Jura Crest Trail

Jura-Höhenweg

Jura Crest Trail

Wenn ich zuhause aus dem Fenster schaue, so sehe ich die Wasserflue (844 m.ü.M.), einen prägnanten Fels des Aargauer Jura. Seit ich in Aarau wohne war es mein Ziel, jedes Jahr einmal dort oben zu stehen. Die Aussicht vom Gipfel ist äusserst eindrücklich: Man sieht von den Vogesen bis zum Schwarzwald im Norden und Richtung Süden den gesamten Alpenbogen vom Alpstein bis zu den Berner Alpen. Natürlich nur, wenn das Wetter vollständig dunstfrei ist, was ich bisher erst einmal erlebt habe.

When I look out of the window at home, I see the Wasserflue (844 m.a.s.l.), a striking rock of the Aargauer Jura. Since I have lived in Aarau it has been my goal to be up there once a year. The view from the summit is extremely impressive: from the Vosges to the Black Forest in the north and south you can see the entire Alpine arc from the Alpstein to the Bernese Alps. Of course, only if the weather is completely free of haze, which I have experienced only once so far.

Signpost

Auf der Wasserflue gibt es aber noch etwas anderes: Grüne Wegweiser mit einer '5' darauf. Diese zeigen dem Wanderer den Weg entlang des Jura-Höhenwegs (französisch: Chemin des Crêtes du Jura), der grob gesagt von Zürich nach Genf führt. Dieser Höhenweg folgt dem Jurabogen und gilt als einer der schönsten Fernwanderwege der Schweiz. Entsprechend ist er auch Teil der Initiative Wanderland von Schweiz Mobil, die aktuell sieben Fernwanderwege durch die Schweiz bewirbt. Weiter ist der Jura-Höhenweg Teil des Europäischen Fernwanderwegs E4, der über die unglaubliche Distanz von rund 10'450 km von Kap St. Vincent (Portugal) bis nach Zypern führt. Während der Jura-Höhenweg als die meist begangene Fernwanderung in der Schweiz gilt, wage ich zu bezweifeln, dass der E4 regelmässig durchwandert wird. Aber es ist doch immerhin schön zu wissen, dass es die Möglichkeit für so grosse Unternehmungen gibt.

But there is something else on the Wasserflue: Green signs with a '5' on them. These show the hiker the way along the Jura Crest Trail (French: Chemin des Crêtes du Jura), which roughly speaking leads from Zürich to Geneva. This high-level trail follows the Jura arc and is considered one of the most beautiful long-distance hiking trails in Switzerland. Accordingly, it is also part of the Wanderland initiative by Switzerland Mobility, which currently promotes seven long-distance hiking trails through Switzerland. The Jura Crest Trail is also part of the European long-distance hiking trail E4, which leads over the incredible distance of around 10'450 km from Cape St. Vincent (Portugal) to Cyprus. While the Jura High Trail is considered the most popular long-distance hike in Switzerland, I doubt that the E4 is regularly hiked through. But at least it is nice to know that there is the possibility for such big undertakings.

Der Jura-Höhenweg beinhaltet in seinem Namen zwar den Begriff "Jura", also den Namen eines Kantons der Schweiz. Der Weg führt aber trotzdem nicht durch den Kanton Jura. Sein Name stammt vom Gebirgszug, der das Schweizerische Mittelland gegen Norden respektive Westen begrenzt und ungefähr von Zürich bis nach Genf reicht.

The Jura Crest Trail contains in its name the term "Jura", i.e. the name of a canton of Switzerland. Nevertheless, the trail does not pass through the canton of Jura. Its name comes from the mountain range that borders the Swiss Midlands to the north and west, respectively, and stretches approximately from Zürich to Geneva.

Mehr allgemeine Informationen zum Jura-Höhenweg gibt es ganz unten auf dieser Seite.

More general information about the Jura Crest Trail can be found at the bottom of this page.

Und so träumte ich schon länger davon, den Jura-Höhenweg in seiner ganzen Länge zu durchwandern. Einige Teilstücke davon hatte ich in den letzten Jahren bereits hinter mich gebracht, bis sich im Jahre 2019 die Gelegenheit bot, den ganzen Weg zwar nicht am Stück, aber in einzelnen Etappen zu erwandern. Dank dem formidablen öffentlichen Verkehr sind fast alle Etappenendpunkte einfach erreichbar, sodass sich mein Plan realisieren liess, jeweils zwischen einem bis zwei Tagen am Stück zu wandern.

And so I had been dreaming for quite some time about walking the Jura Crest Trail in its entire length. Some parts of it I had already done in the last years, until in 2019 I had the opportunity to hike the whole way not at a stretch, but in single stages. Thanks to the formidable public transport, most stage end points are easily accessible, so that my plan to hike between one and two days at a time could be realised.

Eine Sache noch vorab... Wenn ich jemandem von meiner Unternehmung erzählte, so ging das meistens ungefähr so: "Ah, der Jura-Höhenweg. Du gehst also wandern?" "Ja, das ist eine Fernwanderung von Dielsdorf nach Nyon." "Äähmm..." "Das ist quasi von Zürich nach Genf." "Oh, wow!" Dieses "quasi" wollte ich loswerden. Deshalb verlängerte ich den Weg an beiden Enden um je eine Etappe. Mein Jura-Höhenweg, den ich unten beschreibe, geht also von Zürich bis nach Genf. Aus meiner Sicht ist das auch geografisch nicht ganz falsch, weshalb es mich sehr freuen würde, wenn diese Idee in Zukunft gelegentlich übernommen würde.

One thing beforehand... When I told someone about my undertaking, it was usually like this: "Ah, the Jura Crest Trail. So you go hiking?" "Yes, that's a long-distance hike from Dielsdorf to Nyon." "Umm..." "That's almost from Zürich to Geneva." "Oh, wow!" I wanted to get rid of this "almost". Therefore I extended the route at both ends by one stage each. My Jura Crest Trail, which I will describe below, goes from Zürich to Geneva. From my point of view this is also geographically not quite wrong, which is why I would be very happy if this idea were to be adopted occasionally in the future.

Karte der Schweiz mit überlagertem GPS-Log meiner Wanderung. Leider sind die Daten nicht sehr genau, aber genügend, um den Weg nachvollziehen zu können. Das GPS-Log kann hier als NMEA-Datei heruntergeladen werden. Zur Darstellung von GPS-Logs empfehle ich GPXSee (gratis unter Windows, Mac OS X und Linux).
Map of Switzerland with overlayed GPS log of my hike. Unfortunately the data is not very accurate, but sufficient to follow the trail. The GPS log can be downloaded here as NMEA file. For displaying GPS logs I recommend GPXSee (free under Windows, Mac OS X and Linux).

1. Section: Zürich - Käferberg - Chatzensee - Dielsdorf (09.08.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 07:25 - 12:405:155:15
Distance:22 km22 km
Ascent:290 m290 m
Descent:270 m270 m
Performance kilometres24.9 km24.9 km
ø performance kilometres4.7 km/h4.7 km/h

Weil ich mich erst so ungefähr auf der achten Etappe des Jura-Höhenwegs entschieden hatte, den offiziellen Weg um je eine Etappe am Anfang und Ende zu erweitern, kommt also bereits jetzt zeitlich alles ein bisschen durcheinander. Man möge mir das verzeihen. Jedenfalls hatte ich diese Etappe eingeschoben, als ich auf der anderen Seite der Schweiz bereits St-Cergue erreicht hatte und somit vor Vollendung der ganzen Wanderung stand.

Because I was already on the eighth stage of the Jura Crest Trail when I decided to extend the official route by one stage at the beginning and one at the end, things are already getting a bit mixed up. May I be forgiven for that. In any case, I had put this stage in when I had already reached St-Cergue on the other side of Switzerland and was therefore about to complete the whole journey.

Da stehe ich also frühmorgens mitten unter Pendlern und beginne am Zürcher Hauptbahnhof meine Fernwanderung. Über Platzspitz / Schindlergut wandere ich bis zum Bucheggplatz durch die Innenstadt. Diesen Weg kenne ich noch gut aus der Zeit, als ich mehr als zehn Jahre beim Letten wohnte. Schliesslich geht es in den Wald, die offiziellen Wanderwege beginnen und bereits nach zehn Metern kann ich zwei Eichhörnchen beim Streiten zuschauen. Starker Kontrast in so kurzer Zeit. So geht es weiter über Käferberg und Hönggerberg, stetig begleitet durch das ganze Spektrum der Nacherholung: Jogger, Yogis, Hündeler, Tänzer und Sänger. Viel los hier in diesen Wäldern, bald wird sich das stark ändern.

There I am early in the morning amidst commuters and start my long distance hike at Zürich Central Station. Via Platzspitz / Schindlergut I walk through the city centre to Bucheggplatz. I still know this path well from the time when I lived near Letten for more than ten years. Finally I enter the forest, the official hiking trails begin and already after ten meters I can observe two squirrels arguing. Strong contrast in such a short time. So it goes on via Käferberg and Hönggerberg, constantly accompanied by the whole spectrum of recreation: joggers, yogis, doggers, dancers and singers. There's a lot going on here in these woods, but soon that's going to change a lot.

Die Etappe hatte ich so geplant, dass ich mich möglichst immer ausserhalb von Ortschaften bewege. Ausserdem wollte ich mal wieder den Chatzensee sehen, ein schönes Naturschutzgebiet am Rande der Grossstadt. So schaffte ich es, dass der Weg grösstenteils durch oder am Wald entlang führte. Das ist nicht nur landschaftlich schöner, sondern bei Temperaturen von über dreissig Grad auch angenehmer. Erst die letzten Kilometer hinein nach Dielsdorf sind nicht so toll, aber irgendwie muss man halt an den Bahnhof kommen, wo der offizielle Jura-Höhenweg beginnt.

I had planned the stage in such a way that, if possible, I would always be outside villages. I also wanted to see Lake Chatzensee, a beautiful nature reserve on the outskirts of the city. So I managed that the way led mostly through or along the woods. This is not only more scenic, but also more pleasant at temperatures of over thirty degrees. Only the last kilometres into Dielsdorf are not so great, but somehow one has to reach the station, where the official Jura Crest Trail starts.

<?=$alt ?>

Hauptbahnhof Zürich, Start meiner Fernwanderung

Zürich Central station, start of my long-distance hike

<?=$alt ?>

Sicht vom Käferberg auf Zürich, See und Alpen

View from Käferberg to Zürich, lake and Alps

<?=$alt ?>

Gemütliche Sitzbank am Chatzensee

Cosy bench at Lake Chatzensee

<?=$alt ?>

Über Land bei Regensdorf

Overland near Regensdorf

2. Section: Dielsdorf - Lägern - Baden - Brugg (12.04.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 08:15 - 15:157:0012:15
Distance:25 km47 km
Ascent:880 m1170 m
Descent:950 m1220 m
Performance kilometres33.8 km58.7 km
ø performance kilometres4.8 km/h4.8 km/h

Die Anreise zum offiziellen Ausgangspunkt des Jura-Höhenwegs in Dielsdorf erfolgt bequem mit der Eisenbahn. Vor dem Bahnhofsgebäude findet man die üblichen Wegweiser in alle Himmelsrichtungen und natürlich denjenigen mit der grünen '5', der meinen Weg weist. Zusätzlich gibt es auch eine Tafel mit einer Karte des ersten Streckenabschnitts. Bereits hier zeigt sich also, dass man eigentlich keine Landeskarte für diese Wanderung benötigt. Die Markierungen zeigen verlässlich an jeder Weggabelung die Richtung, in die man weiter gehen soll.

The journey to the official starting point of the Jura Crest Trail in Dielsdorf is easy by train. In front of the station building you will find the usual signposts in all directions and of course the one with the green '5' that points my way. In addition, there is also a board with a map of the first section of the route. Already here, one can see that one does not need a national map for this hike. The markings reliably show at each fork the direction in which you should continue.

Hinter Dielsdorf geht es sogleich recht steil bergan, bis man Regensberg erreicht hat. Diese idyllische Ortschaft steht auf einem Fels und überblickt die Umgebung. Durch das Stadttor verlässt man den Ort und steigt gleich wieder recht steil auf die Lägern, die diese Etappe bis Baden prägen wird. Der Weg ist anfangs eine Waldstrasse, wird aber später ab der Hochwacht zu einer Gratwanderung, die man mit stetem Blick auf den Boden begehen sollte. Auf mindestens einer Seite geht es meistens steil bergab, man möchte da nicht hinunter fallen. Wunderschön sind die Waldböden mit viel Bärlauch. Gelegentlich sieht man auch eine Eidechse zwischen den Frühlingsblumen. Und das Gezwitscher der Vögel begleitet mich über weite Strecken - scheinbar intakte Natur.

Behind Dielsdorf it goes immediately quite steeply uphill, until one has reached Regensberg. This idyllic village stands on a rock and overlooks the surroundings. You leave the village through the town gate and climb steeply up the Lägern again, which will dominate this stage until Baden. The path is initially a forest road, but later becomes a ridge walk starting at Hochwacht, which you should walk with a constant view of the ground. On at least one side it is mostly steep downhill, you don't want to fall down there. The forest floors with lots of wild garlic are wonderful. Occasionally, one also sees a lizard between the spring flowers. And the chirping of the birds accompanies me over long distances - seemingly intact nature.

Der Abstieg von der Lägern geht durch intensiv genutzte Waldgebiete, bis man beim Schartenfels aus dem Wald tritt und auf Baden hinunter blicken kann. Hier gibt es schöne Sitzbänke, die ich für mein Mittagessen nutze. Danach geht es hinunter an die Limmat. Hier wird die Etappe häufig unterbrochen, ich gehe danach aber gleich wieder steil über Treppen hinauf zur Burg und weiter bis nach Brugg. Diese fast 70 Höhenmeter Treppenlauf spürt man nach rund 4 Stunden Wanderzeit in den Oberschenkeln. Danach wird es aber gemächlicher, der Weg führt über die Baldegg (hier kann man den Wasserturm besteigen) durch ein schönes Waldgebiet zum Gebenstorfer Horn mit Blick auf das Wasserschloss, wo die Flüsse Aare, Reuss und Limmat zusammenfliessen. Danach ist es mit der Natur fertig, die letzte Stunde führt durch Siedlungsraum, wobei man den Wanderwegplanern zugestehen muss, dass sie viele Umwege einplanten, um dies möglichst zu verschleiern. Ich besteige am Bahnhof den Zug und fahre wieder nach Hause.

The descent from the Lägern goes through intensively used forest areas until one steps out of the forest at the Schartenfels and can look down on Baden. Here there are beautiful benches which I use for lunch. Then I go down to the Limmat. Here the stage is often stopped, but I continue walking steeply up the stairs to the castle and on to Brugg. You can feel this almost 70 meters of altitude difference in your thighs after about 4 hours of hiking. Afterwards it gets more leisurely, the way leads over the Baldegg (here you can climb the water tower) through a beautiful forest area to the Gebenstorfer Horn with view to the Wasserschloss, where the rivers Aare, Reuss and Limmat flow together. Afterwards it is over with nature, the last hour leads through residential area, whereby one must admit to the hiking trail planners that they include many detours in order to conceal this as much as possible. I board the train at the station and return home.

<?=$alt ?>

Blick zurück nach Regensberg

View back to Regensberg

<?=$alt ?>

Gratwanderung auf der Lägern

Ridge walk on the Lägern

<?=$alt ?>

Limmat-Übergang in Baden

Limmat crossing in Baden

<?=$alt ?>

Aare in Brugg

Aare in Brugg

3. Section: Brugg - Linn - Staffelegg (18.04.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 07:05 - 11:154:1016:25
Distance:17 km64 km
Ascent:620 m1790 m
Descent:340 m1560 m
Performance kilometres23.2 km81.9 km
ø performance kilometres5.6 km/h5.0 km/h

Wiederum reise ich bequem mit dem Zug an den Startort, diesmal nach Brugg, von wo ich bei schönstem Frühlingswetter zu einer der kürzesten Etappen des Jura-Höhenwegs starte. Vom Bahnhof geht es durch die Altstadt und über die Aare, bevor der Bruggerberg bestiegen werden muss. Diese kurze aber steile Höhendifferenz treibt den ersten Schweiss auf die Stirn. Danach geht es locker durch Wälder und Landwirtschafts­gebiete der Gemeinde Bözberg nach Linn. Das kleine Bauerndorf ist weit herum bekannt wegen seiner alten Linde mit einem Stamm­umfang von rund 11 Metern. Jetzt im April sieht sie aber mangels Blätter noch nicht so eindrücklich aus wie später im Jahr. Weiter gäbe es in Linn auch noch den höchsten Wasserfall des Kantons Aargau, der aber etwas abseits des Weges liegt und mit seinen 5.4 Metern Höhe den Vergleich mit anderen Fällen eher scheuen muss.

Again I travel comfortably by train to the starting point, this time to Brugg, from where I start in beautiful spring weather to one of the shortest stages of the Jura Crest Trail. From the train station I walk through the old town and cross the Aare before I have to climb the Bruggerberg. This short but steep ascent leads to the first sweat on the forehead. Then it's a leisurely walk through the forests and agricultural areas of the municipality of Bözberg to Linn. The small farming village is famous far and wide for its old lime tree with a trunk circumference of around 11 metres. But now in April it does not look as impressive as later in the year due to the lack of leaves. In Linn there would also be the highest waterfall in the canton of Aargau, which is a little off the beaten track and with its 5.4 metres height must shy away from comparison with other falls.

Die zweite Hälfte dieser Etappe beginnt erneut mit einem Aufstieg, diesmal auf den Linnerberg. Jetzt geht es bis zum Ziel auf der Staffelegg nur noch durch Wälder und entlang kleiner Waldlichtungen, fern von nennenswerten Ortschaften. Öfters säumen schöne Buchenwälder den Weg. An einigen bereits sehr trockenen Stellen springt fast jeden Meter eine Eidechse auf die Seite. Nach der Überschreitung des Hard verlässt man den Wald und sieht bald die viel befahrene Strasse über die Staffelegg. Dort besteige ich nach kurzer Wartezeit das Postauto und bin nach einer raschen Fahrt wieder zuhause in Aarau.

The second half of this stage starts again with an ascent, this time to the Linnerberg. Now it goes to the finish on the Staffelegg only through forests and along small forest glades, far away from noteworthy villages. Beautiful beech forests often line the path. At some already very dry places almost every meter a lizard jumps on the side. After crossing the Hard one leaves the forest and soon sees the busy road over the Staffelegg. There I get on the post bus after a short wait and after a fast drive I am back home in Aarau.

<?=$alt ?>

Altstadt von Brugg mit Aare

Old town of Brugg with the river Aare

<?=$alt ?>

Hügellandschaft bei Kilholz

Hilly landscape near Kilholz

<?=$alt ?>

Wanderweg auf dem Hard

Hiking trail on the Hard

<?=$alt ?>

Staffelegg mit Wasserflue im Hintergrund

Staffelegg with Wasserflue in the background

4. Section: Staffelegg - Wasserfluh - Gisiflue - Hauenstein (02.05.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 07:20 - 13:356:1522:40
Distance:22 km86 km
Ascent:900 m2690 m
Descent:860 m2420 m
Performance kilometres31.0 km112.9 km
ø performance kilometres5.0 km/h5.0 km/h

Die wohl kürzeste Anreise aller Etappen führt mich von Aarau mit dem Postauto auf die Staffelegg zurück. Hier starte ich auf Wegen, die ich in den letzten Jahren grösstenteils bereits begangen habe. Trotzdem gibt es immer wieder Überraschungen, die erste kurz nach dem Start mit einem Reh-Paar. Durch die schönsten mir bekannten Wälder mit Buchen, die gerade frische Blätter tragen, geht es zuerst zum Bänkerjoch, danach sehr steil auf die Wasserflue. Den dortigen Aussichtspunkt erreicht man dank einem etwa halbstündigen Umweg. Zum ersten Mal bin ich ganz alleine dort oben und kann sogar kleinere Ausschnitte der Alpen sehen.

The probably shortest journey of all stages leads me from Aarau with the post bus back to the Staffelegg. Here I start on paths that I have mostly already taken in recent years. Nevertheless, there are always surprises, the first one shortly after the start with a pair of deer. Through the most beautiful forests I know with beeches, which just carry fresh leaves, I first go to the Bänkerjoch, then very steeply on the Wasserflue. The vantage point there can be reached thanks to a half hour detour. For the first time I am all alone up there and can even see smaller sections of the Alps.

Weiter geht es auf dem Gratweg bequem zur Salhöhe, wobei man dennoch den Blick wegen der vielen Wurzeln und Steine stets auf deh Boden gerichtet haben muss. Danach folgt ein weiterer Aufstieg, vorbei am höchsten Punkt des Kantons Aargau kurz vor dem Betreten des Solothurner Bodens. Hier wartet die nächste Aussichtskanzel, die Geissflue. Hier geniesse ich bei bester Aussicht mein frühes Mittagessen - bis plötzlich ein Geschnatter immer näher kommt: Die Seniorengruppe einer SAC-Sektion, rund 30 Leute. Das zweite Sandwich werde ich also später essen und beginne mit dem raschen Abstieg, gefolgt von schönen Wegen durch Wälder und entlang der einsamen Bergbauernhöfe.

Continue along the ridge path comfortably to Salhöhe, but you still have to keep your eyes on the ground because of the many roots and stones. Then another ascent follows, past the highest point of Canton Aargau shortly before entering the Solothurn soil. The next lookout point, Geissflue, awaits you here. Here I enjoy my early lunch with the best view - until suddenly a chatter comes closer and closer: the senior group of an SAC section, about 30 people. So I'll eat the second sandwich later and start the fast descent, followed by beautiful paths through forests and along some lonely mountain farms.

Ein biologisches Highlight gibt es meiner Ansicht nach auf der Burgweid in der Nähe von Wisen. Es macht den Anschein, dass die Wiesen hier wie eine Alp genutzt werden, also nur im Sommer. Ungewohnt für mich sind sie durch Hecken abgegrenzt und enthalten in grosser Zahl Hochstammbäume und Sträucher. Das sind ideale Bedingungen für Tiere und Pflanzen aller Grössen, was man gut am Artenreichtum der Insekten und der Farbenpracht der bereits blühenden Blumen erkennen kann. Weiter führt der Weg wechselnd über Weiden und durch Wälder nach Hauenstein, wo es während der letzten fünf Minuten zu nieseln beginnt. Gut also, dass ich hier den Bus für die Heimreise unter Dach erwarten kann. Hier kreuzt sich der Jura-Höhenweg übrigens mit der Via Gottardo, einer anderen Schweizerischen Langstreckenwanderung, die von Basel nach Chiasso führt.

In my opinion there is a biological highlight on the Burgweid near Wisen. It seems that the meadows here are used like an alp, so only in summer. Unusual for me they are delimited by hedges and contain a large number of high stems and shrubs. These are ideal conditions for animals and plants of all sizes, as can be seen from the variety of insects and the colourful flowers that are already in bloom. The trail continues alternately over pastures and through forests to Hauenstein, where it begins to drizzle during the last five minutes of my day. So it's a good thing that I can expect the bus here for the journey home under roof. By the way: Here the Crest Trail crosses Via Gottardo, another Swiss long distance trail that goes from Basel to Chiasso.

<?=$alt ?>

Buchenwald zwischen Staffelegg und Bänkerjoch

Beech forest between Staffelegg and Bänkerjoch

<?=$alt ?>

Aussicht auf der Wasserflue

View on the Wasserflue

<?=$alt ?>

Kantonsgrenze zwischen Aargau und Solothurn

Cantonal border between Aargau and Solothurn

<?=$alt ?>

Freistehender Baum auf der Burgweid, der Regen nähert sich

Isolated tree on the Burgweid, rain is approaching

5. Section: Hauenstein - Belchenflue - Roggenflue - Balsthal (15.05.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 07:55 - 14:256:3029:10
Distance:21 km107 km
Ascent:950 m3640 m
Descent:1150 m3570 m
Performance kilometres30.5 km143.4 km
ø performance kilometres4.7 km/h4.9 km/h

Von Hauenstein geht es stetig ansteigend entlang des Ifleterberges und über die Challhöchi auf den Belchen. Dort lockt insbesondere die Felskanzel der Belchenflue, von wo man bei gutem Wetter eine weitreichende Fernsicht hat. Heute ist es leider nicht so sichtig, aber immerhin kann ich von hier oben die bereits bestiegenen Hügel und Berge entlang des Jura-Höhenwegs sehen. Und wiederum bin ich weit und breit der einzige Wanderer. Auf der Belchenflue ist das an Sommerwochenenden eine Unmöglichkeit.

From Hauenstein the route climbs steadily along the Ifleterberg and over the Challhöchi to the Belchen. The Belchenflue rock pulpit, from where you have a far-reaching view in good weather, is particularly attractive. Today it is unfortunately not so visible, but at least I can see from up here the already climbed hills and mountains along the Jura Crest Trail. And again I am the only hiker far and wide. On the Belchenflue this is impossible on summer weekends.

Danach geht es mal rauf und dann wieder hinunter, aber insgesamt recht gemütlich über Alpweiden und durch schöne Wälder. Auf den meisten Alpweiden wird die sogenannte Muttertierhaltung betriegen, also eine relativ artgerechte Tierhaltung, wo die Kälber bei den Kühen bleiben können. Das bedeutet für Wanderer, dass sie in der Nähe von Kuhherden langsam gehen sollten, um den Schutzinstinkt der Kühe nicht zu provozieren. Ausserdem muss man Hunde unbedingt an der Leine halten, was hier im Kanton Solothurn im Frühling in und entlang von Wäldern sowieso obligatorisch ist.

Afterwards it goes alternately up and down, but altogether quite comfortably over alpine pastures and through beautiful forests. On most alpine pastures the so-called mother animal keeping is practised, i.e. a relatively species-appropriate animal breeding where the calves can stay with the cows. This means for hikers that they should walk slowly near herds of cows in order not to provoke the protective instinct of the cows. In addition, dogs must be kept on a leash, which is obligatory here in Canton Solothurn in spring in and along forests anyhow.

Nach einem doppelten Espresso im Genussgasthaus Tiefmatt geht es weiter zum sogenannten Roggenschnarz: Rund 60 Höhenmeter über steile Naturtreppen! Das GPS-Log zeigt hier eine Vertikale an, was etwas sagen soll. Man wird aber sogleich mit einer wunderschönen Waldwanderung auf dem fast flachen Rücken des Roggen belohnt, mit der Roggenflue als Abschluss. Von hier sieht man das durch mich "Gemeinheit der Natur" genannte Klus, denn die folgenden 500 Meter Höhenverlust wird man auf der nächsten Etappe gleich wieder erkämpfen müssen. Der Abstieg nach Balsthal ist steil, führt aber teilweise über schöne Wiesen.

After a double espresso in the Genussgasthaus Tiefmatt, I continue to the so-called Roggenschnarz: around 60 metres of altitude difference over steep natural stairs! The GPS log shows a vertical, which should say something. But you are immediately rewarded with a wonderful walk through the forest on the almost flat ridge of the Roggen, with the Roggenflue at the end. From here you can see the Klus, which I call "meanness of nature", because you will have to regain the following 500 meters of altitude loss on the next stage. The descent to Balsthal is steep, but partly over beautiful meadows.

<?=$alt ?>

Schöner Baum zwischen Alpweiden auf der Challhöchi

Beautiful tree between alpine pastures on the Challhöchi

<?=$alt ?>

Trotz starkem Wind tolle Aussicht von der Belchenflue

Great view from the Belchenflue despite strong winds

<?=$alt ?>

Von der Roggenflue sieht die nächsten zu erklimmenden Berge

From the Roggenflue the next mountains to be climbed can be seen

<?=$alt ?>

Letzte Möglichkeit zum Ausruhen vor der Ankunft in Balsthal

Last chance to rest before arriving in Balsthal

6. Section: Balsthal - Hällchöpfli - Oberbalmberg - Weissenstein (16.05.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 08:15 - 14:406:2535:35
Distance:20 km127 km
Ascent:1300 m4940 m
Descent:500 m4070 m
Performance kilometres33.0 km176.4 km
ø performance kilometres5.1 km/h5.0 km/h

Vom Bahnhof Balsthal geht es vorbei an der Burg Alt Falkenstein zum Klus. Dieser Taleinschnitt war früher ein wichtiger Handelsweg, weshalb sich in dieser Region die Burgruinen nur so sammeln. In der Burg Alt Falkenstein gibt es ein Museum. Dafür bleibt mir aber keine Zeit, ich muss jetzt das Hällchöpfli besteigen. Dafür wandere ich während zweieinhalb Stunden ausschliesslich bergan, grösstenteils im Wald, aber auch über die schönen Weiden der Schwengimatt.

From Balsthal railway station you pass Alt Falkenstein Castle on the way to the Klus. This valley incision used to be an important trade route, which is why there are many castles in this region. There is a museum in Alt Falkenstein Castle. But there is no time for that, I have to climb the Hällchöpfli now. I hike for two and a half hours exclusively uphill, mostly in the forest, but also over the beautiful pastures of the Schwengimatt.

Der Abstieg vom Hällchöpfli ist eher steil, danach folgen landwirtschaftlich genutzte Weiden. Hier sehe ich die erste Gämse dieser Wanderung. Es wird nicht die letzte dieses Tages bleiben. Kurz vor dem Hofbergli nehme ich das Mittagessen ein, heute richtig froh, dass ich eine Wollmütze mitgebracht habe. Die Winde auf den Hochebenen des Jura sind sehr stark und zu dieser Jahreszeit ziemlich kalt. Diese Bedingungen machen das Kleiden insgesamt etwas schwierig, weil man immer entweder schwitzt oder friert.

The descent from Hällchöpfli is rather steep, followed by agricultural pastures. Here I see the first chamois of this hike. It will not be the last one of this day. Shortly before the Hofbergli I have lunch, today really glad that I have brought a wool cap with me. The winds on the Jura plateaus are very strong and quite cold at this time of year. These conditions make dressing a bit difficult because you either sweat or freeze.

Unterhalb des Chamben ist der Weg wegen Felssturz gesperrt und man muss einen gut signalisierten Umweg einschlagen. Bald ist man aber wieder auf dem richtigen Weg und jetzt geht es über Oberbalmberg noch weiter bis nach Weissenstein, wobei der Jura-Höhenweg streng genommen nicht bis zum Kurhaus führt, das übrigens bis ungefähr August 2019 wegen Umbaus geschlossen ist. Ich nehmen hier müde die Gondelbahn und fahre wieder nach Hause.

Below Chamben the path is closed due to rockfall and you have to take a well-signposted detour. But soon you are back on the right track and now you continue via Oberbalmberg to Weissenstein. Strictly speaking, the Jura Crest Trail does not lead to the Kurhaus, which is closed until August 2019 due to reconstruction. Here I take the gondola lift and return home tired.

<?=$alt ?>

Weiden auf der Schwengimatt

Pastures on the Schwengimatt

<?=$alt ?>

Wanderweg entlang des Abgrundes auf dem Rosschopf

Hiking trail along the abyss on the Rosschopf

<?=$alt ?>

Richtung Schmiedematt verläuft der Weg auf einer Strasse

Towards Schmiedematt the path runs on a road

<?=$alt ?>

Entlang der Umleitung vor Oberbalmberg

Along the detour close to Oberbalmberg

7. Section: Weissenstein - Grenchenberg - Frinvillier (17.05.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 08:50 - 16:007:1042:45
Distance:24 km151 km
Ascent:720 m5660 m
Descent:1450 m5520 m
Performance kilometres31.2 km207.6 km
ø performance kilometres4.4 km/h4.9 km/h

Mit der ersten Gondelbahn erreiche ich wieder Weissenstein und beginne sogleich den raschen Marsch Richtung Hasenmatt. Der Weg auf den höchsten Punkt des Kantons Solothurn (1445 m.ü.M.) führt teilweise durch ein Naturschutzgebiet mit Weggebot, was bedeutet, dass es verboten ist, den Weg zu verlassen. Vom Kreuz auf der Hasenmatt geniesse ich sogar die Sicht zu Eiger, Mönch und Jungfrau und im Tal auf die Mäander der Aare.

With the first gondola lift I reach Weissenstein again and immediately start the fast march towards Hasenmatt. The way to the highest point of the canton Solothurn (1445 m.a.s.l.) leads partly through a nature reserve where it is forbidden to leave the path. From the cross on the Hasenmatt I enjoy the view to the Eiger, Mönch and Jungfrau and to the meanders of the Aare river.

Weiter geht es über die Stallflue zur Wandflue, den visuellen Highlight des Tages. Das steil abfallende Felsband ist ähnlich eindrücklich wie der Creux du Van, den ich während der elften Etappe besuchen werde. Ganz nahe an der Abbruchkante geniesse ich das Mittagessen, bevor es weiter Richtung Westen geht. Heute ist ein langer Tag geplant, also habe ich nicht beliebig Zeit. Ab jetzt geht es aber nur noch abwärts, Kraft brauchen also nur noch die Knie und Oberschenkel.

The tour continues via Stallflue to Wandflue, the visual highlight of the day. The steeply sloping rock band is similarly impressive as the Creux du Van, which I will visit during the 11th stage. Very close to the edge I enjoy lunch before heading west. Today is a long day, so I don't have much time. But from now on it's only downhill, so only the knees and thighs need strength.

Oberhalb von Romont überschreite ich schliesslich die Sprachgrenze. Ab sofort muss ich also nicht mehr "Grüezi", sondern "Bonjour" sagen, wenn ich einem anderen Wanderer begegne. Lustiges Detail: Auf der Kantonsgrenze zwischen Solothurn und Bern steht ein Wanderwegweiser mit der Bezeichnung des Höhenwegs auf deutsch Richtung Osten und französisch Richtung Westen. Vor Plagne geht es noch durch eine Streusiedlung, deren Existenz ich nicht mit geltendem Baurecht in Verbindung bringen kann, danach geht es bis zum Etappenziel in Frinvillier nochmals über grosse Orchideenwiesen und durch Wälder weiter.

Above Romont, I finally cross the language line. From now on I don't have to say "Grüezi" anymore, but "Bonjour" when I meet another hiker. Funny detail: On the cantonal border between Solothurn and Bern there is a hiking signpost with the name of the trail in German to the east and in French to the west. Before reaching Plagne, I pass through a scattered settlement whose existence I cannot associate with building laws. Afterwards, I continue through large orchid meadows and through forests to my destination in Frinvillier.

<?=$alt ?>

Planetenweg vom Weissenstein bis auf die Hasenmatt

Planet trail from Weissenstein to Hasenmatt

<?=$alt ?>

Alpenpanorama und Aare von der Hasenmatt gesehen

Alpine panorama and the Aare seen from Hasenmatt

<?=$alt ?>

Wandflue bei Obergrenchenberg

Wandflue near Obergrenchenberg

<?=$alt ?>

Klare Aussage an der Sprachgrenze

Clear statement at the language border

8. Section: Frinvillier - Chasseral - Dombresson (23.05.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 10:25 - 17:257:0049:45
Distance:20 km171 km
Ascent:1350 m7010 m
Descent:500 m6020 m
Performance kilometres33.5 km241.1 km
ø performance kilometres4.8 km/h4.8 km/h

Vom Bahnhof Frinvillier geht es kurz entlang der Strasse, dann zweigt der Weg unvermittelt rechts durch eine Felsspalte ab. Hier merkt man sogleich, dass diese Etappe die strengste des ganzen Jura-Höhenwegs ist. Durch einen wunderschönen, südorientierten Buchenwald geht die Wanderung zuerst, mit dem kleinen Problem, dass die Bergflanke hier so steil ansteigt, dass die Buchen nie ihre volle Grösse entfalten können. Dafür habe ich nach einer Stunde trotz schwerem Rucksack bereits 500 Höhenmeter zurückgelegt. Zwar geht es den ganzen Tag fast ausschliesslich nach oben, aber die grösste Anstrengung hat man jetzt bereits hinter sich gebracht.

From Frinvillier railway station, follow the road for a short distance, then the path suddenly branches off to the right through a crevice. Here one immediately notices that this stage is the toughest of the whole Jura Crest Trail. The hike starts through a beautiful, south-facing beech forest, with the small problem that the mountain flank here rises so steeply that the beeches can never develop their full size. Therefore, after one hour I have already covered an altitude difference of 500 metres despite my heavy backpack. The whole day is almost exclusively uphill, but the greatest effort has already been accomplished.

Der weitere Weg führt über Alpweiden. Im Moment hat es aber wegen des langen und strengen Winters noch zuwenig Gras, weshalb die Kühe noch im Tal sind. Mir gefällt das eigentlich auch so. Ich geniesse die wunderschöne Blumenpracht, viele Orchideen, in der Nähe des Chasseral sogar noch Krokusse und Wiesen voller Osterglocken, die aber leider grösstenteils bereits verwelkt sind. Beim Punkt 1288 gibt es einen Parkplatz, weshalb ich hier erstmals eine grössere Anzahl Wanderer antreffe. Ansonsten bin ich aber weiterhin fast alleine unterwegs.

The rest of the route leads over alpine pastures. At the moment there is insufficient grass due to the long and harsh winter, so the cows are still in the valley. I really like it that way and enjoy the beautiful flowers, many orchids, near the Chasseral even crocuses and meadows full of daffodils, but unfortunately most of them have already withered. At point 1288 there is a parking lot, which is why I meet a larger number of hikers here for the first time. Besides that I am still almost alone.

Das grosse Ziel des Tages ist der Chasseral, mit 1606 m.ü.M. zusammen mit dem noch folgenden Chasseron der dritthöchste Gipfel entlang der Route. Der Gipfel wird durch die weithin sichtbare Sendestation überragt. Hier kann man Bieler-, Neuenburger- und Murtensee sehen. Eigentlich auch den ganzen Alpenbogen, aber eben, das mit der Fernsicht ist so eine Sache.

The main destination of the day is the Chasseral, with 1606 m.a.s.l. together with the subsequent Chasseron the third highest peak along the trail. The summit is surmounted by the transmitter station that is visible from afar. Here you can see the lakes of Biel, Neuchâtel and Murten. Actually also the whole alpine arc, but the view from afar is such a thing.

Die Métairie de Dombresson (Restaurant und Matratzenlager) ist ab Mitte Mai bis Ende Oktober an sieben Tagen die Woche geöffnet. Im Preis für die Übernachtung ist ein einfaches Frühstück inbegriffen.

The Métairie de Dombresson (restaurant and dormitory) is open seven days a week from mid-May to the end of October. A simple breakfast is included in the price.

Reservationen unter Telefon +41 - 32 - 751 20 10.

For reservations call +41 - 32 - 751 20 10.

Auf dem Chasseral ist die offizielle Etappe fertig. Ich gehe aber noch ungefähr vierzig Minuten weiter bis zur Métairie de Dombresson. In dieser Alphütte betreiben Chantal und Jeannot ein Restaurant (einfache, aber gute Küche, zum Beispiel Rösti oder Fondue) und es ist auch möglich, im Matratzenlager zu übernachten. Sowohl das Essen wie auch die Übernachtung sind äusserst preiswert, die Gastgeber sehr nett. Ich war in dieser Nacht der einzige Gast, im Sommer hat es aber bestimmt mehr Wanderer, die hier übernachten möchten. Übrigens hatte ich ursprünglich geplant, im Zelt zu übernachten, aber das ist auf dem ganzen Chasseral verboten, weil es sich um ein Naturschutzgebiet handelt.

On the Chasseral the official stage is finished. But I continue for about forty minutes to the Métairie de Dombresson. In this hut Chantal and Jeannot run a restaurant (simple but good cuisine, e.g. Rösti or Fondue) and it is also possible to stay overnight in the dormitory. Both the food and the overnight stay are very reasonable, the hosts very nice. I was the only guest that night, but in summer there are certainly more hikers who would like to stay here. By the way, I had originally planned to stay overnight in a tent, but this is forbidden on the whole Chasseral, because it is a nature reserve.

<?=$alt ?>

Steiler Weg kurz nach Frinvillier

Steep trail next to Frinvillier

<?=$alt ?>

Gruppe von Orchideen (Männliches Knabenkraut)

Group of orchids (early-purple orchid)

<?=$alt ?>

Gipfel des Chasseral mit Neuenburgersee

Summit of the Chasseral with Lake Neuchâtel

<?=$alt ?>

Métairie de Dombresson

Métairie de Dombresson

9. Section: Dombresson - Combe Biosse - Mont d' Amin - Vue des Alpes (24.05.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 08:00 - 12:504:5054:35
Distance:17 km188 km
Ascent:700 m7710 m
Descent:850 m6870 m
Performance kilometres24.0 km265.1 km
ø performance kilometres5.0 km/h4.9 km/h

Nach dem Morgenessen in der Métairie de Dombresson mache ich mich auf den Weg. Schon nach wenigen Metern unterbreche ich die Wanderung aber wieder, um die Murmeltiere, die sich um die Ausgänge ihrer Höhlen wärmen, zu fotografieren. Ich könnte diesen Tieren stundenlang zuschauen, dafür habe ich aber nicht genügend Zeit. Deshalb geht es dann auch bald weiter, rein die die Schlucht Combe Biosse. Die Schlucht und das Gebiet darum herum ist ein Naturschutzgebiet. Hier gibt es neben den Murmeltieren auch Steinadler und seltener Gämsen oder Luchse.

After breakfast at the Métairie de Dombresson, I set off. But after only a few meters I interrupt the walk again to photograph the marmots who are warming around the entrances to their caves. I could watch these animals for hours, but I don't have enough time. That's why I'll soon be going on to the Combe Biosse gorge. The gorge and the area around it is a nature reserve. There are marmots and golden eagles, chamois and lynxes might be found here as well.

In der Combe Biosse verliert man rasch viele Höhenmeter. Danach muss man diese alle wieder erarbeiten. Es geht jetzt fast die ganze Zeit aufwärts, aber von einer kurzen Ausnahme nach Les Vieux abgesehen nie steil. Dort kreuzt der Jura-Höhenweg zum zweiten Mal eine andere Fernwanderung, diesmal den Trans Swiss Trail, der von Porrentruy nach Mendrisio führt.

In the Combe Biosse one quickly loses many metres in altitude. Afterwards you have to regain them all again. It is now almost all the time uphill, but apart from a short exception after Les Vieux never steep. There the Jura Crest Trail crosses another long-distance trail for the second time, now the Trans Swiss Trail, which leads from Porrentruy to Mendrisio.

Der Rest der Etappe führt über den Mont d'Amin und danach Alpweiden querend und durch Wälder bis zum Pass der Vue des Alpes. Von hier möchte ich wieder nach Hause fahren, das Postauto fährt aber nur am Wochenende. Deshalb frage ich auf dem Parkplatz ein älteres Ehepaar, ob sie mich zum Bahnhof des benachbarten Dorfes Les Hauts-Geneveys mitnehmen können, wozu sie sich glücklicherweise sofort bereit erklären. Alternativ könnte man mit einem Taxi zum Bahnhof von La Chaux de Fonds fahren.

The rest of the stage leads across the Mont d'Amin and then through alpine pastures and forests to the Vue des Alpes pass. From here I want to go home again, but the Postbus only runs on weekends. So I ask an older couple in the parking lot if they can take me to the station of the neighbouring village Les Hauts-Geneveys, which they fortunately agree to do immediately. Alternatively, one could call a taxi to the station of La Chaux de Fonds.

<?=$alt ?>

Murmeltiere im Naturschutzgebiet Combe Biosse

Marmots in the Combe Biosse nature reserve

<?=$alt ?>

Wanderweg durch die Combe Biosse

Hiking trail through the Combe Biosse

<?=$alt ?>

Blick von Les Vieux zurück zum Chasseral

View back from Les Vieux to the Chasseral

<?=$alt ?>

Bergstrasse kurz vor Vue des Alpes

Mountain road shortly before Vue des Alpes

10. Section: Vue des Alpes - Tête de Ran - Mont Racine - Tablettes - Noiraigue (07.06.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 07:45 - 14:557:1061:45
Distance:22 km210 km
Ascent:860 m8570 m
Descent:1400 m8270 m
Performance kilometres30.6 km295.7 km
ø performance kilometres4.3 km/h4.8 km/h

Für die Anreise benötigte ich an diesem Morgen ab La Chaux de Fonds ein Taxi, weil unter der Woche keine Postautos auf die Vue des Alpes fahren. Vom grossen Parkplatz bestaune ich zuerst das Alpenpanorama, danach beginne ich die Wanderung, zuerst entlang der Sommerrodelbahn, die aber so früh am Morgen noch nicht in Betrieb ist. Also komme ich auch nicht in Versuchung. Zuerst geht es entlang vieler Chalets zum Tête de Ran. Hier hat man bereits die Höhe erreicht, danach geht es wie für diesen Tag typisch dauern etwas rauf und runter, wobei man sich sehr gut auf den Weg konzentrieren muss. Anders als bei den bisherigen Etappen gibt es kaum einen Abschnitt, wo man auf ebenem Untergrund geht, sodass der Blick dauernd auf den Boden gerichtet ist.

For the journey I needed a taxi from La Chaux de Fonds this morning, because during the week there are no buses to Vue des Alpes. From the big parking lot I first admire the alpine panorama, then I start the hike, first along the summer toboggan run, but it is not yet in operation so early in the morning. So I'm not tempted either. First I go along many chalets to the Tête de Ran. Here, one has already reached the altitude, then, as typical for this day, it goes up and down non stop, whereby one has to concentrate very well on the way. In contrast to the previous stages, there is hardly a section where you walk on level ground, so that the focus is always on the ground.

Über den Schiessplatz Les Pradières, eine geschützte Hochebene mit sehr grosser Artenvielfalt, erreicht man den Mont Racine, den nächsten Gipfel dieses Höhenzugs. Ich geniesse nochmals die Aussicht auf das Alpenpanorama und das Nebelmeer über dem Schweizerischen Mittelland, das sich heute nicht aufzulösen scheint. Danach verlässt man für einige Kilometer den alpinen Weg und bewegt sich über Weiden. Trotzdem würde ich auch diesen Abschnitt als schön bezeichnen, denn die Landwirtschaft wird hier nicht intensiv betrieben.

From the shooting range Les Pradières, a protected plateau with a great variety of species, you reach Mont Racine, the next summit of this mountain range. I once again enjoy the view of the Alpine panorama and the sea of fog over the Swiss Midlands, which does not seem to dissolve today. Then you leave the alpine path for a few kilometres and move over pastures. Nevertheless, I would also describe this section as beautiful, as agriculture is not intensively practiced here.

Bei La Tourne Dessous könnte man im Restaurant essen, es ist auch gerade kurz vor zwölf Uhr. Hierhin fährt ausserdem ein Postauto, womit der zweite Teil des Tages auch als Teiletappe machbar wäre. Nach dem Verspeisen des Sandwichs besteige ich in kurzer Zeit die Tablettes, einen Höhenzug, auf dem ich die nächsten Kilometer und den Rest des Tages verbringen werde. Zu Beginn geniesst man auf einer Aussichtskanzel eine tolle Aussicht zum Neuenburgersee und entlang der zu begehenden Krete. Danach verläuft der Weg grösstenteils im Wald, selten kann man den näher kommenden Creux du Van sehen.

At La Tourne Dessous one could eat in the restaurant. It is just before twelve o'clock. There is also a post bus that takes you there, so the second part of the day could also be done as a partial stage. After eating my sandwich I climb the Tabletts in a short time. This is a mountain range on which I will spend the next kilometres and by that the rest of the day. At the beginning, one enjoys a great view to Lake Neuchâtel and along the ridge to be walked. Afterwards the path runs mostly through the forest, rarely can you see the approaching Creux du Van.

Nach dem Sendemasten von La Clusette geht es äusserst steil hinunter nach Noiraigue. Wer zufälligerweise ein Klettersteigset dabei hat und noch über genügend Kraft verfügt, kann hier die Via Ferrata du Tichodrome begehen. Ich steige weiter ab und bin bald in Noiraigue, wo ich gerade noch ein Glacé kaufen kann, bevor der Zug nach Neuenburg einfährt. Im Laden könnte man übrigens Absinth kaufen, die Spirituose aus dem Val de Travers, die lange Zeit aus gesundheitlichen Gründen verboten war, seit 2005 in der Schweiz aber wieder legal produziert und erworben werden kann.

After the transmission tower of La Clusette the descent to Noiraigue is extremely steep. Those who happen to have a via ferrata set with them and still have enough strength can climb the Via Ferrata du Tichodrome here. I descend further and soon reach Noiraigue, where I can just buy some ice cream before the train to Neuchâtel arrives. In the shop you could buy Absinthe, the spirit from the Val de Travers, which was forbidden for a long time for health reasons, but since 2005 it can be legally produced and bought again in Switzerland.

<?=$alt ?>

Erster Aufstieg ab der Vue des Alpes Richtung Tête de Ran

First ascent from Vue des Alpes towards Tête de Ran

<?=$alt ?>

Schiessplatz und Naturschutzgebiet Les Pradières

Shooting range and nature reserve Les Pradières

<?=$alt ?>

Gipfel des Mont Racine, Nebelmeer über dem Mittelland

Summit of Mont Racine, sea of fog over the Mittelland

<?=$alt ?>

Sicht entlang der Krete der Tablettes

View along the ridge of the Tablettes

11. Section: Noiraigue - Creux du Van - Les Rochats (20.06.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 09:00 - 14:005:0066:45
Distance:13 km223 km
Ascent:820 m9390 m
Descent:380 m8650 m
Performance kilometres21.2 km316.9 km
ø performance kilometres4.2 km/h4.7 km/h

Bereits am Bahnhof von Noiraigue ist klar, dass ich an diesem Wandertag mal nicht alleine unterwegs sein würde. Raschen Schrittes mache ich mich deshalb gleich nach der Ankunft auf den Weg, der zuerst ziemlich steil zum berühmten Naturdenkmal Creux du Van führt. Dieses befindet sich in einem Naturschutzgebiet, wo ich erstmals in der Schweiz eine Tafel sehe, die ein Drohnenflugverbot ausspricht. Hoffentlich macht das bald Schule! Für den Aufstieg deutet der Wegweiser eine Dauer von 2:20 an, nach 1:30 bin ich aber bereits oben. Hier kann man also durchaus Zeit gut machen.

Already at the station of Noiraigue it is clear that I would not be alone on this hike. So I take a quick start right after my arrival. The trail first leads quite steeply to the famous natural monument Creux du Van. This is located in a nature reserve, where I see for the first time in Switzerland a board, which pronounces a drone flight prohibition. Hopefully this will soon be adpted in other places! For the ascent, the signpost indicates a duration of 2:20, but after 1:30 I am already at the top. So you can make time well here.

Der zweite Teil des Aufstiegs verläuft in einer Zickzacklinie von 14 Traversen. In der zweitletzten davon beginnt es plötzlich sehr intensiv zu regnen. Unter einem Baum schaffe ich es noch, dem Rucksack und mir selber den Regenschutz anzuziehen. Für die Wanderhosen ist es bereits zu spät, wenig später werden sie im Restaurant Le Soliat durch die Regenhosen ersetzt. Hier warte ich bei einem Tee auf das Ende des Regens. Danach gehe ich wieder nach draussen und verbringe rund drei Stunden mit Fotografieren. Zuerst herrscht dichter Nebel, später wird dieser weggeblasen und die Sicht auf den Creux du Van für kurze Zeit freigegeben. Die Steinböcke kann ich leider nur aus der Ferne beobachten. Erstaunlich finde ich, wie viele Menschen sich hier aufhalten, auch wenn keine Ferienzeit und das Wetter miserabel ist.

The second part of the ascent runs in a zigzag line of 14 traverses. In the second last it suddenly starts to rain very intensely. Under a tree I manage to put on the rain protection for my backpack and myself. For the hiking trousers it is already too late, a little later they are replaced in the restaurant Le Soliat by the rain trousers. Here I wait with a cup of tea for the end of the rain. Then I go outside again and spend about three hours taking pictures. First there is thick fog, later it is blown away and the view to the Creux du Van is unblocked for a short time. Unfortunately I can only watch the ibexes from a distance. I am astonished how many people are here, even though there is no holiday season and the weather is miserable.

Das Café/Restaurant Les Rochats mit Massenlager ist montags und dienstags geschlossen. Der Preis beinhaltet Halbpension.

The café/restaurant Les Rochats with dormitory is closed on Mondays and Tuesdays. The price includes half board.

Reservationen unter Telefon +41 - 24 - 434 11 61.

For reservations call +41 - 24 - 434 11 61.

Die Zeit am Creux du Van habe ich bei der Marschzeit abgezogen, um sie nicht zu stark zu verfälschen. Kurz nach dem Weitergehen beginnt es leider bereits wieder intensiv zu regnen, weshalb ich nochmals fast eine Stunde im Trockenen verbringe und einen Kaffee geniesse. Danach muss ich aber wirklich weiter gehen, um das Ziel des Tages, Les Rochats, zu erreichen. Hier verbringe ich nach der Wanderung durch schöne Blumenwiesen die Nacht als einziger Gast. Geplant war eigentlich eine Übernachtung im Zelt, aber wegen der Wetterprognose hatte ich diesen Plan verworfen.

I deducted the time at the Creux du Van from the walking time so as not to falsify it too much. Shortly after continuing the hike it starts to rain intensively again, so I spend another hour in the dry and enjoy a coffee. But then I really have to proceed to reach the destination of the day, Les Rochats. Here I spend the night as the only guest after a hike through beautiful flower meadows. Actually I had planned to spend the night in a tent, but because of the weather forecast I had abandoned this plan.

<?=$alt ?>

Dichter Nebel am Creux du Van

Thick fog at the Creux du Van

<?=$alt ?>

Auch der berühmte Selfie-Punkt steckte im Nebel

Also the famous selfie point was in the fog

<?=$alt ?>

Nach zwei Stunden waren die Wolken weggeblasen

After two hours, the clouds were blown away

<?=$alt ?>

Herberge und Restaurant Les Rochats

Hostel and restaurant Les Rochats

12. Section: Les Rochats - Chasseron - Petites Roches - Ste-Croix (21.06.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 07:20 - 12:255:0571:50
Distance:19 km242 km
Ascent:780 m10170 m
Descent:880 m9530 m
Performance kilometres26.8 km343.7 km
ø performance kilometres5.3 km/h4.8 km/h

Am nächsten Morgen habe ich in Les Rochats gleich mehrere Probleme: Das Frühstück ist erst ab zirka halb neun Uhr verfügbar. Ich möchte aber bereits um sieben Uhr los. Also verzichte ich auf das Frühstück, was kein Problem für mich ist, da ich genug zu Essen bei mir habe. Eine Reduktion des Preises wird mir aber nicht gewährt. Besonders unangenehm finde ich, dass das Restaurant nachts geschlossen ist, und zwar so, dass man das Massenlager nur durch den Notausgang verlassen kann. An die Schuhe im Eingangsbereich kommt man nicht ran. Also klopfe ich wie wild an die Balken und Türen, bis nach rund einer Viertelstunde der Besitzer kommt und mich die Schuhe holen lässt. Wer es also als Option betrachtet, vor dem Frühstück etwas die Natur geniessen zu wollen, der sollte auf keinen Fall hier übernachten.

The next morning I have several problems at Les Rochats: Breakfast is not available until around half past eight. But I want to leave at seven o'clock. So I decide not to have breakfast, which is no problem for me, as I have enough food with me. A reduction on the price is not granted. I find it particularly annoying that the restaurant is closed at night in such a way that one can only leave the dormitory through the emergency exit. You can't reach the shoes in the entrance area. So I knock wildly on the logs and doors until after about a quarter of an hour the owner comes and lets me get my shoes. So if you consider it an option to enjoy nature before breakfast, you shouldn't spend the night here.

Die Wanderung geht an diesem Tag über viele Weiden, man trifft dauernd Kühe an. Menschen habe ich aber kaum gesehen. Dafür sind die Weiden dank der vielen Blumen sehr farbig. Auch Schmetterlinge sehe ich einige, unter anderem zweimal einen Schwalbenschwanz. Das Hauptziel des Tages ist der Chasseron, der lustigerweise dieselbe Höhe hat wie der fast gleichnamige Chasseral, den ich während der achten Etappe besucht hatte. Dieser nach Norden senkrecht abfallende Fels bietet theoretisch eine tolle Aussicht auf die gesamten Alpen, wie die Panoramatafel zeigt. Heute ist das aber nicht sichtbar. Dafür geniesse ich im Restaurant rasch einen doppelten Espresso, der wirklich gut schmeckt.

On this day, the hike goes over many pastures again, one constantly encounters cows. But I hardly saw any people. The pastures are very colourful thanks to the many flowers. I also saw some butterflies, including two swallowtails. The main goal of the day is the Chasseron, which has the same height as the similarly named Chasseral, which I had visited during the 8th stage. This rock, which drops vertically to the north, theoretically offers a great view of the entire Alps, as the panorama board shows. But today this is not visible. Instead I quickly enjoy a double espresso in the restaurant that really tastes good.

Der Weg geht nur kurz nach unten, um gleich danach auf die Petites Roches anzusteigen, was aber rasch erledigt ist. Hier sehe ich erneut viele Orchideen, die aber langsam verblüht sind. Auf dem Gipfel geniesse ich noch kurz den Blick zurück zum Chasseron, danach ziehen Wolken auf und die Sicht ist weg. Jetzt muss man noch rund 500 Höhenmeter runter bis ins Feriendorf Ste-Croix, wo ich bereits um die Mittagszeit den Zug nach Yverdon-Les-Bains besteige.

The path only descends briefly and then climbs onto the Petites Roches, which is quickly done. Here I see again many orchids, which have begun to wither. On the summit I enjoy the view back to the Chasseron for a short moment, then clouds appear and the view is gone. Now I have to descend about 500 meters to the holiday village Ste-Croix, where I board the train to Yverdon-Les-Bains at noon.

<?=$alt ?>

Bauernhof von Creux de la Pey

Farm house at Creux de la Pey

<?=$alt ?>

Felsformationen und Baum kurz vor dem Chasseron

Rock formations and tree shortly before the Chasseron

<?=$alt ?>

Auf dem Gipfel des Chasseron

On the summit of Chasseron

<?=$alt ?>

Petites Roches bei aufziehendem Nebel

Petites Roches when the fog is rising

13. Section: Ste-Croix - Le Suchet - Vallorbe (27.06.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 10:20 - 17:207:0078:50
Distance:25 km267 km
Ascent:780 m10950 m
Descent:1050 m10580 m
Performance kilometres32.8 km376.5 km
ø performance kilometres4.7 km/h4.8 km/h

Das Thema des Tages war wiederum das Wetter, diesmal aber die Tatsache, dass es sich wahrscheinlich um den heissesten Tag des Jahres handeln würde. Die vorhergesagten Temperaturen waren in einigen Regionen Allzeitrekorde. Dennoch machte ich mich auf den Weg. Und es war wirklich krass heiss, mein Flüssigkeitskonsum an diesem Tag war mehr als sechs Liter. Aber ich hatte eine gute Zeit im Kanton Waadt und genoss die teilweise sehr schöne Etappe. Die Anreise über Yverdon-Les-Bains war allerdings nicht ganz ideal wegen der dortigen Wartezeit von fast einer Stunde. So konnte ich erst recht spät starten.

The issue of the day was again the weather, but this time the fact that it would probably be the hottest day of the year. The predicted temperatures were all-time records in some regions. Nevertheless, I set off. And it was really hot. My fluid consumption that day was more than six litres. But I had a good time in the canton of Vaud and enjoyed the stage, some of which was very nice. However, the journey via Yverdon-Les-Bains was not quite ideal because of the waiting time of almost an hour there. So I could start pretty late.

In Ste-Croix geht der Weg bereits im Dorf aufwärts und so geht es danach weiter, bis man nach kurzer Zeit den Mont des Cerfs erreicht hat. Dieses Hochplateau geizt nicht mit wunderschönen Blumenwiesen. Solche Wiesen werden mich den grössten Teil des Tages begleiten, voll von Orchideen und vielen anderen farbenprächtigen Blüten, die fleissig durch Insekten besucht werden. Fast im Sekundentakt werde ich durch Fliegen und andere Tiere angeflogen, die sich aber kaum je absetzen. Vorbei an mehreren Alpwirtschaften geht es Aiguilles des Baumes (bekannte Kletterfelsen) herum nach Grange Neuve, wo ich mir einen Kaffee gönne und die Wasserflaschen wieder fülle.

In Ste-Croix the path already climbs in the village and then continues until you reach Mont des Cerfs after a short time. This high plateau is not shy of beautiful flower meadows. Such meadows will accompany me most of the day, full of orchids and many other colourful flowers, which are busily visited by insects. Almost every second I am approached by flies and other animals, but they hardly ever set down. After several alpine farms I pass Aiguilles des Baumes (well-known rock climbing) and continue to Grange Neuve, where I treat myself to a coffee and refill the water bottles.

Danach geht es zwischen zehntausenden Orchideen aufwärts zum Le Suchet, dem Aussichtspunkt des Tages. Zum Glück erfolgt der Aufstieg im Schatten des Waldes. Hier treffe ich auf eine wenige Meter entfernte Gämse, die aber blitzschnell weg ist. Auf dem Gipfel bewunder ich Schwalbenschwänze und viele andere Schmetterlingsarten. Danach beginnt der Abstieg nach Vallorbe. Hier ist es bedrückend, nach einem kurzen Waldstück oberhalb von Ballaigues in die toten Wiesen der intensiven Landwirtschaft zurückzukehren. Schliesslich finde ich mich ganz unten in der Schlucht der Orbe, wo der Weg teilweise dem Fluss folgt, bevor man Vallorbe erreicht. Der Bahnhof liegt ganz oben im Dorf, wo ich gerade den Bus nach Yverdon-Les-Bains erwische und nach Hause fahre.

Then it continues between tens of thousands of orchids up to Le Suchet, the vantage point of the day. Fortunately, the ascent takes place in the shade of the forest. Here I meet a chamois a few meters away, but it's gone in a blink of an eye. On the summit I admire swallowtails and many other butterfly species. Then the descent to Vallorbe begins. Here it is depressing to return to the dead meadows of intensive agriculture after a short stretch of forest above Ballaigues. Finally, I find myself at the bottom of the Orbe gorge, where the path partly follows the river before reaching Vallorbe. The train station is at the top of the village, where I catch the bus to Yverdon-Les-Bains and drive home.

<?=$alt ?>

Aufstieg auf den Mont des Cerfs durch schöne Blumenwiesen

Ascent to the Mont des Cerfs through beautiful flower meadows

<?=$alt ?>

Aiguilles des Baumes

Aiguilles des Baumes

<?=$alt ?>

Kühe auf dem Gipfel des Le Suchet

Cows on the summit of Le Suchet

<?=$alt ?>

Kurz vor Vallorbe entlang der Orbe

A short distance from Vallorbe along the Orbe river

14. Section: Vallorbe - Dent de Vaulion - Col de Mollendruz - Mont Tendre (11.07.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 09:50 - 17:207:3086:20
Distance:22 km289 km
Ascent:1560 m12510 m
Descent:680 m11260 m
Performance kilometres37.6 km414.1 km
ø performance kilometres5.0 km/h4.8 km/h

Nach der langen Anfahrt nach Vallorbe geht der Weg kurze Zeit der Orbe entlang, bevor der steile Anstieg auf den Dent de Vaulion beginn. Nach rund zweieinhalb Stunden stehe ich auf dem Gipfel und geniesse das wunderschöne Panorama, dominiert durch den weiss glänzenden Mont Blanc, den höchsten Gipfel der Alpen. Erstmals entlang dem Jura-Höhenweg stehe ich auf einem Gipfel, wo man Sitzbänke und gar Tische antrifft. Mehrere Gruppen von Wanderen essen hier gerade ihr Mittagessen. Der Grund wird mir beim Abstieg sofort klar: Vielleicht fünfhundert Meter entfernt gibt es ein Restaurant (Fondue auf der Terrasse...) mit Parkplatz. Entsprechend sehen die anderen Wanderer frisch und erholt aus.

Meine Etappe geht weiter nach Pétra Félix, was entgegen der Erwartung ein einfacher Parkplatz ist. Hier geht der Jura-Höhenweg nach Le Pont. Für die nächste Etappe muss man wieder hier rauf gehen. Für mich macht dieser Umweg überhaupt keinen Sinn, weil ich die Etappe dort nicht unterbrechen möchte. Also spare ich mir das und gehe direkt weiter zum Col du Mollendruz. Ab hier geht der Weg über mehrere Alpen, wobei man entlang des Weges trotzdem pausenlos wunderschöne Blumen und viele Insekten antrifft. Schliesslich kommt der letzte Anstieg auf den Mont Tendre, wo ich kurz vor dem Gipfel im Restaurant etwas trinke und meinen Wasservorrat wieder füllen möchte. Das wird aber teurer als gedacht, denn hier oben gibt es kein fliessendes Trinkwasser. Deshalb muss ich eine grosse Flasche kaufen, um den Abend und den Weg zum Col du Marchairuz zu überstehen.

Schliesslich auf dem Gipfel angekommen geniesse ich wieder das tolle Panorama, wobei unterdessen einige Wolken aufgezogen sind, sodass die höchsten Gipfel nicht mehr sichtbar sind. Hier oben stelle ich mein neues ultra-light Zelt auf, um darin die Nacht zu verbringen. Erstaunt bin ich, dass kurz vor Sonnenuntergang einige Jogger und Mountain Bike-Fahrer ankommen, um ihr Training zu absolvieren. Schliesslich gibt es nur noch den Wind, die Kuhglocken und mich in meinem eigenen kleinen Heim.

<?=$alt ?>

Dent de Vaulion: Genfersee (links) und Lac de Joux (rechts)

Dent de Vaulion: Lake Geneva (left) and Lac de Joux (right)

<?=$alt ?>

Türkenbund (Lilium martagon) am Strassenrand

Turk's cap lily (Lilium martagon) at the roadside

<?=$alt ?>

Genfersee und Alpen vom Mont Tendre gesehen

Lake Geneva and Alps seen from Mont Tendre

<?=$alt ?>

Übernachtung mit besster Sicht auf Alpen und Genfersee

Overnight stay with the best view of the Alps and Lake Geneva

15. Section: Mont Tendre - Col du Marchairuz - St-Cergue (12.07.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 06:15 - 13:357:2093:40
Distance:25 km314 km
Ascent:610 m13120 m
Descent:1240 m12500 m
Performance kilometres31.1 km445.2 km
ø performance kilometres4.2 km/h4.8 km/h

Nach einer eher kalten Nacht auf dem höchsten Gipfel der Wanderung freue ich mich auf den Sonnenaufgang, der aber leider hinter den Wolken stattfindet. Deshalb breche ich das Zelt rasch ab, esse mein Morgenessen und starte bereits um 6:15 Uhr Richtung Col du Marchairuz, wo mich der Morgenkaffee erwartet. Der Weg dahin beginnt als Einstimmung für diesen Tag mit einem Slalom zwischen Kühen. Kurz vor dem Marchairuz ändert sich das aber schlagartig und ich durchwandere einen wunderschönen Wald, wo sogar Auerhühner leben. Ein entgegenkommender Wanderer erzählt mir, dass er nur fünfzig Meter entfernt einen Auerhahn in den Wald entschwinden sah. Leider ist der weg, also geniesse ich meinen Kaffee (doppelter Espresso für Fr. 2.50!) mit Buttergipfel und fülle die Wasserflaschen für den Rest des Tages. Weitere Gelegenheiten dazu wird es leider nicht mehr geben.

After a rather cold night on the highest peak along the trail I am looking forward to the sunrise, which unfortunately takes place behind the clouds. That's why I quickly break down the tent, eat my breakfast and depart at 6:15 a.m. towards Col du Marchairuz, where the morning coffee awaits me. The way there begins as an prelude for this day with a slalom between cows. Shortly before the Marchairuz this changes suddenly and I walk through a beautiful forest, where even capercaillie live. An oncoming hiker tells me that only fifty metres away he saw a capercaillie disappear into the forest. Unfortunately, it's gone, so I enjoy my coffee (double espresso for just Fr. 2.50!) with croissant and fill the water bottles for the rest of the day. Be aware that there won't be any more opportunities to do so.

Auf dem Col du Marchairuz startet die offizielle 15. Etappe bis nach St-Cergue. Ich habe jetzt bereits etwas mehr als zwei Stunden in den Beinen und freue mich auf den Rest dieser Etappe, die weiterhin hauptsächlich durch wunderschöne Wälder und über blumenreiche Weiden führt. Zeitweise frage ich mich, weshalb diese Region kein Nationalpark ist. Wenigstens sind einzelne Bereiche als nationale Wildschutzgebiete ausgezeichnet, wahrscheinlich vor allem zum Schutze der hier lebenden Auerhühner. Eine Informationstafel beim 37 km² grossen Schutzgebiet Le Noirmont erwähnt aber auch Gämsen und den Luchs, der in diesen Wäldern versteckt lebt.

The official 15th stage to St-Cergue starts on the Col du Marchairuz. I already have a little more than two hours in my legs and am looking forward to the rest of this stage, which continues mainly through beautiful forests and flowery pastures. Sometimes I wonder why this region is not a national park. At least some areas are designated as national game reserves, probably mainly for the protection of the capercaillie living here. An information board at the 37 km² Le Noirmont protected area also mentions chamois and the lynx that lives hidden in these forests.

Die letzten Kilometer bis nach St-Cergue gehe ich weiterhin raschen Schrittes über Alpweiden und durch Wälder, vorbei an den Ruinen von Oujon, eines ehemaligen Klosters mitten im Wald. Kurz vor der Rückkehr in die Zivilisation überquert noch ein Reh den Weg vor mir, danach beginnt die geteerte Strasse hinunter an den Zielort. Auf dieser Etappe ist mir besonders aufgefallen, dass man in Gebieten, die kaum einen Aufstieg enthalten, sehr schnell gehen muss, um die Zeiten auf den Wegweisern einhalten zu können. In St-Cergue besteige ich den Zug nach Nyon, wohin ich auf der letzten Etappe zu Fuss gehen werde, und von dort weiter nach Hause.

Die letzten Kilometer bis nach St-Cergue gehe ich weiterhin raschen Schrittes über Alpweiden und durch Wälder, vorbei an den Ruinen von Oujon, eines ehemaligen Klosters mitten im Wald. Kurz vor der Rückkehr in die Zivilisation überquert noch ein Reh den Weg vor mir, danach beginnt die geteerte Strasse hinunter an den Zielort. Auf dieser Etappe ist mir besonders aufgefallen, dass man in Gebieten, die kaum einen Aufstieg enthalten, sehr schnell gehen muss, um die Zeiten auf den Wegweisern einhalten zu können. In St-Cergue besteige ich den Zug nach Nyon, wohin ich auf der letzten Etappe zu Fuss gehen werde, und von dort weiter nach Hause.

<?=$alt ?>

Kuhtränke, kurz nach Sonnenaufgang

Cow trough, shortly after sunrise

<?=$alt ?>

Col du Marchairuz

Col du Marchairuz

<?=$alt ?>

Wandern fast wie im Urwald

Hiking almost like in the jungle

<?=$alt ?>

Ruines d'Oujon bei St-Cergue

Ruines d'Oujon near St-Cergue

16. Section: St-Cergue - La Dôle - Nyon (15.08.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 09:35 - 17:307:55101:35
Distance:26 km340 km
Ascent:780 m13900 m
Descent:1400 m13900 m
Performance kilometres33.8 km479.0 km
ø performance kilometres4.3 km/h4.7 km/h

Leider steht bei meiner Ankunft am Bahnhof um 5:45 bereits eine Verspätung von 25 Minuten angeschrieben. Der Zug fährt deshalb nicht bis Nyon, sondern nur bis Bern. Aber dank den SBB ist das kein Problem, der Anschluss auf einen anderen Zug passt und ich komme mit nur einer halben Stunde Verspätung in St-Cergue an. Zum Glück bin ich nicht abergläubisch, sonst würde ich jetzt mit Regen rechnen, und die Regenhosen hatte ich doch dank guter Wetterprognose zuhause gelassen.

Unfortunately, when I arrive at the train station at 5:45 a delay of 25 minutes is already indicated. Because of this, the train does not go to Nyon, but only to Bern. But thanks to the SBB this is no problem, the connection fits to another train and I arrive in St-Cergue with only half an hour delay. Fortunately, I am not superstitious, otherwise I would expect rain now, and I had left the rain trousers at home thanks to good weather forecast.

Der Weg auf den La Dôle (1677 m.ü.M), das erste Ziel des Tages, verläuft zuerst entlang von Strassen. Nur das letzte Drittel sind Wanderwege. Kurze Abschnitte sind ziemlich steil, meistens geht es aber eher gemütlich bergan. Auf dem Col de Porte, den Gipfel vor mir, muss ich feststellen, dass es gleich zu regnen beginnen wird. Also nutze ich die dortige Skihütte als Unterstand und warte bei einer leicht verlängerten Mittagspause auf das Ende des Regens. Danach kommt der finale Gipfelsturm, was rasch erledigt ist.

The path to La Dôle (1677 m.a.s.l.), the first destination of the day, first runs along roads. Only the last third are hiking trails. Short stretches are quite steep, but most of the time it's a leisurely climb. On the Col de Porte, the summit in front of me, I have to realize that it will start to rain immediately. So I use the ski hut there as a shelter and wait for the end of the rain during a slightly extended lunch break. Then comes the final summit attack, which is quickly done.

Das Nyon Hostel mit Zimmern in unterschiedlichen Grössen kann ich sehr empfehlen. Der Preis im 6er-Zimmer ist Fr. 38.-- für die Nacht. Der Preis beinhaltet das Morgenessen.

I can highly recommend the Nyon Hostel with rooms in different sizes. The price in a 6-bed room is Fr. 38.-- for the night. The price includes breakfast.

Reservationen über deren Website oder unter Telefon +41 - 22 - 888 12 60.

For reservations visit their website or call +41 - 22 - 888 12 60.

Beim Abstieg kann ich zwei Gruppen von insgesamt rund 15 Gämsen aus relativ kurzer Distanz beobachten. Jetzt ist der Tag definitiv gerettet, darauf hatte ich ja lange gewartet. Danach geht es in den Wald, in dem ich während knapp zwei Stunden 900 Höhenmeter absteige, was sehr anstrengend ist und mir einen deftigen Muskelkater bescheren wird. Der Schluss dieser Etappe, und damit der Abschluss des offiziellen Jura-Höhenwegs, führt noch rund neun Kilometer über die Ebene bei Borex bis nach Nyon. Borex ist übrigens der einzige Ort an dieser Etappe, wo man Trinkwasser findet - und ein Treibhaus mit einer riesigen Hanf-Plantage... Erstmals bietet mir ein Autofahrer die Mitfahrt an, was sehr nett von ihm ist, ich aber trotzdem dankend ablehne. Abends komme ich müde, aber glücklich, in Nyon an. Die Nacht verbringe ich im Nyon Hostel und als Nachtessen gibt es eine gute Pizza im Stadtzentrum.

During the descent I can watch two groups of about 15 chamois from a relatively short distance. Now the day is definitely saved, I had waited a long time for that. Afterwards I enter the forest, where I descend 900 meters of altitude for about two hours, which is very exhausting and will give me a lot of muscle ache. The end of this stage, and thus the end of the official Jura Crest Trail, leads about nine kilometres across the plain near Borex to Nyon. By the way, Borex is the only place on this stage where you can find drinking water - and a greenhouse with a huge hemp plantation... For the first time a car driver offers me a ride, which is very nice of him, but I nevertheless thankfully refuse. In the evening I arrive in Nyon tired but happy. I spend the night in the Nyon Hostel and for dinner there is a good pizza in the city center.

<?=$alt ?>

La Dôle vor dem finalen Anstieg

La Dôle before the final ascent

<?=$alt ?>

Gipfelfoto auf La Dôle

Summit shot on La Dôle

<?=$alt ?>

Gämse

Chamois

<?=$alt ?>

Ebene bei Borex

Plain of Borex

17. Section: Nyon - Coppet - Versoix - Genève (16.08.2019)

DetailsSectionTotal
Walking time: 07:30 - 14:206:50108:25
Distance:29 km369 km
Ascent:350 m14250 m
Descent:390 m14290 m
Performance kilometres32.5 km511.5 km
ø performance kilometres4.8 km/h4.7 km/h

Weil ich jetzt noch weiter bis nach Genève gehen wollte, musste ich einen Weg dorthin finden. Für diese Erweiterung des offiziellen Jura-Höhenwegs wählte ich die Via Jacobi (Jakobsweg). Das führt mich zuerst auf dem am Vortag gelaufenen Weg nach Bois-Bougy, wo ich einen Fuchs sehe und letztmals durch einen Wald gehe. Danach geht der Weg fast ausschliesslich auf Strassen weiter durch Dörfer, vorbei an Villen schwerreicher Leute. Für den Jakobsweg am wichtigsten scheint aber zu sein, dass jede Kirche besucht werden kann, die es hier gibt. Glücklicherweise sind darunter ein paar sehr schöne Gebäude.

Because I wanted to go even further to Genève, I had to find a way to get there. For this extension of the official Jura Crest Trail, I chose the Via Jacobi (Way of St James). This leads me to Bois-Bougy, where I see a fox and walk through a forest for the last time. Afterwards the path continues almost exclusively on roads through villages, past villas of wealthy people. But the most important thing for the Way of St James seems to be that you can visit every church you can find here. Fortunately there are some very nice buildings among them.

Die Querung der Stadt Versoix führt entlang des Canal de Versoix, was mir sehr gut gefällt. Das ist zwar nur ein schmaler Streifen Natur um den kleinen Kanal, aber hier sehe ich auch Tiere wie Eichhörnchen und Ratten. Ich wusste gar nicht, dass Ratten tauchen können! Beim renaturierten Delta der Versoix esse ich mein Mittagessen. Wasser gibt es heute auch genug, schon bald kippe ich des Gewichts wegen meine Vorräte und wandere mit einer Flasche weiter, weil es regelmässig Brunnen hat.

The crossing of the city Versoix leads along the Canal de Versoix, which I like very much. This is only a narrow strip of nature around the small canal, but here I also see animals like squirrels and rats. I didn't know that rats can dive! At the renatured delta of the river Versoix I eat my lunch. There are enough water sources today, so I soon drop my supplies due to the weight and walk on with just one bottle because it has wells regularly.

Vorbei an den Konsulaten der grossen Länder und entlang des UNO-Sitzes erreiche ich schliesslich beim botanischen Garten von Genève zum ersten Mal den Genfersee. Zusammen mit tausenden Touristen teile ich jetzt den Weg entlang des Ufers, bestaune den Jet d'Eau und die Hafenanlage. Hier gönne ich mir zur Belohnung zwei Kugeln Mövenpick-Glacé und freue mich über das erreichte Ziel. Mein erster Besuch dieser Stadt endet mit dem Besteigen des Zugs nach Hause, mit der bleibenden Erkenntnis über Stadt und Kanton Genf: Der See ist blau, der Rest ist grau - ausser den privaten Parkanlagen um die Villen.

Past the consulates of the large countries and along the UN headquarters, I finally reach Lake Geneva for the first time at the botanical garden of Geneva. Together with thousands of tourists I now walk along the shore, admire the Jet d'Eau and the harbour. Here I treat myself to two balls of Mövenpick ice cream as a reward and am happy to have reached my destination. My first visit to this city ends with boarding the train home, with a lasting awareness of the city and canton of Geneva: the lake is blue, the rest is grey - except for the private parks around the villas.

<?=$alt ?>

Bel-Air in der Nähe von Nyon

Bel-Air near Nyon

<?=$alt ?>

Nicht mehr die 5, sondern die 4 der Via Jacobi

No longer the 5, but the 4 of the Via Jacobi

<?=$alt ?>

Eine der vielen Villen entlang des Weges nach Genève

One of the many residences along the way to Genève

<?=$alt ?>

Geschafft! Jet d'Eau in Genève

I did it! Jet d'Eau in Genève

 

 

Hinweise zu den Etappendetails

Notes on the stage details

Die Details der einzelnen Etappen enthalten folgende Informationen:

The details of the individual stages contain the following information:

  • Marschzeit: Diese Zeiten entsprechen der Start- und Endzeit meiner Wanderung. Darin sind alle Pausen enthalten, wobei ich normalerweise nicht lange pausiere. Dies ist bei den Wegweisern entlang des Weges nicht der Fall, weshalb es zu grösseren Unterschieden kommen kann. Allgemein scheine ich die offiziellen Zeiten im Aufstieg zu unterbieten, geradeaus und im Abstieg benötige ich meistens recht genau die auf den Wegweisern angegebenen Zeiten.
  • Walking time: These times correspond to the start and end times of my hike. They include all breaks, but I don't usually take long breaks. This is not the case with the signposts along the way, which can lead to greater differences. In general I seem to outperform the official times in the ascent, in straight and descent I usually need the times indicated on the signposts.
  • Distanz: Länge der Etappe in Kilometern. Die Angaben entstammen der Homepage von Schweiz Mobil. Bei den Etappen, die ich nicht exakt nach deren Etappierung gewandert bin, habe ich die Distanzen auf der Karte gemessen und entsprechend angepasst.
  • Distance: Length of the stage in kilometres. The information is taken from the homepage of Switzerland Mobility. I measured the distances on the map and adjusted them accordingly for the stages that I did not hike exactly after the staging.
  • Aufstieg: Summe der Höhenmeter, die im Aufstieg überwunden werden müssen. Die Angaben entstammen der Homepage von Schweiz Mobil. Bei den Etappen, die ich nicht exakt nach deren Etappierung gewandert bin, habe ich die Höhendifferenzen auf der Karte geschätzt und entsprechend angepasst.
  • Ascent: Sum of the height meters that have to be overcome in the ascent. The information is taken from the homepage of Switzerland Mobility. I estimated the differences in altitude on the map and adjusted them accordingly for the stages that I did not hike exactly after the staging.
  • Abstieg: Summe der Höhenmeter, die im Abstieg überwunden werden müssen. Die Angaben entstammen der Homepage von Schweiz Mobil. Bei den Etappen, die ich nicht exakt nach deren Etappierung gewandert bin, habe ich die Höhendifferenzen auf der Karte geschätzt und entsprechend angepasst.
  • Descent: Sum of the meters of altitude that have to be overcome in the descent. The information is taken from the homepage of Switzerland Mobility. I estimated the differences in altitude on the map and adjusted them accordingly for the stages that I did not hike exactly after the staging.
  • Leistungskilometer: Wenn man sich in unebenem Gelände bewegt, was beim Wandern typisch ist, so kann man das Tempo, das man im Flachland wandern würde, nicht einhalten. Um dies zu korrigieren, kann man die sogenannten Leistungskilometer berechnen, wobei für jede 100 Höhenmeter im Aufstieg ein Kilometer addiert wird. Anhand dieser Leistungskilometer kann man die zu erwartende Wanderzeit besser abschätzen, sofern man immer ungefähr gleich marschiert. Beispiel: Die Distanz ist 10 Kilometer, man muss aber auf dieser Strecke 500 Höhenmeter ansteigen. Somit ergeben sich 15 Leistungskilometer.
  • Performance kilometres : If you move in uneven terrain, which is typical for hiking, you cannot keep the speed you would hike in flat country. To correct this, you can calculate the so-called performance kilometres, adding one kilometre for every 100 metres of altitude difference in the ascent. On the basis of these performance kilometres, one can better estimate the expected hiking time, as long as one always marches approximately the same way. Example: The distance is 10 kilometres, but you have to climb 500 metres on this route. This results in 15 performance kilometres.

 

Informationen zum Jura-Höhenweg

Information about the Jura Crest Trail

Anreise, Navigation, Verpflegung und Übernachtung

Arrival, navigation, catering and overnight stay

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist exzellent. Fast jede noch so kleine Ortschaft ist mit Bahn, Bus oder Schiff erreichbar. Und an jeder Haltestelle gibt es Wegweiser mit allen dort abgehenden Wanderwegen. Es kann aber sein, dass gewisse Strecken nur am Wochenende bedient werden. Das trifft entlang des Jura-Höhenwegs zum Beispiel auf die Vue des Alpes zu. Es lohnt sich deshalb, die Fahrpläne im Voraus genau zu lesen. Notfalls kann man natürlich auch ein Taxi zur nächsten Ortschaft bestellen, was aber meistens sehr teuer werden dürfte. Autostoppen ist natürlich auch eine Option, aber mit den üblichen Risiken verbunden.

Public transport in Switzerland is excellent. Almost every small town can be reached by train, bus or boat. And at every stop there are signposts with all the hiking trails leaving from there. It is possible, however, that certain routes are only served on weekends. This is true, for example, of the Vue des Alpes along the Jura Crest Trail. It is therefore worth reading the timetables in advance. If necessary, one can of course also order a taxi to the next village, but this will usually be very expensive. Hitchhiking is of course also an option, but is associated with the usual risks.

In der Schweiz gibt es tausende Kilometer Wanderwege, die lückenlos beschriftet sind. Regelmässig zeigen Wegweiser die Gehzeiten bis zu den wichtigsten Zielorten an. Dazwischen gibt es an jeder nötigen Stelle eine Markierung, damit man sich nicht verlaufen kann. Sich zu verlaufen ist wirklich ein Künststück! Somit wäre es eigentlich problemlos möglich, ohne eine Karte loszulaufen und trotzdem garantiert am richtigen Ort anzukommen. Trotzdem empfehle ich, dass man eine Karte mitnimmt, entweder, um sich ein Bild der Strecke machen zu können, oder auch, um im Notfall den kürzesten Ausweg zu finden. Karten gibt es auf Schweiz Mobil oder von der Schweizerischen Landestopographie (idealerweise im Massstab 1:25'000 oder 1:50'000), auf dem Internet (man beachte, dass es noch immer Lücken in der Verfügbarkeit von Mobilnetzen gibt) oder man druckt sie einfach etappenweise über map.admin.ch aus. Das ist genau, was ich jeweils mache, wenn ich nicht die passende Landeskarte im Büchergestell habe. So ein gedruckter Kartenausschnitt hat gefaltet perfekt Platz in einer Hosentasche und kann schnell erreicht werden.

There are thousands of kilometres of hiking trails in Switzerland, all of which are fully labelled. Signposts regularly show the walking times to the most important destinations. In between there is a mark at every necessary place, so that one cannot get lost. Getting lost is really an achievement! Thus it would actually be possible without problems, to start without a map and to arrive at the correct place anyhow. Nevertheless, I recommend that you take a map with you, either to get an idea of the route or to find the shortest way out in an emergency. Maps are available from Switzerland Mobility or the Swiss National Topography Office (ideally on a scale of 1:25,000 or 1:50,000), on the Internet (note that there are still gaps in the availability of mobile networks) or you can simply print them out by stages via map.admin.ch. That's exactly what I do when I don't have the right map in my bookshelf. Such a printed section map fits perfectly in a trouser pocket and can be reached quickly.

Book about the Jura Crest Trail

Jura-Höhenweg von Dominik Wunderlin

Jura-Höhenweg by Dominik Wunderlin

AT Verlag
ISBN: 978-3-03902-003-4

Nicht unbedingt nötig, aber informativ und recht preiswert, ist der Wanderführer von Dominik Wunderlin über den Jura-Höhenweg. Er enthält neben allgemeinen Informationen zu den Schweizer Wanderwegen je ein Kapitel für jede Etappe mit kleinem Kartenausschnitt und Höhenprofil. Ergänzt werden diese Kapitel durch Details zu den Ortschaften und Gebieten, die man durchwandert. Der Führer gibt somit einen Überblick im kleinen Format.

Not absolutely necessary, but informative and quite inexpensive, is the hiking guide from Dominik Wunderlin on the Jura Crest Trail. In addition to general information on the Swiss hiking trails, it contains a chapter for each stage with a small map and an elevation profile. These chapters are supplemented by details on the villages and areas you will be walking through. The guide thus gives an overview in small format.

<?=$alt ?>

Wenn man mehrere Etappen am Stück gehen möchte, so muss man sich Gedanken zur Verpflegung und Übernachtung machen. Hier hilft insbesondere die Website von Schweiz Mobil, auf deren interaktiven Karten sämtliche Übernachtungsmöglichkeiten vermerkt sind. Ortschaften mit Einkaufsmöglichkeiten gibt es entlang des Höhenwegs nur wenige. Ebenfalls rar sind Brunnen, weshalb ich jeweils möglichst den ganzen Wasserverbrauch mittrage. In der Unterkunft gibt es aber jeweils frisches Wasser vom Hahn (überall in der Schweiz qualitativ besser als abgefüllte Flaschen). Schwieriger ist es, wenn man im Zelt übernachtet. Wobei man hier auch noch weitere Dinge beachten muss: Grundsätzlich ist es in der Schweiz in allen Wäldern erlaubt, im Zelt oder Biwak zu übernachten. Gleichzeitig gilt aber ein Verbot in sämtlichen Naturschutz- und Jagdbanngebieten (Chasseral, Creux du Van, Col du Marchairuz). Eine Übersicht bietet die Seite des Touring Club der Schweiz über wildes Campen. Wiesen sind grundsätzlich in Privatbesitz, ein Gespräch mit einem Bauern kann hier Möglichkeiten bieten.

If you want to walk several stages at a time, you have to think about food and accommodation. The website of Switzerland Mobility, whose interactive map shows all overnight accommodations, is particularly helpful here. There are only a few places with shopping facilities along the Crest Trail. Fountains are also rare, which is why I carry as much water as possible with me. But in the accommodation there is always fresh water from the tap (everywhere in Switzerland the quality is better than bottled water). It is more difficult to stay overnight in a tent. Whereby one must consider here also still further things: Basically, it is allowed in Switzerland in all forests to stay overnight in a tent or bivouac. At the same time, however, there is a ban in all nature conservation and hunting-ban areas (Chasseral, Creux du Van, Col du Marchairuz). An overview can be found on the page of the Touring Club of Switzerland about wild camping. Meadows are in principle privately owned, a conversation with a farmer can offer possibilities here.

Ein Thema ist allenfalls auch die Sprache: Der Jura-Höhenweg führt durch die deutschsprachige Schweiz und auch durch die Romandie, wo Französisch gesprochen wird. Auch mit Englisch wird die Kommunkation mit den Leuten irgendwie klappen, das Bild links zeigt aber, dass es durchaus gesundheitsrelevant sein kann, die lokalen Sprachen zumindest ein bisschen zu kennen.

Fauna und Flora

Fauna and flora

Der Jura-Höhenweg führt sehr oft durch Wälder, über weite Strecken aber auch durch landwirtschaftlich genutzte Weideflächen. Ich habe sehr viele, teilweise auch grössere Wildtiere gesehen. Von Rehen und Gämsen über Füchse zu Murmeltieren, Eichhörnchen und Mäusen bis zur reichen Avifauna, wo ich mich speziell über die Eichelhäher freute, von denen ich nicht wusste, dass sie so häufig vorkommen. Rotmilane habe ich einzeln oder in Gruppen von bis zu sieben Tieren gesehen, ebenso regelmässig Falken und Mäusebussarde. Die häufigen Singvögel aller möglichen Arten begleiteten mich pausenlos, wobei ich viele Gesänge hören konnte, die mir völlig unbekannt waren. Auch Insekten konnte ich noch sehr häufig beobachten, zu Beginn noch weniger, weil der Schnee erst knapp weg war, aber spätestens ab dem Chasseral gab es auch Situationen, wo mich Fliegen und ähnliche Gesellen verfolgten.

The Jura Crest Trail very often leads through forests, but over long stretches also through farmland. I have seen a lot of wild animals, some of them bigger. From deer and chamois to foxes, marmots, squirrels and mice to rich avifauna, where I was especially happy about the jays, which I didn't know were so common. I have seen red kites individually or in groups of up to seven, as well as regular falcons and buzzards. The frequent songbirds of all possible species accompanied me continuously, and I could hear many songs that were completely unknown to me. I was also able to observe insects very often, less in the beginning because the snow was just gone, but from the Chasseral at the latest there were places where flies and similar companions started annoying me.

Vorherrschend sind die wunderschönen Buchenwälder, insbesondere entlang der diversen Kreten. Diese exponierten Flächen werden häufig sich selber überlassen, weil eine Bewirtschaftung fast unmöglich ist. Zu Beginn des Frühlings findet man bereits viele Pflanzen, oft zum Beispiel Teppiche von Bärlauch. Erstaunt war ich aber auch über die riesige Anzahl Orchideen, die ich angetroffen hatte. Auf den Wiesen und entlang der Wälder blühen überall viele Blumen und bilden schöne Farbkontraste zum ewigen Grün von Gras und Laub.

The beautiful beech forests are predominant, especially along the various ridges. These exposed areas are often left to their own fate because it is almost impossible to cultivate them. At the beginning of spring you can already find many plants, often for example carpets of bear's garlic. But I was also astonished about the huge number of orchids I had found. On the meadows and along the woods many flowers bloom everywhere and form beautiful colour contrasts to the eternal green of grass and leaves.

Die allermeisten Tiere und Pflanzen habe ich wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen, weil ich mich auf den Weg konzentrieren musste. Für einen Naturfreund wie mich ist es aber eine grosse Freude, dass es im Jura noch etwas Natur gibt, die man geniessen kann. Hoffentlich werden wir in Politik und Gesellschaft rasch die Kurve kriegen und die fortlaufende Zerstörung stoppen. Es geht hier nicht um ein paar Insekten, sondern schlicht um die Zukunft der Menschheit und unseres Planeten.

I probably didn't even notice most of the animals and plants because I had to concentrate on the way. But for a nature lover like me it is a great pleasure that there is still some nature to enjoy in the Jura mountain range. Hopefully we will quickly get our act together in politics and society and stop the ongoing destruction. This is not about a few insects, but simply about the future of humanity and our planet.

<?=$alt ?>

Kodex

Code

Zum Schluss noch ein Hinweis zu etwas, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Ich habe entlang des Jura-Höhenwegs äusserst selten Abfall gesehen, was mich sehr gefreut hat. Man finden solchen ausschliesslich in der Nähe von Ortschaften und grossen Parkplätzen, also da, wo sich Hündeler und die Spassgesellschaft hin wegen. Man sollte sich immer bewusst sein, dass man sich in der Natur bewegt und durch die Stube der Wildtiere läuft. Kaum jemand dürfte zuhause in der Stube Dosen oder Zigarettenstummel auf den Boden werfen, also bitte auch nicht draussen. Ebenso sollte man nichts mitnehmen, das Pflücken von Pflanzen ist bei vielen Spezies verboten. Also am besten nach dem Motto "nichts ausser Fussspuren hinterlassen, nichts ausser Erinnerungen mitnehmen" wandern, dann bleiben diese schönen Orte noch lange so wie sie sind und auch unsere Nachfahren werden sie noch geniessen können.

Finally, a note on something that should be taken for granted: Along the Jura Crest Trail I have rarely seen waste, which made me very happy. You can only find trash in the vicinity of towns and large car parks, i.e. where dogs walkers and the fun community go. One should always be aware that one moves in nature and walks through the parlour of wild animals. Hardly anyone would throw cans or cigarette butts on the floor at home, so please also not outdoors. You should also not take anything with you, picking plants is forbidden for many species. So it is best to walk according to the motto "leave nothing but footprints, take nothing but memories with you", and these beautiful places will stay as they are for a long time and our children will still be able to enjoy them.

Weitere Informationen

More information