Scotland

Schottland

Scotland

Montag, 06.07.2026 - Samstag, 25.07.2026
Monday, 06.07.2026 - Saturday, 25.07.2026

 

Als wir im Jahr 2025 nach England & Südwales in die Familienferien reisten, benötigten wir erstmals das sogenannte ETA für die Einreise. Da dieses Dokument zwei Jahre gültig ist, kamen wir recht schnell auf die Idee, uns im Jahr danach wiederum auf den Britischen Inseln zu erholen. Diesmal zog es uns in den Norden, nach Schottland.

When we traveled to England and South Wales for family vacation in 2025, we needed what’s known as an ETA for entry for the first time. Since this document is valid for two years, we quickly decided to return to the British Isles the following year for another vacation. This time, we were drawn to the north, to Scotland.

 

Anreise

Historische Strasse in den Shambles

Historic street in the Shambles

Decke im York Minster

Ceiling inside York Minster

York Minster

York Minster

Clifford's Tower

Clifford's Tower

Northumberland

Amble und Warkworth Castle

Coquet Island

Coquet Island

Warkworth Castle

Warkworth Castle

Alnwick Castle und Alnmouth

Alnwick Castle and Alnmouth

Alnwick Castle

Alnwick Castle

Kutsche

Horse-drawn carriage

Panorama
Alnwick Castle. Das Original dieses Panoramafotos ist mehr als 20'000 Pixel breit und wurde aus 9 Bildern erstellt.
Alnwick Castle. The original of this panorama picture has more than 20'000 horizontal pixels and was assembled from 9 images.

 

Farne Island

Farne Island

Papagaientaucher (Fratercula arctica)

Puffin (Fratercula arctica)

Longstone Lighthouse

Longstone Lighthouse

Papagaientaucher bei seiner Höhle

Puffin near its burrow

Papagaientaucher mit Sandaalen

Puffin with sand eels

Tordalk (Alca torda)

Razorbill (Alca torda)

Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea)

Arctic tern (Sterna paradisaea)

Falkirk Wheel

Stirling Castle

Loch Lomond & The Trossachs Nationalpark

Loch Lomond & The Trossachs National Park

Fahrt durch die Highlands

Skye

Dunvegan

Trotternish

Neist Point Cliffs and Lighthouse

Fahrt nach Inverness

Heute stand eine längere Autofahrt an, die wir aber in einzelne Abschnitte zu unterteilen planten. Von Uig ging es zuerst ans andere Ende von Skye, wo die Brücke nach Kyle of Lochalsh führt. Das geht natürlich wesentlich rascher als mit der Fähre. Trotzdem dauert diese Fahrt mehr als eine Stunde. Wir hatten aber bereits den ersten Stop im Auge, und zwar nach der Brücke quasi um die Kurve beim Eilean Donan Castle. Dort parkierten wir auf dem riesigen und schon fast vollen Parkplatz und schauten uns das imposante Schloss von aussen an.

Die nächste Etappe zum letzten Mal durch die Highlands, zuerst durch Glen Moriston, danach vorbei am Loch Loyne und Loch Garry nach Fort Augustus. Diese Region erinnerte uns sehr stark an die Reisen nach Kanada. Waldbewachsene Hügel, im Tal in der Sonne blau glänzende Gewässer, einfach phantastisch. In Fort Augustus stoppten wir schliesslich für das Mittagessen und die ersten Blicke auf das Loch Ness.

Für den Nachmittag hatten wir eine Reservation im Urquhart Castle (gratis im zweiten Jahr Mitgliedschaft bei English Heritage). Eine Reservation ist nötig, weil die Anzahl Parkplätze sehr begrenzt ist. Dieses Schloss ist zwar nur noch eine Ruine, seine Lage am Loch Ness ist aber absolut schön. Man kann sich mehr oder weniger frei auf dem Areal bewegen. Im modernen Besucherzentrum wird ein Film als Einführung gezeigt, im Café kann man sich Dessert und Kaffee gönnen.

Die letzte Etappe des Tages war die kurzeste und brachte uns nach Inverness, wo wir für die Nacht eine Unterkunft über Airbnb gebucht hatten. Vor dem Nachtessen spazierten wir noch kurz zum Stadtzentrum und zurück, ansonsten nutzten wir diese Stadt aber nur zum Schlafen.

Eilean Donan Castle

Eilean Donan Castle

Urquhart Castle am Loch Ness

Urquhart Castle at Loch Ness

Aberdeenshire

Heute war das Tagesziel unsere Unterkunft in Stonehaven. Die Fahrt dorthin führte uns der Küste entlang rund um Aberdeenshire. Diese Region ist eher ländlich und touristisch nicht so intensiv besucht. Die erste Aufgabe war, den Tank des Autos zu füllen, danach ging es los in Richtung Spey Bay.

WDC Scottish Dolphin Centre

In der Unterkunft in Inverness lagen ein paar Broschüren von besuchenswerten Orten auf. Darunter entdeckten wir eine vom WDC Scottish Dolphin Centre, das uns sogleich faszinierte. Also steuerten wir die Sepy Bay an, wo sich dieses Museum befindet. Die Parkplätze sind zwar sehr beschränkt, wir hatten aber Glück und konnten sofort einen finden. Im Museum wurden wir sehr freundlich empfangen, schauten uns die kleine Ausstellung an und gingen danach nach draussen an den Strand, wo man regelmässig Delfine sieht. Wir hätten diese Tiere auch gerne beobachtet, hatten aber kein Glück. Dafür konnten wir länger einen Fischadler beobachten, der über dem Spey-Delta seine Runden zog.

Unser Mittagessen nahmen wir am Strand ein, während wir auf Delfine warteten. Danach genossen wir noch ein Dessert im Café beim Museum, das äusserst lecker war. Schliesslich ging es aber weiter, denn wir hatten noch einen Ort auf unserer Liste für diesen Tag.

Fischadler

Osprey

Strand bei der Spey Bay

Beach at Spey Bay

Museum of Scottish Lighthouses

Fast 1.5 Stunden dauerte die Fahrt nach Fraserburgh. Sie führte mal näher, mal etwas weiter entfernt von der Küste nach Osten. Einige Küstenorte waren sehr malerisch, da könnte man sehr gut Ferien machen, zumindest wenn das Wetter so toll ist wie während unserer Zeit in Schottland. Unser Ziel waren das Kinnaird Head Castle Lighthouse und das zugehörige Museum, das scheinbar grösste Museum der Welt, das sich ausschliesslich mit Leuchttürmen beschäftigt. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und interessant. Wir hatten leider nicht sehr viel Zeit, denn wir konnten gleich auf eine Tour, die uns ins Innere des Leuchtturms führte.

Das Kinnaird Head Castle Lighthouse war der erste Leuchtturm in Schottland und wurde 1787 erbaut. Seine Entstehungsgeschichte ist lustig, denn effektiv wurde der Leuchtturm auf ein ehemaliges Schloss gebaut - deshalb der Name. Das ist gut erkennbar, wenn man sich die ungewöhnliche Basis des Gebäudes genauer ansieht. Unsere äusserst interessante Tour führte uns in alle Stockwerke, wo Leuchtfeuerwärter und seine Familie lebten. Schliesslich waren wir ganz oben und konnten das sich drehende Feuer live erleben.

Kinnaird Head Castle Lighthouse

Kinnaird Head Castle Lighthouse

Leuchtfeuer und Fresnel-Linse

Light beacons and Fresnel lenses

Treppenhaus im Leuchtturm

Stairwell in the lighthouse

Wohnung der Familie des Leuchtfeuerwärters

The Lighthouse Keeper's Family's Apartment

Stonehaven

Stonehaven ist eine kleine Stadt südlich von Aberdeen mit einem schönen Zentrum und - wie es der Name erwarten lässt - einem Hafen. Wir hatten hier eine Unterkunft für zwei Nächte gebucht. Die ursprüngliche Idee war, von dieser Basis her einen Ausflug in den Cairngorms Nationalpark zu unternehmen, den wir während unserer ersten Reise nach Schottland aus Zeitgründen ohne Halt durchquerten. Dieser Nationalpark ist schwierig zu erkunden, weil es wenige Strassen gibt. Es braucht also viel Zeit. Auch dieses Jahr liessen wir ihn schliesslich aus, denn wir hatten keine Lust auf eine weitere lange Autofahrt.

Es gibt aber genügend zu tun in dieser Region, und zwar fast in Gehdistanz. Also genossen wir den Tag auf die ruhige Tour mit einem Besuch des Dunnotar Castle und des Vogelschutzgebiets Fowlsheugh. Am Abend war unsere Idee, für einmal je nach Geschmack Take-Away zu machen, also Pizza, Chinesisch oder Indisch. Das indische Carron to Mumbai Restaurant war ein voller Erfolg, da können wir die uneingeschränkte Empfehlung weitergeben. Der Chinese funktionierte ebenfalls, die drei Pizzerien waren aber trotz anderslautender Information im allwissenden Internet geschlossen, weshalb wir kurz vor Ladenschluss noch eine Fertigpizza holen konnten. Wurde unerwartet kompliziert, aber zuum Schluss waren jedenfalls alle zufrieden.

Hafen von Stonehaven

Port of Stonehaven

Zentrum von Stonehaven

Center of Stonehaven

Dunnotar Castle

Nach nur wenigen Minuten Autofahrt erreichten wir den Parkplatz beim Schloss. Vor dort geht ein kurzer Weg zum Schloss, wobei man die supertolle Aussicht bereits vom Weg aus geniessen kann. Eintritt bezahlen muss man erst, wenn man das Schloss betreten möchte. Wir verzichteten darauf, eine weitere Ruine zu besuchen, und verbrachten stattdessen etwas Zeit an der Küste gleich unterhalb. Dort entdeckten wir zum Beispiel Schwalbennester, wie sie in der Natur gebaut werden. In den Felsen waren sie sehr gut versteckt.

Da wir das Schloss nicht wirklich besucht haben, können wir natürlich keine Empfehlung dazu abgeben. Wenn man aber wie wir während einer Reise bereits mehrere Schlösser und Ruinen gesehen hat, so kann ich mir nicht vorstellen, dass der Besuch dieses Schlosses die wirklich imposante Aussenansicht übertreffen kann.

Dunnotar Castle

Dunnotar Castle

Küste unterhalb des Schlosses

Coastline below the castle

RSPB Scotland Fowlsheugh

An diesem Morgen stand ich mal wieder wirklich früh auf und fuhr mit dem Auto zum Vogelschutzgebiet Fowlsheugh, das sich gleich hinter dem Dunnotar Castle der Küste entlang zieht. Da die Nächte in Schottland im Sommer viel kürzer sind als in Zentraleuropa, war es um vier Uhr bereits hell und die Sonne ging gerade auf, als ich ankam. Das Gebiet hatte ich auf der Website birdingplaces.eu entdeckt. Und was ich hier antraf, war einfach unbeschreiblich: Das senkrechten Felswände ziehen sich ungefähr drei Kilometer entlang der Küste und sind zwischen 30 und 60 Metern hoch. Das ist zwar an sich bereits imposant, wirklich unglaublich ist aber, dass jede noch so kleine Kante in diesen Felsen durch Vögel besetzt wird. Das sind viele tausend Vögel, und auch das Meer ist dicht besetzt und am Himmel würde der beste Fluglotse die Übersicht verlieren.

Perfekte Ausgangslage also, um Fotos der unterschiedlichen Arten im Flug zu schiessen. Am Brüten respektive die Jungtiere füttern waren in erster Linie Trottellummen und Dreizehenmöwen. Dazwischen fanden sich auch einige Hohltauben. Vereinzelt gibt es hier auch Papageientaucher, die sind um diese Zeit aber normalerweise bereits weg, ich konnte keine entdecken. Die Basstölpel waren bereits mit dem Brutgeschäft fertig, flogen aber zu tausenden auf dem Meer. Schon lange wollte ich sie im Flug fotografieren, also ideale Vorasussetzungen dafür. Nicht vergessen darf man die vielen kleineren Vögel, die oben auf den Wiesen zwischen den Hasen herumfliegen. Goldammern konnte ich hier sehr schön fotografieren, andere Arten kannte ich gar nicht.

Um die Basstölpel im Flug zu fotografieren, musste ich zum Wasser hinunter. Das geht relativ einfach beim Eingang zum Naturschutzgebiet. Hier findet man auch viele Fischer, der Grund, weshalb der kleine Parkplatz sehr gut gefüllt ist. Die Fischer haben an ihrer Angelrute mehrere Köder, ich sah sie bis zu fünf grosse Fische gleichzeitig rausholen (wie sie die Fische danach behandelten wäre allerdings in der Schweiz verboten...). Kein Wunder also, dass es hier so viele sich von Fischen ernährende Vögel gibt. Auch Seehunde konnte ich beobachten, die sich immer wieder auf wenige Meter näherten.

Steilküste von Fowlsheugh

Fowlsheugh Cliffs

Detail der Felsen

Detail of the cliffs

Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla)

Black-legged kittiwake (Rissa tridactyla)

Dreizehenmöwe im Dunenkleid

Kittiwake in its down plumage

Mein Lieblingsfoto: Basstölpel im Flug

My favorite photo: A gannet in flight

Trottellummen-Paar

A pair of common guillemots

Hier gibt es wohl eine Mahlzeit...

Looks like there's a meal here...

Seehund

Harbor Seal

Edinburgh

Rückreise

Die Rückreise war wenig ereignisreich: Wir fuhren am Morgen mit dem Mietauto von Edinburgh ohne Halt nach Newcastle, um es an die Vermietung zurückzugeben. Mit dem Zug ging es von dort in knapp drei Stunden nach London, wo wir zur geplanten Zeit ankamen und für die Nacht zwei Zimmer im Hotel The California direkt beim Bahnhof Kings Cross gebucht hatten. Diese Zimmer kosteten nur wenig mehr als im Jahr davor im miserablen Hostel Generator London, aber die Qualität war unendlich viel höher. Wer in London zentral übernachten möchte, dem können wir dieses Hotel sehr empfehlen. Beim Nachtessen landeten wir rein zufällig im selben Restaurant, wo wir im Jahr zuvor ein Morgenessen genossen hatten, im ebenfalls sehr empfehlenswerten Fiena Cafe Bar & Restaurant.

Für die Sicherheitskontrolle des Eurostar muss man einige Zeit einrechnen. Dank der Nähe unseres Hotels zum Bahnhof St. Pancras International war das aber keine grosse Sache. Wir waren nach fünf Minuten dort, kauften in den Läden noch, was wir für das Morgen- und Mittagessen brauchten, und standen beim Checkin an. Die Pass- und Gepäckkontrolle verlief sehr flott, nach etwas Wartezeit konnten wir zum Zug gehen, einsteigen, und bald darauf waren wir unterwegs zurück nach Kontinentaleuropa. Sogar wenige Minuten zu früh erreichten wir Paris.

Glücklicherweise hatten wir bereits während der Hinreise gesehen, dass wir heute wegen einer Sperrung die Métro nutzen mussten. So waren wir vorbereitet und auch dafür brauchten wir nur rund 20 Minuten. So hatten wir genügend Zeit im Gare de Lyon, bevor der TGV uns wiederum ohne die geringste Verspätung nach Basel brachte. Von dort mit der SBB erreichten wir kurz nach sechs Uhr unser Zuhause.

 


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