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Riederalp - Riederfurka - Hängebrücke - Aletschji - Belalp

Weitere Wanderungen bei der Riederalp:

Donnerstag, 25.06.2009

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes im Wallis wanderten wir noch von der Riederalp (1925m) auf die Belalp (2098m). Also rund fünf Stunden fast geradeaus, könnte man meinen. Dafür muss man aber zuerst nochmals auf die Riederfurka (2064m) aufsteigen, von wo wir erneut den Blick zum Aletschgletscher geniessen konnten. Wiederum hatten wir Wetterglück, die Riederalp schien wirklich der einzige Ort der Schweiz mit schönem Wetter zu sein. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben...

Aletschwald

Auf der Riederfurka folgten wir den Wegweisern "Hängebrücke". Der Weg geht durch den Hexenwald-artigen Aletschwald hinunter bis zu ebendieser Hängebrücke (1550m). Unterwegs trifft man auf die Moränen des sich zurückgezogenen Aletschgletschers. Wunderschön ist dort der Grüensee. Steil geht es schliesslich hinunter zur Hängebrücke, über die man die Massaschlucht überqueren kann.

Hängebrücke
Swing bridge

Die 124m lange Hängebrücke wurde erstellt, weil sich der Aletschgletcher wegen der Klimaerwärmung so weit zurückgezogen hat, dass es während einer Tageswanderung kaum mehr möglich ist, über die Gletscherzunge sicher die Talseite zu wechseln. Eine Durchquerung der Massaschlucht selber ist nicht möglich. Dank der Brücke ist nun die Verbindung zwischen der Riederalp und der Belalp wiederhergestellt.

Massaschlucht

Wenn man die Wegweiser entlang dieses Weges etwas genauer betrachtet, so fällt auf, dass sie vielleicht noch nicht an die neuen Wegzeiten angepasst wurden. Jedenfalls sind die Zeiten total ungenau und widersprechen sich auf Sichtdistanz. Also einfach weiter wandern statt Wegweiserzeiten lesen.

Einer der vielen falschen Wegweiser
One of the many wrong signs

Nach der Überquerung der Hängebrücke beginnt der lange Aufstieg bis zum Hotel Belalp auf 2136m. Zu Beginn ist er aber gar nicht so steil, man geht von einer Alp zur nächsten und geniesst die umgebende Bergwelt. An einer Stelle überquerte direkt vor uns eine Gämse den Weg, sprang fast senkrecht einen Felsen hinunter und war Sekunden später etwas weiter vorne wieder auf unserer Höhe. Keine Ahnung, wie die das gemacht hat, aber sie schien sämtliche physikalischen Grenzen zu überwinden.

Z'Nill und Gibidum-Stausee
Z'Nill and Gibidum water reservoir

Richtig streng wird der Wanderweg erst direkt unterhalb des Grates, wo man das Ende des Aufstiegs vermutet. Hier wurde der Weg in einem Couloir in engen und steilen Serpentinen angelegt. Die Steigung ist enorm, man meint fast schon, pro Meter Horizontaldistanz einen an Höhe zu gewinnen. Oben angekommen sieht man die Kapelle und das Hotel Belalp, und die ganzen Touristen, die von der Belalp her gekommen sind, um einen Blick auf den Aletschgletscher zu erhaschen.

Blick zurück auf den Aletschgletscher
View back towards Aletsch glacier

Es geht dann noch rund eine halbe Stunde weiter bis zur Bergstation der Seilbahn. Dort gibt es gleich mehrere Restaurants, um das wohlverdiente Dessert zu geniessen. Auf der Sonnenterasse gönnten wir uns dieses Vergnügen, bevor wir die Bahn hinunter nach Blatten nahmen. Dort kam auch bald das Postauto. Übrigens: Gleich nach der Abfahrt Richtung Brig begann es zu regnen.

Letzter Aufstieg zum Hotel Belalp / Aletschbord
Final ascent to Hotel Belalp / Aletschbord

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Thursday, 25.06.2009
Grüensee
Hängebrücke
Swing bridge
Massaschlucht
Aletschji
Letzter Aufstieg zum Hotel Belalp / Aletschbord
Final ascent to Hotel Belalp / Aletschbord
Kapelle auf der Belalp
Chappel at Belalp