noone. The hotel also organizes trips to that park, including driver, leader and entrance, but I decided that their offer was too expensive. So I remembered what the travelbook proposed and went to the guides located at the train station. They organized a working taxi that brought me to Ranomafana. I payed the entrance fee and the local guide when I arrived, but they offered also a package.

Mein Fahrer stellte sich als guter Unterhalter heraus. So habe ich mit ihm viele interessante Gespräche über Madagaskar, die Kultur, die Menschen und ihre Probleme gehabt. Lustig war auch, dass er einen Riss in der Frontscheibe des Autos mit einem Kaugummi und einem Frankenstück aus der Schweiz geflickt hat. Das Auto kommt aus der Schweiz und hat noch ein verwaschenes CH am Heck. Ich habe ihm versprochen, ein neues zu schicken, wer ihn in Zukunft als Chauffeur hat, erkennt das Auto auf den ersten Blick. Sein Name ist übrigens Mamirinina (Mami), erreicht werden kann er unter der Nummer 032 - 04 360 18. Ich empfehle ihn hier, weil ich ihn sehr nett gefunden habe und er sehr angenehm gefahren ist. Die Strasse nach Ranomafana war übrigens gerade eine durchgehende Baustelle und sollte in Kürze fertig geteert sein.

The driver happened to be a good talker. We had interesting discussions about Madagascar, its culture, the people and their problems. Very funny was also, that his car had a hole in the front window that was repaired by a chewing gum and a Swiss 1 Franc piece. The car itselve was initially used in Switzerland and still has a unreadable CH sign at its back. I told the driver to send him a new one. So if in future you are happening to be one of his guests, you will recognize it. By the way, his name is Mamirinina (Mami), his phone number is 032 - 04 360 18. I am recommending him because I liked him and he is a careful driver. The street to Ranomafana is about to be paved, but it is still a huge construction area.

Betsileo-Dorf in der Nähe von Fianarantsoa

Betsileo-Dorf in der Nähe von Fianarantsoa

Betsileo village in the area of Fianarantsoa

Feigen werden von den Lemuren gegessen

Feigen werden von den Lemuren gegessen

Lemurs eat the figs

Gecko

Gecko

Avahi occidentalis

Avahi occidentalis

Kommen wir also zum Nationalpark. Wie man sich beim Eintreffen in Nationalparks verhalten soll, habe ich bereits auf der Seite über den Parc National d'Andasibe-Mantadia beschrieben. Auch dieser Nationalpark wird durch das ANGAP betrieben, die Führer sind hier aber etwas angenehmer. Auch mein Führer nannte sich Mami, also musste ich nicht viele komplizierte Namen lernen. Ich habe bei ihm die 3-4 stündige Tour und auch noch diejenige in der Nacht gebucht. Auf der Tagestour hatte ich einmal mehr viel Glück und konnte sechs verschiedene Lemuren-Arten sehen. Fast noch mehr fasziniert haben mich aber die Geckos, von denen es auf der Aussichtsplattform unzählige hatte.

Lets talk about the national park... I have already written on my page about Parc National d'Andasibe-Mantadia what to do when you arrive at a national park. This national park is also governed by ANGAP, but the guides here are nicer than there. The guides name was Mami, too. So I did not have to learn many difficult names. I booked the 3-4 hours tour and also the nocturnal one. During the daytime tour I was once again very happy to see six different species of Lemurs. But I was even more fascinated by the geckos. There are lots of them at the viewing platform.

Nach der ersten Tour hatte ich eine "Pause" bis um fünf Uhr. Gleich um die Ecke befindet sich die Ortschaft Ranomafana mit der Therme. Hier könnte man auch im erdgewärmten Wasser schwimmen, ich hatte aber keine Badehose dabei, sodass ich mich mit meinem Fahrer in den Park gesetzt habe, wo er mir zum Beispiel von einer Amerikanerin erzählt hat, mit der er mal mehrere Wochen in Madagaskar unterwegs war. Nur dank dieser Reise hat er jemals Orte wie Morondava gesehen.

After the first tour I had a "break" until five in the evening. Just around the corner from the park entrance there is the village of Ranomafana with its thermic bath. I could have swimmed here in the warm water, but I did not bring my bathing clothes with me. So I decided to sit in the park together with the driver. That is where we had our talks. He told me about an American woman who had chartered his car for several weeks to visit different places in Madagascar. Only thanks to her he had ever seen places like Morondava.

Während der Nachttour innerhalb des Parks habe ich sogar noch einen Fossa Fossana gesehen. Das ist ein etwa katzengrosser Jäger, der von vorne eher einem Hund gleicht, von der Seite aber eine Färbung wie eine Hyäne hat. Später haben die Führer mit einer Bananenschale die kleinste Lemurenart angelockt. Diese Tiere sind total herzig (vergleiche das Bild unten) und ihr Körper nur rund 10cm lang. Auf dem Weg zurück zum Eingang des Nationalparks habe ich auch noch Chamäleone und weitere Kleintiere gesehen.

The nocturnal tour was also a success. I could even see the fossa fossana. That is a cat-like mammal that looks rather like a dog if seen from front. But his fur is similar to the one of hyanes. Later the guides attracted the smallest species of lemurs with some banana. They are so cute (see the image on the left) and their body is only about 10cm long. On the way back there were some chameleons and other small animals to be seen.

Parc National de Ranomafana

Parc National de Ranomafana

Lemur

Lemur

Fossa Fossana

Fossa Fossana

Chamäleon

Chamäleon

Chameleon

Antsirabe

Frühmorgens hat mich der Taxichauffeur vom Parc National de Ranomafana wie vereinbart beim Hotel in Fianarantsoa abgeholt und zur Taxi-Brousse Station gefahren. Natürlich hat er mir angeboten, mich gleich nach Antsirabe zu fahren, doch habe ich entgegnet, dass dies die einzige Taxi-Brousse Fahrt für mich sein werde. Und ohne dieses Abenteuer wollte ich Madagaskar nicht verlassen. Das hat er begriffen und mir dann sogar eine Kooperation empfohlen: So.Tra.Co. Nachdem ich viele Horror-Stories von solchen Fahrten gehört hatte (angefahrene Menschen und überfahrene Tiere, sich übergebende Leute,...), muss ich ganz klar sagen, dass er mich auch mit seiner Empfehlung nicht enttäuscht hat. Die Fahrt war total angenehm, die Kurven hat der Fahrer so gefahren, dass niemand ein Problem haben konnte.

Early in the morning the taxi driver who had driven me to Parc National de Ranomafana came to the hotel in Fianarantsoa in order to pick me up and bring me to the taxi brousse station. No question that he offered to drive me directly to Antsirabe. But as I told him that this would be the only taxi brousse ride for my holidays he gave me recommendation which cooperation to drive with: So.Tra.Co. I had heard lots of horror stories until then (hit people and killed animal, vomiting,...). And I can tell you that his advice didn't disappoint me. The ride was great and the driver very careful.

Ich habe mir dann überlegt, wieso so viele Leute auf genau dieser Strecke nach Antsirabe Probleme hatten. Eigentlich ist es einfach zu erklären: Wenn man auf das Areal der Taxi-Brousse Station kommt, so gibt es da mehr Fahrzeuge als Platz haben können und noch mehr Leute, die einem die Fahrt anbieten. Wenn man nicht weiss, dass die Kooperationen am hinteren Rand Büros haben und man auch nicht eine spezielle Kooperation sucht, so lässt man sich mit grosser Sicherheit nicht durch einen guten Fahrer chauffieren. Also vor jeer Taxi-Brousse Fahrt eine Empfehlung für die geplante Fahrt einholen, und dann diese Kooperation trotz der Umstände suchen und dort die Fahrt kaufen.

I think to know why many people encounter horrible taxi brousse rides on their way to Antsirabe. I think it's because it's a difficult situation when you walk on the taxi brousse station area. There are lots of men asking you to ride with them. If you don't have a recommendation and if you don't know that there are offices of the cooperations at the far end of the place, there is a big chance that you do business with bad drivers. So try to get a recommendation before going there and keep searching that cooperation.

In Antsirabe, der eigentlichen Hauptstadt der Pousse-Pousse, habe ich dann die Gruppe für den Rest meiner Reise getroffen. Als Treffpunkt war das Hotel Hasina vereinbart, wo ich auch gleich übernachtet habe. Leider ist dieser Ort enorm touristisch, was man besonders an den Bettlern merkt. Aber für mich sollten es die letzten Bettler bis zur Rückkehr nach Antananarivo sein. Jetzt kam erst mal die Fahrt nach Miandrivazo, mit der Pirogue auf dem Tsiribihina und anschliessend der Besuch der Tsingy de Bemaraha und der Baobabs bei Morondava. Ich freute mich sehr auf diese Tour...

Antsirabe is the capital of the pousse-pousse. It's also the place where I was to meet the group for the rest of my holidays. I was staying at the Hasina hotel. It's a pity that this town is seen by too many tourists. The beggars are a real pain. But from now I wouldn't see any of them anymore until my return to Antananarivo. First there was the drive to Miandrivazo, the pirogue ride on the Tsiribihina and the visits of the Tsingy de Bemaraha and the baobabs nearby Moroandava. I was looking forward to that trip...

Ziegelproduktion

Ziegelproduktion

Brick production

Zwischenhalt in Ambositra auf dem Weg von Fianarantsoa nach Antsirabe mit der Taxi-Brousse

Zwischenhalt in Ambositra auf dem Weg von Fianarantsoa nach Antsirabe mit der Taxi-Brousse

Stop in Ambositra while riding a taxi-brousse from Fianarantsoa to Antsirabe

Pousse-pousse

Pousse-pousse

Fahrt mit der Pirogue auf dem Tsiribihina

Pirogue cruise on Tsiribihina

Die Fahrt mit der Pirogue auf dem Tsiribihina ist unterdessen eine der meistgebuchten Touren in Madagaskar. Bereits in Antananarivo wird man regelmässig gefragt, ob man eine Tour auf dem Tsiribihina buchen möchte. Ich hatte den ersten Kontakt zu Exode Tours in Ivato bereis von zuhause aus über das Internet. Mein Gedanke bei der Kontaktaufnahme war, dass eine Firma mit einer Seite im Internet (auf die übrigens auch viele andere Agenturen verweisen) nicht schlecht sein kann, denn sonst würde es sie schon lange nicht mehr geben. Vielleicht hatte ich ja nur Glück, aber die Reise war wirklich sehr gut organisiert, das Essen delikat und auch die Ausrüstung war gut. Ich habe auch Touristen getroffen, die ihren Anbieter auf der Strasse von Antsirabe getroffen hatten, und die waren nicht alle glücklich.

The pirogue ride on the Tsiribihina river has recently become on of the most booked tourist trips in Madagascar. Already in Antananarivo your often asked whether you would like to book this tour. I had arranged a first contact with Exode Tours located in Ivato on the Internet before leaving home. My thought was that a company that has a homepage (which by the way is referenced by many other companies) cannot be bad, because otherwise they probably would not exist anymore. Maybe I was just lucky, but the trip was very well organized, the food was great and the equipment well. I had also met other tourists who had booked with guys on the street in Antsirabe and not all of them were happy with their guides.

Gesucht hatte ich eine geführte Tour zum Parc National Tsingy de Bemaraha, denn dieser Nationalpark ist für Individualreisende fast nicht erreichbar. Und gerade dieser Park war für mich nach der Lektüre eines GEO-Artikels einer der Hauptgründe, um nach Madagaskar zu reisen. Touren in die Tsingys werden meistens in Kombination mit der Flussfahrt auf dem Tsiribihina und und einem Besuch der berühmten Baobabs bei Morondava angeboten.

I was looking for a tour to Parc National Tsingy de Bemaraha. That park is very difficult to visit if you are travelling individually. And that park was one of my reasons to visit Madagascar at all, after I had read an article in the magazine GEO. Most of the tours to the Tsingys are combined with a ride on the Tsiribihina river and a visit of the famous baobabs in the surroundings of Morondava.

Wie vereinbart kam eine Person von Exode Tours nach meiner Ankunft in Madagaskar zu mir ins Hotel, um die Details und die Zahlung für die Tour zu regeln. Weil mein Gepäck nicht angekommen war, empfahl er mir, die vorgebuchte Reise nicht anzutreten, sondern erst das Gepäck abzuwarten. Er konnte mir auch gleich einen anderen Starttermin anbieten, der sich ideal mit meinen Plänen verbinden liess. Ich sollte die Gruppe in Antsirabe treffen, und er versprach mir auch, mich nach meiner Rückkehr vom Flughafen abzuholen, um zu erfahren, wie es mir gefallen hat (was er auch machte). Also buchte ich das so, und er empfahl mir auch gleich noch, am folgenden Tag den Parc National d'Andasibe-Mantadia zu besuchen, um aus der Hauptstadt zu entfliehen. Dieser Tip war sehr hilfreich.

As we had agreed a person of Exode Tours visited me in my hotel the day after my arrival in Madagascar. We had to fix the details and the payment. Because my luggage had not arrived yet he recommended not to start with the intended tour but rather to wait for the arrival of the luggage. I was lucky that he was able to offer me another tour that fitted idealy my plans. I was to meet the people of the group in Antsirabe. He also promised to pick me up at the airport after my return in order to know how the tour was. And he really did come to the airport. So I booked the proposed tour and he also recommended not to stay in Antananarivo but rather to visit Parc National d'Andasibe-Mantadia the following day. That tip was very good.

Zebus in Miandrivazo

Zebus in Miandrivazo

Start der zweieinhalbtägigen Fahrt auf der Pirogue

Start der zweieinhalbtägigen Fahrt auf der Pirogue

Start of the two-and-a-half day cruise on the pirogue

Chamäleon (ca. 40cm)

Chamäleon (ca. 40cm)

Chameleon (ca. 40cm)

Manchmal habe ich auch selber etwas gerudert

Manchmal habe ich auch selber etwas gerudert

Sometimes I had to help rowing

Zirka eine Woche später traf ich also in Antsirabe auf die anderen Leute der Gruppe. Wir waren insgesamt sechs Personen plus der Führer. Am ersten Tag fuhren wir mit einem Kleinbus nach Miandrivazo. Antsirabe liegt auf rund 1000 Metern über Meer, unser Tagesziel auf zirka 100 Metern. Der Temperaturunterschied war aber massiv grösser, als auf Grund des Höhenunterschieds zu erwarten gewesen wäre. Ich hatte noch eine Tafel Schweizer Schokolate bei mir, die war aber bei der Ankunft in Miandrivazo flüssig wie Wasser. Erstmals in Madagaskar hatte ich heiss und musste nicht mehr die Fleece-Jacke tragen.

It was about one week later, in Antsirabe, when I met the people I was going to spend some time with. There were six of us plus the guide. The first day was a ride on a mini-bus to Miandrivazo. Antsirabe is located at an elevation of about 1000 meters over sealevel. Miandrivazo is a an elevation of only about 100 meters. But the difference of the temperature was much larger than one would expect from the difference in elevation. I had some Swiss chocolate with me that was fluid like water when we arrived in Miandrivazo. For the first time in Madagascar it was too hot for me and I did not have to wear the fleece jacket anymore.

An diesem Nachmittag mussten wir uns bei der Mairie (Gemeinde) und auch bei der Polizei registrieren. Das müssen alle Touristen, die die Fahrt auf dem Tsiribihina machen möchten. Lustigerweise muss man sich nach der Ankunft am Ziel nicht erneut melden. Die Registrierung ist also keine Sicherheitsmassnahme, sondern eher eine Einnahmequelle für Polizei und Gemeinde.

That afternoon we had to go to the Mairie (local governmental building) and also to the police station for registration. All tourists doing the Tsiribihina must register. Funny detail: You do not have to unregister after arriving at the finish. That means that the registration is rather a money source for the government and police than a security feature.

Am nächsten Tag war es dann so weit: Wir fuhren zum Ufer des Mahajilo Flusses. Hier bestiegen wir (wie sicher dreissig weitere Personen) die Piroguen, um am ersten Tag bis zum Zusammenfluss des Mahajilo mit dem Mania zu fahren. Ab diesem Zusammenfluss heisst das Gewässer Tsiribihina. Wenn man auf einer Pirogue fährt, so gibt es auf jedem Einbaum auch noch einen Pirogier. Sein Beruf ist es, während rund drei bis vier Tagen Waren oder Touristen den Fluss hinab zu befördern. Anschliessend braucht er sieben Tage und Nächte, um wieder nach Miandrivazo zurückzukehren und die Fahrt erneut zu beginnen. Wie streng dies ist, merkt man, wenn man zwischendurch selber etwas rudert.

The next morning our tour started. We drove to the river and entered (like at least thirty other people) the pirogues. Todays target was the connecting point of the two rivers Mahajilo and Mania. The union of that two rivers is called Tsiribihina. When floating on a pirogue, there is also the pirogier. His profession is to transport goods or tourists for three to four days down the river. After that he has to return to Miandrivazo. This takes him about seven days and nights, before starting again down the river. That is a very hard work, and you get to know it when you help paddling sometimes.

Sonnenuntergang am ersten Tag

Sonnenuntergang am ersten Tag

Sunset on the first evening

Lemur

Lemur

Pirogue

Pirogue

Flambierte Bananen

Flambierte Bananen

Banane flambée

Die Touren auf dem Tsiribihina enthalten Vollpension und auch Wasser. Entsprechend muss man sich während den Stops am Mittag und auch am Abend nicht um das Essen kümmern. Die Pirogiers und Führer beginnen gleich nach der Ankunft mit den Vorbereitungen des Essens. Es gibt meistens auch einen Aperitiv, nach dem Essen noch Früchte als Dessert. Und natürlich darf in Madagaskar der Rum nie fehlen: Flambierte Bananen, Ananas mit Rum, Orangen mit Rum. Und das immer frisch zubereitet. Das Essen war immer exzellent gekocht, vielleicht etwas wenig gesalzen, insbesondere der Reis. Aber das ist normal so in Madagaskar.

The Tsiribihina tours are all inclusive. Food and also water is included. So whenever we stopped we could take pictures and enjoy our time while the pirogiers and the guides were cooking. Usually there is an apéritiv, and also a dessert after the meals. And the most important thing when eating in Madagascar is... rum: Banane flambée, pineapple with rum, oranges with rum. Everything was always prepared freshly. The meals were excellent, although not enough salt was used, especially for the rice. But that is allways like that in Madagascar.

Als Vegetarier hatte ich gar kein Problem. Es gab zu jeder Malzeit Gemüse. Spannender ist aber eigentlich die Geschichte des Fleisches, das wir bei uns hatten: Am ersten Tag wurden zwei lebende Hühner ins Boot eingeladen. Dadurch blieb ihr Fleisch frisch. Am zweiten Tag wurden sie dann getötet und als Nachtessen aufgetischt. Wir trafen auch immer wieder Fischer auf dem Fluss, von denen gleich frische Fische gekauft wurden. Und das Fleisch des Zebu lag den ganzen Tag über an der prallen Sonne. Schien aber kein Problem zu sein, denn niemand in der Gruppe trug einen gesundheitlichen Schaden davon. Dafür entschieden sich einige, eher auf die vegetarische Seite des Lebens zu schwenken, wenigstens vorübergehend. Spannend hingegen die Bemerkung des Organisators nach meiner Rückkehr nach Antananarivo: Ich war scheinbar erst der zweite Vegetarier, den sie jemals auf eine Tour mitgenommen hatten.

I did not have problems at all as a vegetarian. All meals contained legumes. More interesting is the story of the meat: On the first day we had two living hens in the pirogue. Living meat stays fresh. The second day they were killed and served for dinner. We also met some fishermen on the river and bought fresh fish from them. The meat of the zebu lay in the full sun all the day. But that did not to seem a problem as nobody of our group got any health problems. But some of the others decided to rather eat the vegetarian food than meat. At least temporarily. I can surely understand that. Also interesting is a comment of the organizer after my return to Antananarivo: It seems that I was only the second vegetarian who had booked a tour with them.

Eines der vielen Dörfer entlang des Tsiribihina

Eines der vielen Dörfer entlang des Tsiribihina

One of the many villages along Tsiribihina

Madagassischer 4WD

Madagassischer 4WD

4x4 malgache

Antsirabe - Miandrivazo

Das erste Mittagessen

Das erste Mittagessen

The first lunch

Übernachtet hatten wir in Zweierzelten. Ich musste eines mit einem Franzosen teilen, der ebenfalls alleine reiste. Die anderen Gruppenmitglieder waren je ein Paar aus Italien und der Schweiz. Gesprochen wurde Französisch, was den Italienern und auch mir manchmal etwas Mühe bereitete. Allgemein hatte ich mit den Madagassen weniger Kommunikationsprobleme als mit den Franzosen, denn letztere sprechen viel schneller und Umgangssprache. Die Madagassen hingegen haben diese Sprache ebenso wie ich in der Schule gelernt und sprechen eine eher der Schriftsprache angelehnte Variante.

We slept in tents that were good for two. I shared mine with a French guy who was travelling alone, too. The other members of the group were two couples, one from Italy and the other from Switzerland. We spoke French. That sometimes was a problem for the Italians and also for me. In general I had less problems communicating with the Malgaches than with the ones from France. Later speek very fast and a kind of slang. The people from Madagascar had to study the language at school, same as I. They speak written language which is easier to understand.

Am zweiten Tag führte uns der Tsiribihina in eine Schlucht. Wir machten bereits vor dem Mittagessen einen Stop bei einem Wald, um dort Lemuren zu besichtigen. Wir sahen auch wirklich viele Exemplare. Das Mittagessen war dann bei einem Wasserfall, wo wir die Zeit vor dem Essen für eine Dusche nutzten. Der Wasserfall ist traumhaft gelegen, fast schon paradiesisch, wie das Bild beweist. Und die Dusche war mehr als willkommen nach zwei Tagen ohne fliessendes Wasser (abgesehen vom Fluss natürlich).

On the second day we entered a gorge. The first stop was long before lunch time at a forest. We wanted to find and see lemurs and were very lucky to see many of them. Lunch was at a waterfall were we used our time before eating to take a shower. The waterfall is situated in a gorge that looks like paradise. And it was very welcome after two days with no floating water (except the river, of course).

Schwimmende Insel

Schwimmende Insel

Swimming island

Pirogier und sein Lehrling

Pirogier und sein Lehrling

Pirogier and his apprentice

Erdnüsse und Rum mit Ananas

Erdnüsse und Rum mit Ananas

Peanuts and rum with pineapple

Gorge de Bemaraha

Gorge de Bemaraha

Der dritte Tag war ziemlich streng, vor allem für die Pirogiers, denn wir hatten unterdessen recht müde Arme vom Rudern und gleichzeitig wurde der Fluss immer breiter und hatte immer weniger Strömung. Die Etappe war zum Mittagessen beendet, wo wir bei einem Dorf anlegten und unsere Sachen auf einen Zebu-Wagen umluden. Die nächsten sieben Kilometer sollten wir auf diesen unbequemen Gefährten hinter uns bringen. Auf den ersten paar Kilometern waren wir ja noch ziemlich froh, denn da mussten wir einige Zuflüsse des Tsiribihina durchqueren, danach stiegen wir aber ab und wanderten bis zum nächste Dorf, Antsiraraka, wo wir unsere Bungalows bezogen.

The third day was hard work, especially for the pirogiers. Our arms were very tired by then so they had to paddly with full force on the now very broad and slow floating river. We finished the pirogue trip at lunch time when we arrived at a small village. There we packed our luggage on zebu waggons. The next severn kilometers were spent on those very uncomfortable waggons. The first few kilometers were ok because we had to cross some streams going to the Tsiribihina. Later we started hiking which was more comfortable. We went to the next village, called Antsiraraka, where we spent the night in bungalows.

Antsiraraka ist ein ziemlich grosses Dorf mitten im Nichts! Es gibt hier kein Telephon, Strom ist aber vorhanden. Der Ort wird auch in keinem Reiseführer erwähnt, wohl, weil man nur auf dem Tsiribihina hierher kommt, und das überlicherweise mit einer organisierten Tour. Es gibt hier ein Hotel, in dem man alle Touristen wieder trifft, die man unterwegs auf der Pirogue getroffen hat. Die Bungalows sind angenehm und mit Moskitonetzen ausgerüstet. Weniger toll sind die Toiletten, denn Schüsseln gibt es nicht. Ich tat meine Geschäfte noch vor dem Eindunkeln, nachher wagte ich mich nach den Erzählungen der anderen Gruppenmitglieder nicht mehr in die Toiletten...

Antsiraraka is a quite large village in the midst of nowhere! There are no telephones, but they do have electrics. It is not mentioned in any of the travelbooks I had with me. That is probably because everyone visiting that village has booked a tour on the Tsiribihina river, and that is done with an organized tour. There is only one hotel where you meet all the tourists who you have met on the river before. The bungalows are comfortable and equiped with mosquito nets. Not so great are the toilets, there are no seats. I did my business while the sun was still out, but later I did not go there anymore after the stories the other members of the group told me about the toilets...

Paradiesischer Wasserfall

Paradiesischer Wasserfall

Cascade in paradise

Zelten am Flussufer

Zelten am Flussufer

Camping at the river

Pirogue

Pirogue

Das erste WC nach drei Tagen (Hotel Masoandro in Antsiraraka)

Das erste WC nach drei Tagen (Hotel Masoandro in Antsiraraka)

First toilet after three days (Hotel Masoandro in Antsiraraka)

Tsingy de Bemaraha Nationalpark

Parc National Tsingy de Bemaraha

Belo-sur-Tsiribihina - Bekopaka

Der dritte Teil der durch Exode Tours organisierten Tour führte mit einem Allradfahrzeug auf der Piste von Antsiraraka nach Belo-sur-Tsiribihina, wo wir mit der Fähre den Tsiribihina überqueren mussten. Anschliessend assen wir in Belo das Mittagessen, bevor uns der Fahrer über die Piste nach Bekopaka fuhr. Für diese 200 Kilometer benötigt man bei guten Wetterbedingungen mindestens vier Stunden. Das Ziel Bekopaka liegt am Rand der Petits Tsingy, einem Teil des Parc National Tsingy de Bemaraha. Dort gibt es Lodges und Zeltplätze, um diese zu erreichen muss man aber nochmals eine kurze Fähre nehmen.

The third part of the tour organised by Exode Tours was done onboard a offroader. The first section was on the dirt road from Antsiraraka to Belo-sur-Tsiribihina, where we had to cross the Tsiribihina river on a ferry. We ate lunch in Belo before we started for the second section to Bekopaka. This takes at least four hours for the 200 kilometers - in good weather conditions. Bekopaka is situated at the border of the Parc National Tsingy de Bemaraha. There are lodges and campgrounds, but to reach them one has to take another ferry.

Übrigens: Die Stadt Belo-sur-Tsiribihina und die Dörfer in dieser Region sind während der Regenzeit vom November bis Ende Februar von der Umwelt abgeschnitten. Für diese Zeit müssen die Leute genügend Nahrung haben, Krankheiten bedeuten oft den Tod!

By the way: The city of Belo-sur-Tsiribihina and also the villages in that area cannot be reached during the rain season. That season starts in November and lasts until the end of February. People have to have enough food for that time, illnesses often result in death!

Piste von Belo-sur-Tsiribihina nach Bekopaka

Piste von Belo-sur-Tsiribihina nach Bekopaka

Road from Belo-sur-Tsiribihina to Bekopaka

Kurze Pause

Kurze Pause

Short break

Grands Tsingy

Die Tsingys sind ein riesiges Karstgebiet im Westen von Madagaskar. Der Kalkstein wurde während tausenden von Jahren durch Wind und Regen zerfressen. Übriggeblieben sind scharfkantige Kalksteinfelsen (Tsingys genannt), an denen man sich spielend leicht verletzen kann. Gute Wanderschuhe sind also unbedingt nötig. Diese Felsen ragen teilweise bis zu 200 Meter in die Höhe, Der durch die Nationalparkbehörde ANGAP verwaltete Nationalpark gehört zum Unesco Weltnaturerbe. Er umfasst ein Gebiet von 66'630 Hektaren (rund 7 x 100km!). Von diesem riesigen Gebiet ist nur ein kleiner Teil überhaupt erforscht.

The Tsingys are a large are a large area of jagged, cathedral-like limestone pinnacles. They were formed over centuries by the movement of wind and water. Often they are towering about 200 meters into the air. Their forms are very sharp and you can easily hurt yourself by just touching them. So good hiking shoes are essential. The national park, governed by ANGAP is a Unesco world nature heritage site. It consists of an area of 66'630 hectares (about 7 times 100km!). Only a small part of that huge area has been researched.

Ich hatte vor ein paar Jahren im Magazin GEO einen Artikel über diesen Nationalpark gelesen. Der Artikel hat mich damals so sehr beeindruckt, dass die Tsingys einer der Hauptgründe waren, nach Madagaskar zu reisen. Es gibt auch in der Schweiz ähnliche Karstgebiete, doch sind sie hier viel kleiner. Auch in den USA habe ich geologische Naturwunder besucht (Bryce Canyon National Park, Arches National Park), doch übertreffen die Tsingys mit ihren Ausmassen alles Andere.

A few years ago I read an article in the magazine GEO about this national park. I was so much impressed by that article that it became one of the main reasons to visit Madagascar. There are similar limestone areas in Switzerland, by they are much smaller. I have also visited geological natural wonders in the United States of America (Bryce Canyon National Park, Arches National Park), but the Tsingys are much larger than any of them.

Wie alle anderen Nationalparks in Madagascar ist auch der Parc National Tsingy de Bemaraha nur mit einem lokalen Führer betretbar. Dieser muss zusätzlich zum Eintritt in den Nationalpark bezahlt werden. In diesem Nationalpark gibt es sogar Führer mit fester Anstellung, was die Problematik von Betrügereien stark einschränkt. Der Park wird während der Hochsaison (Juli bis September) von vielen Touristen besucht, sodass man selten alleine sein wird. Im Preis für den Führer ist auch die Ausrüstung für Klettersteige enthalten, denn der Weg ist nicht einfach begehbar. Es gibt zwar auch Touren für Leute mit eingeschränkten Lauffähigkeiten, doch beschränken sich diese auf ein paar Aussichtspunkte am Rand des Parks.

As in all other national parks of Madagascar you are only allowed to enter Parc National Tsingy de Bemaraha together with a local guide. You have to pay for the guide in addition to the entrance fee for the national park. Here, there are guides employed by the national park, so the chance to be tricked is much smaller than in other parks. During high season (July to September) there are lots of tourists, so you won't be lonely very often. The fee for the guide includes the equipment needed for a via ferrata. Said this you may imagine that the paths are not easy to walk on. There are also circles for people that are not that good on feet, but they only visit a few overview points at the borders of the park.

Vor dem Betreten des Parks (nach einer Stunde Fahrt mit dem Allrad-Fahrzeug) wird man darauf hingewiesen, dass die Toilette beim Parkplatz die letzte für ein paar Stunden sein werde. Innerhalb des Parks ist es verboten, sein Geschäft zu erledigen. Ebenso ist das Rauchen untersagt - mit Ausnahme von ein paar speziellen Pausenbereichen, denn schliesslich kann man Raucher nicht drei Stunden lang ohne Zigarette marschieren lassen...

Before entering the park (after a one-hour-ride with your offroader) you are told to use the toilet at the parking lot. That is the only toilet and it is forbidden to do your business within the borders of the park. Smoking is also prohibited - except at a few rest points as it seems to be impossible to keep smokers from their addiction for about three hours while they have to walk...

Bereits aus den obigen Aussagen kann man ableiten, dass es (je nach Interesse) ein Vorteil sein kann, wenn die Leute in der Gruppe etwas sportlich sind. Die Tour besteht aus vielen Auf- und Abstiegen, sodass man innerhalb von drei Stunden innerhalb der Tsingys nur gerade einen Kilometer Horizontaldistanz zurücklegt. Der höchste Felsen, den man besteigt, ist rund 80 Meter hoch. Von da oben hat man aber einen unglaublichen Ausblick über einen imposanten Teil des Parks.

Given the fact that the walk may be quite strenuous it may be (depending on your interests) an advantage to join a group of peoply being in a rather good shape. You have to climb and descent again and again. The horizontal distance you are walking in that three hours within the Tsingys is only about one kilometer. The highest rock you have to climb is 80 meters high. But you are given an unbelievable view over an impressing part of the park after that effort.

Gruppenphoto

Gruppenphoto

Group picture

Spannend am Parc National Tsingy de Bemaraha sind nicht nur die Felsen selber. Diese sind nämlich einheitlich grau. Dazwischen gibt es aber eine grosse Anzahl Pflanzen. Je nach Höhe gibt es verschiedene Klimazonen und somit unterschiedliche Pflanzenarten. Ganz unten ist es recht kalt. Hier gibt es nicht viel Leben, ausser in den etwas grösseren Spalten, wo Licht eindringen kann. An diesen Stellen wachsen grosse Bäume, die teilweise bis zur oberen Kante des Karsts reichen. Weiter oben wachsen vermehrt Pflanzen, die mit wenig Wasser überleben können, also Sukkulenten.

Interesting about the Parc National Tsingy de Bemaraha are not only the rocks. They are just a kind of a boring grey. But inbetween them live a lot of plants. Depending on the height there are different climates and with them different kinds of plants. At the bottom it is quite cold so you can feel ist. So there is not lots of life. But where ever there is some sunlight life is growing. Large trees are growing there and some of them even reach the top of the Tsingys. One level higher there live plants that do not need much water like succulents.

Nach dem ersten Aussichtspunkt begibt man sich gleich in die Tiefe. Auf der ganzen Tour begeht man mehrere Höhlen, eine Taschenlampe ist also ein unerlässlicher Ausrüstungsgegenstand. Die Höhlen sind aber, obwohl ganz ohne Tageslicht, nicht frei von Leben. Viele der hier wachsenden Pflanzen beginnen ihr Leben als Samen. Als erstes wächst von diesen aus eine Wurzel der Schwerkraft folgend nach unten. Sobald diese Wurzel am Grund angekommen ist, hat sie eine sichere Wasserquelle gefunden und kann nach oben zu wachsen beginnen. Diese Wurzeln sieht man in allen Höhlen, teilweise dringen sie durch kleinste Ritzen in der Decke ins Dunkel ein.

After the first viewpoint the guide leeds the group down to the bottom. You are visiting a number of caves, so bringing a torch light with you is highly recommended. The caves are - though all dark - not without life. Many of the plants growing in this park start as seeds somewhere above. They first develop roots that grow very slowly downwards until they reach the bottom. With the support of the water they find there they can start growing upwards, too. You can see those roots all through the caves, some of them quite thick and reaching the ground through small holes in the rocks above you.

Den Schlus der Tour bildet ein kurzer Gang durch einen Wald, wo wir gleich mehrere Lemuren sehen. Dieser Wald befindet sich in einem Tal zwischen den Tsingys. Gleich nach dem Wald folgt eine Savanne, durch die man wieder zum Parkplatz zurückkehrt. Auch hier sind also auf kleinster Fläche verschiedene Klimaarten vertreten.

At the end of the tour you are crossing a forest that grows in a valley between the Tsingys. We had the chance to see some lemurs down there. Leaving that forest you have to walk through a section of savanna back to the parking lot. So also here outside of the Tsingys there are different climates within a very small area.

Lemur

Lemur

Lemuren-Familie

Lemuren-Familie

Lemur family

Petits Tsingy

Nach dem Mittagessen besuchten wir auch noch die Petits Tsingy, die sich gleich neben dem Zeltplatz befinden. Wenn man die Grands Tsingy bereits gesehen hat, so sind diese nicht mehr so eindrucksvoll, denn die Spalten sind weniger tief und das Gebiet ist viel kleiner. Trotzdem ist die an einen Klettersteig erinnernde Wanderung intensiv und wir hatten auch noch das Glück, Lemuren und Fledermäuse zu sehen. Danach strebten wir aber raschmöglichst zurück zum Zeltplatz, um trotz Warnungen vor Krokodilen noch ein Bad im Fluss zu nehmen. Krokodile blieben bis zum Schluss der Tour die einzigen grossen Tiere, die wir nie zu sehen bekamen.

We visited the Petits Tsingy after lunch. They are located just next to the campground. After having visited the Grands Tsingy they are not so impressing anymore. The holes are much smaller and the also the area. Nonetheless, the hike that is like a via ferrata is intensive and we were quite happy to encounter lemurs and also bats. After the visit we had a strong desire to go for a swim in the river although people had told us that there might be crocodiles. Crocodiles were the only large animals that we never saw during the tour.

Baobabs

Die letzte Etappe war erneut eine lange Fahrt mit einem Allrad-betriebenen Fahrzeug. Zuerst mussten wir nach Belo-sur Tsiribihina zurückkehren, inklusive der beiden Fahrten auf der Fähre. Für die 200 Kilometer benötigten wir bei strahlendem Wetter wiederum rund vier Stunden und erreichten die Stadt gerade rechtzeitig für das Mittagessen. Danach nahmen wir den zweiten Abschnitt in Angriff, die Piste nach Morondava. Diese Piste ist von besserer Qualität und kann recht schnell befahren werden. Sie führt exakt geradeaus, andere Fahrzeuge trifft man wie auf den meisten Strassen Madagaskars selten an.

The last section of the tour was another long drive with the offroader. First we had to return to Belo-sur-Tsiribihina, including the two ferry rides. In really good weather conditions it took four hours for the 200 kilometers. We arrived in Belo just in time for the lunch. After lunch we started for the second section, the road to Morondava. That road is of a much better quality and you can drive quite fast. It is all straight and there are not many other cars, as allways in Madagascar.

Bereits kurz nach Belo sieht man entlang der Piste immer mehr Baobabs. Diese Bäume leben ausschliesslich im Südwesten Madagaskars. Es gibt die Annekdote, dass in früher Zeit Gott wütend auf einen Baobab war, ihn ausriss und umgekehrt wieder in den Boden steckte. Wenn man sich die Photos betrachtet, so sieht man sofort, wie die Einheimischen auf diese Erklärung für das spezielle Aussehen dieser Bäume kamen...

Not far from Belo there start to be more and more Baobabs. Those trees can only be found in southwestern Madagascar. The locals believe that a long time ago god was angry with a Baobab, eradicated it and stuck it in the floor again - upside down. Have a look at the pictures and you can surely imagine why the locals believe in that story...

Entlang der Piste gibt es aber nicht nur die Baobabs zu beobachten: Wir sahen auch Sifakas (die weissen Lemuren) und viele Pflanzenarten. Oft gibt es einen kurzen Abschnitt, in dem eine Pflanze über alle anderen vorherrscht. In der Nähe von Morondava sieht man auch immer mehr Reisfelder.

But there are not only Baobabs to be seen along the road: We saw Sifakas (the white lemurs) and many plant species, too. Often there are short sections where a certain plant species predominates over all others. There are also some rice paddies in the surroundings of Morondava.

Der Westen Madagaskars ist auch bekannt für einen speziellen Totenritus: Jedes jahr werden die Gräber wieder geöffnet und die Leichen in einer feierlichen Zeremonie gedreht. Es ist möglich, als Tourist diesen Riten beizuwohnen, selber habe ich aber nur ein paar wundervoll bemalte Gräber gesehen, die man entlang der Piste direkt an der Strasse findet.

Western Madagascar is also known for a tradition: Every year they open graves and turn the dead bodies during a ceremony. It is possible for tourists to be present while that rites take place. I didn't do that, but there are some tombs along the road.

Piste nördlich von Belo-sur-Tsiribihina

Piste nördlich von Belo-sur-Tsiribihina

Road north of Belo-sur-Tsiribihina

Sifaka

Sifaka

Les Baobabs amoureux

Les Baobabs amoureux

Avenue du Baobab

Avenue du Baobab

Kurz vor der berühmten Avenue du Baobab gibt es noch ein paar andere Baobabs grosser Bedeutung für die lokale Bevölkerung: Les Baobabs Amoureux und Baobab Sacrée. Letzterer hat einen Umfang von knapp 16 Metern und gilt als Heiligtum. Wenn man ihn besucht, so fragt man sich allerdings, wieso um ihn herum eine kleinere Müllhalde ist. Der Grund dafür ist, dass die Einheimischen als Opfergabe Rum mitbringen und die Flaschen ebenfalls dort deponieren.

Not far from the world famous Avenue du Baobab there are a few other Baobabs of great importance for the locals: Les Baobabs Amoureux and also Baobab Sacrée. Later has a circumference of a little less than 16 meters and is sacred. When visiting that tree you don't really believe it is sacred because the people leave lots of bottles all around its trunk. The reason is that they bring rum as a sacrifice and leave the bottles.

Zum Sonnenuntergang erreichten wir dann die berühmte Avenue du Baobab. Dies ist eines der meist photographierten Motive Madagaskars. Es ist auch einer der wenigen Orte in diesem Land, wo man Japaner antrifft. Sie fliegen einzig hierher, um die Bäume als Motiv für Photos zu nutzen. Ob man einzig dafür hierher fliegen sollte kann diskutiert werden, die Schönheit der Avenue du Baobab beim Sonnenuntergang ist aber nicht anzweifelbar, wie die Bilder beweisen. Man braucht nicht einmal ein grosser Photograph zu sein, die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass auf dem Resultat mehr Bäume als Touristen sichtbar sind.

We arrived at the Avenue du Baobab just in time to see the sunset. It is one of the most photographed themes in Madagascar. It is also one of the few places where I met people from Japan. They fly in to Morondava just to take pictures of the trees. One may question whether it is a good thing to fly here just for the pictures, but it is no question that the trees are worth a lot of effort. I think that the pictures prove that. You don't have to be a great photographer. The only difficulty is to take pictures that do not show the other tourists.

Baobabs beim Sonnenuntergang

Baobabs beim Sonnenuntergang

Baobabs at sunset

Fähre über Tsiribihina bei Belo-sur-Tsiribihina

Fähre über Tsiribihina bei Belo-sur-Tsiribihina

Ferry on Tsiribihina at Belo-sur-Tsiribihina

Piste zwischen Belo-sur-Tsiribihina und Morondava

Piste zwischen Belo-sur-Tsiribihina und Morondava

Road from Belo-sur-Tsiribihina to Morondava

Baobab

Baobab

Mit der Ankunft in Morondava war die Tour beendet. Hier nochmals ein Überblick über die einzelnen Etappen:

With the arrival in Morondava the tour had reached its ending. I'm giving you once again an overview over the days:

1. Tag Fahrt von Antsirabe nach Miandrivazo.
2. Tag Erste Etappe auf dem Tsiribihina
3. Tag Zweite Etappe auf dem Tsiribihina:
Beobachtung von Lemuren und Dusche im Wasserfall
4. Tag Ankunft in Antsiraraka, Fahrt mit Zebu-Wagen
5. Tag Fahrt mit Allrad-Fahrzeug über Belo-sur-Tsiribihina nach Bekopaka
6. Tag Besuch des Parc National Tsingy de Bemaraha, Grands Tsingy und Petits Tsingy.
7. Tag Fahrt mit Allrad-Fahrzeug über Belo-sur-Tsiribihina nach Morondava, Baobabs bei Sonnenuntergang
8. Tag Rückflug nach Antananarivo
Day 1 Driving from Antsirabe to Miandrivazo.
Day 2 First section on Tsiribihina ?>
Day 3 Second section on Tsiribihina:
Lemur encounters and shower at an escalade
Day 4 Arrival in Antsiraraka, ride on zebu carriage
Day 5 Driving in offroader to Bekopaka via Belo-sur-Tsiribihina
Day 6 Visit of Parc National Tsingy de Bemaraha, Grands Tsingy and Petits Tsingy.
Day 7 Driving in offroader to Morondava via Belo-sur-Tsiribihina, Baobabs at sunset
Day 8 Return to Antananarivo

Die ganze Tour war durch Exode Tours makellos organisiert.

The whole tour was very well organized by Exode Tours.

Baobabs

Baobabs

Baobabs beim Sonnenuntergang

Baobabs beim Sonnenuntergang

Baobabs at sunset

Morondava

Morondava war das Ende der letzten Etappe der geführten Tour, die mich über den Tsiribihina zum Parc National Tsingy de Bemaraha und den Baobabs geführt hatte. Die Nacht habe ich im Hotel Morondava Beach verbracht. Der luxuriöse Bungalow inklusive Klimaanlage grenzte direkt an dern Strand. Obwohl ich nicht so sehr der Strand-Typ bin, musste ich natürlich die Chance nutzen und gleich nach dem Aufstehen ein kurzes Bad im Meer nehmen.

Morondava was the final station of the tour that had brought me to the Tsiribihina, Parc National Tsingy de Bemaraha and also to the fabulous Baobabs not far from Morondava. I spent this last night in the hotel Morondava Beach. The luxurious bungalow which had air conditioning was next to the beach. Although I'm not really a beach guy I could not resist to take a short bath in the sea just after having gotten up.

Am Nachmittag hatte ich bereits meinen Rückflug in die Hauptstadt. Das Flugzeug war wiederum eine Twin-Otter (vergleiche meinen Flug von Antananarivo nach Fianarantsoa. Es ist unbedingt zu empfehlen, den Flug lange im Voraus zu buchen, denn die anderen Mitglieder der Gruppe konnten keinen Flug mehr finden und mussten mit der Taxi-Brousse nach Tana zurückkehren. Diese Fahrt über die schlechteste geteerte Strasse Madagaskars dauert alleine von Morondava nach Miandrivazo ungefähr acht Stunden, insgesamt bis zu zwanzig Stunden.

My flight back to the capital Antananarivo was already in the afternoon. The plane was a Twin-Otter (same as when I flew from Antananarivo to Fianarantsoa. It's very important to arrange the booking as early as possible because the flights are usually fully booked. The other people of the group didn't have a ticked and thus had to take the taxi-brousse for their return to Tana. This drive takes about 20 hours, more than eight only for the very bad route to Miandrivazo.

Pirogue

Pirogue

Strand von Morondava bei Ebbe

Strand von Morondava bei Ebbe

Morondava Beach at low tide

Am Strand

Am Strand

At the beach

Kleiner Krebs

Kleiner Krebs

Little crustacean