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Neuseeland | New Zealand

09.12.2004 - 13.01.2005

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Fjordland National Park

Donnerstag, 06.01.2005 -
Samstag, 08.01.2005

Milford Sound

Bereits in Queenstown haben wir uns entschieden, die Fahrt zum Milford Sound nicht im eigenen Mietauto zu unternehmen. Wir wollten dort Kayak fahren gehen. Weil die meisten Organisatoren von solchen Touren von Te Anau aus operieren, kostet es nicht viel zusätzlich, um im Bus dahin zu fahren. Immerhin sind es rund 100 Kilometer pro Weg. So konnte ich auch einmal nur die Aussicht auf die wunderschöne Bergwelt geniessend und ausserdem konnte ich mich nach der anstrengenden Kayak-Tour erholen, statt fahren zu müssen.

Fahrt zum Ausgangspunkt
Ride to the starting point

Im Milford Sound wurden wir total entschädigt für all die Schlechtwetter-Tage: Gerade dort, wo es an rund 300 Tagen pro Jahr regnet und sonst meistens bewölkt ist, hatten wir strahlend blauen Himmel und viel Sonne. Lonely Planet schreibt von den zwei frustrierenden Eigenschaften des Fjordland: Regen und Sandflies. Den Regen hatten wir also für einmal nicht, die Sandflies waren für uns aber auch kein Problem, denn die stören nur, solange man nicht auf dem Wasser ist. Sie stechen also nur die Touristen, die nach Milford fahren, ohne sich die einzige Art zu gönnen, wie man diese Umgebung einigermassen erfassen kann: Mit dem Kayak in den Milford Sound stechen.

Natürlich gehen die meisten Touristen zumindest für kurze Zeit auf das Wasser: Mit den grossen Kursschiffen, die viel Lärm und viele Wellen machen. Viel schlimmer sind aber die Helikopter und Flugzeuge. In Milford hat es einen kleinen Flugplatz. Unglaublich aber wahr: Dieser hat mehr Flugbewegungen pro Tag als der internationale Flughafen in Auckland! Es gilt also dasselbe wie in der Mount Cook-Region und bei den Gletschern an der Westküste: Die Natur geniessen muss man in den zwanzig Sekunden zwischen zwei Helikoptern.

Angesichts der täglichen Staus auf der Strasse zwischen Te Anau und Milford und des uneingschränkten Fliegens in den Nationalparks muss man sich wirklich fragen, weshalb Neuseeland den Ruf hat, ein Natur-Paradies zu sein. Wir haben diese grenzenlose Ausnutzung durch kommerzielle Anbieter nicht verstehen können und warent entsprechend ziemlich enttäuscht von diesem Land. Klar: Auch wir sind mit dem Flugzeug um den ganzen Globus geflogen, haben mehrere Tausend Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Aber wenn wir an einem Ort waren, so war es uns wichtig, in die Wanderschuhe zu steigen und uns selber in die Natur zu begeben. Das tun nur die allerwenigsten Touristen. Stattdessen steigen sie in ein Flugzeug und stören mit dem Lärm Wanderer, die mehrtägige Strapazen auf sich nehmen, um ein Naturerlebnis zu erhalten.

Sicht vom Homer Tunnel nach Westen
Westward view from Homer Tunnel
Wir haben unsere Kayak-Tour mit Rosco's Milford Sound Sea Kayaks gebucht und waren sehr zufrieden mit der gebotenen Leistung. Einzig auf der Rückfahrt hat sich der Fahrer weniger Zeit für Stops genommen als uns versprochen worden war.
Thursday, 06.01.2005 -
Saturday, 08.01.2005

Milford Sound

Gruppe von Kayak-Fahrern
Group of kayaks
Sicht zurück nach Milford
View back to Milford
Umsteigen in die Kayaks
Entering the kayaks
Halt zum Geniessen der Aussicht
Stop to enjoy the view
Mitre Peak
Mitre Peak
Wasserfälle entlang der Passstrasse
Waterfalls along the street
Passstrasse zwischen Homer Tunnel und Milford
Street between Homer Tunnel and Milford
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