Yellowstone National Park

Sonntag, 20.05.2007

Die Fahrt vom Grand Teton Nationalpark führte uns entlang des Snake Rivers zur Old Faithful Lodge. Das Wetter entwickelte sich zu Gewitter, sodass wir keinen Stopp mehr einlegten. Was wir aber sofort bemerkten, sind die niedergebrannten Bäume. Diese haben sich seit den grossen Waldbränden in den Achzigerjahren nicht mehr erholt.

Parkeingang zum Yellowstone Nationalpark
Park entrance to Yellowstone National Park
Sunday, 20.05.2007
Snake River

The street from Grand Teton National Park follows the valley of the Snake River. The weather startet to become really bad, rain and thunderstorm comming up. That was why we did not stop anymore until we had reached Old Faithful Lodge. One of the first impressions of Yellowstone were that burned trees that still remember the big forest fires in the eighties of the last century.

Yellowstone Nationalpark - Old Faithful

Glücklich waren wir, dass der Park bereits offen war, denn das ist um diese Jahreszeit nicht garantiert. Erst eine Woche vor unserer Ankuft wurden alle Strassen geöffnet (ausser dem Abschnitt zwischen Canyon und Tower Roosewelt, der im Frühling und frühen Sommer wegen der vielen Bären geschlossen bleibt). Weil es noch so früh im Jahr war und der Yellowstone Nationalpark immerhin auf rund 2000 Metern liegt, hatten wir uns eine Woche vorher entschieden, für diese vier Nächte in den Lodges zu reservieren. Auch da waren wir glücklich, denn die Nächte waren bitterkalt.

Old Faithful Inn

Die ersten zwei Nächte verbrachten wir in der Old Faithful Lodge. Dieses Gebäude gehört auf die Besuchsliste jedes Besuchers dieses Parks, denn es ist ein architektonisch unglaublich wertvolles Haus. Gebaut wurde es ausschliesslich aus Holz, und trotzdem ist es mindestens fünf Stockwerke hoch. Im Zentrum steht ein riesiger Kamin, der den Rauch von vier Feuern ableitet.

Unser Zimmer in der Old Faithful Inn
Our room at Old Faithful Inn

Weil der Old Faithful Geysir direkt neben der Lodge liegt und seine fast stündlich stattfindenden Ausbrüche auf wenige Minuten genau vorher gesagt werden könnnen, hatten wir noch am ersten Abend die Chance, dieses Naturschauspiel zu betrachten. Wirklich genial war aber erst der Ausbruch am nächsten Morgen, denn die Wassermenge hängt von diversen Faktoren ab, sodass es nicht immer gleich toll ist.

Yellowstone National Park - Old Faithful

Old Faithful Inn
Old Faithful Geysir
Montag, 21.05.2007

West Thumb Geysir Basin

Einfach gesagt besteht der Yellowstone Nationalpark aus zwei Ringstrassen, die zu einer Acht zusammengefügt sind. Diese Ringe werden durch die fünf Zufahrtsstrassen gespiesen. Für Besucher ist somit fast vorgegeben, dass man sich an mindestens zwei Tagen im Park aufhalten muss, wenn man die wichtigsten Gebiete sehen möchte. Beide Ringstrassen an einem Tag zu machten ist wahrscheinlich schön möglich, viel Zeit zum Verweilen hat man dann aber sicher nicht.

Am ersten Tag haben wir uns den südlichen Ring vorgenommen. Im Gegenuhrzeigersinn führen wir zuerst zum West Thumb Geysir Basin, das direkt am Lake Yellowstone liegt. Dieses Gebiet ist nicht so gross wie die anderen rund um Old Faithful, spannend sind aber die heissen Quellen direkt im See drin. Besichtigen kann man die thermischen Schauspiele auf Gehsteigen, wodurch sichergestellt wird, dass die Besucher keinen Schaden anrichten können.

Monday, 21.05.2007

West Thumb Geysir Basin

Yellowstone River Valley

Weil die Lodge und das Besucherzentrum von West Thumb noch geschlossen war, fuhren wir gleich weiter ins Yellowstone River Valley. Dieses breite Tal verbindet die Region von Canyon, von wo der Yellowstone River zum Lake Yellowstone fliesst. Auch in diesem Tal gibt es einige geothermische Attraktionen. Besonders fanden wir einen Hügel, der vor ein paar Jahrzehnten nach einem grösseren Erdbeben plötzlich sehr heiss wurde, sodass der Wald, der ihn bewachsen hatte, abgestorben ist. Jetzt liegen da die Bäume einfach so rum.

Bison

Der Mud Pool ist einer der wenigen in diesem Park. Wir kannten diese heissen Quellen noch von unserer Reise in Neuseeland, wo wir diese rund um Rotorua bestaunt hatten.

Mud Pool

Im Yellowstone Valley gibt es auch viele Bison (Büffel). Diese finden hier riesige Grasflächen, wo sie weiden können. Was aber auch auffällt, ist, dass sie sich nicht an die Regeln auf den Schildern halten, die besagen, dass jedes Betreten der thermisch aktiven Areale lebensgefährlich sei. Oder wie kommt der Bisondreck dahin?

Yellowstone River Valley

The lodge and the visitor center at West Thumb were still closed at the time so we straight proceeded into the Yellowstone River Valley. This large valley connects the region of Canyon, from where the Yellowstone River finds its way to Lake Yellowstone. There are geothermic attractions, too. Especially interesting was a hill that suddenly became very hot after an earthquake a few decades ago. The forest growing there died of having too hot roots. Now the dead trees are still there.

The Mud Pool is one of the very few in this National Park. We had enjoyed that kind of hot pools very much when travelling in New Zealand where there are many of them in the region of Rotorua.

Yellowstone River

There are lots of bison in the Yellowstone Valley. As there are huge grassy grounds they find all the food they need. We also recognized that they obviously don't consider warning signs that say that walking on thermically active areas is fatal. Or how else can there be bison shit?

Yellowstone Nationalpark - Canyon

Upper Falls

Canyon ist einer der Knotenpunkte der Ringstrassen. Das alleine ist aber nicht der Grund, dass so viele Leute hierher kommen. Die beiden Wasserfälle (Lower und Upper Falls) sind wirklich eindrücklich, absolut unglaublich ist aber das Tal, in das man hinunterblicken kann. Der gelbe Fels (soll übrigens nichts mit dem Namen das Parks zu tun haben) hinterlässt fast schon einen Eindruck von Kitsch.

Wie es hier zur Hochsaison aussieht, können wir uns schlicht nicht vorstellen. Schliesslich waren jetzt ja noch kaum Touristen da, und trotzdem waren die riesigen Parkplätze bei den Sehenswürdigkeiten jeweils gerade so voll, dass wir noch einen der letzten Parkplätze erwischen konnten. Der Sommer muss wirklich schlimm sein. Es heisst denn auch, man müsse sich im Sommer ein vielfaches der Zeit einplanen, weil ein grosser Teil des Tages im Stau verbracht wird.

Yellowstone Nationalpark - Canyon

Lower Falls
Grand Canyon of Yellowstone

Yellowstone Nationalpark - Virginia Cascade

Strasse zum Virginia Wasserfall
Road to Virginia Cascade

Nur wenige Leute machen den kleinen Umweg zum Virginia Wasserfall. Es lohnt sich aber unbedingt, nicht nur wegen dem Wasserfall selber, sondern auch wegen der Aussicht, die man von der Strasse her geniessen kann. Die Felsen gleich vor dem Wasserfall sind besonders spannend.

Yellowstone National Park - Virginia Cascade

There are not many people doing the detour to the Virginia Cascade. Nonetheless, they all miss something. It is not only the cascade why you should do this detour, but also the view that can be enjoyed. The rocks just before the cascade are fantastic, too.

Virginia Cascade

Norris Geysir Basin

Norris Geysir Basin

Geysir Hill bei Old Faithful

Geysir Hill at Old Faithful

Dienstag, 22.05.2007

Upper Geysir Basin

Bison mit Kalb spazieren zwischen den Geysiren
Bison with calf, hiking between geysirs
Firehole River
Dienstag, 22.05.2007

Upper Geysir Basin

Nicole friert
Nicole is freezing
Firehole River

Midway Geysir Basin

Midway Geysir Basin

Von Madison nach Mammoth Hot Springs

Bison
Hirsch im Schneegestöber
Elk bathing in the snowfall
Sheepeater Cliff

Madison to Mammoth Hot Springs

Gibbon Falls
Einsamer Büffel
Lonesome bison
Golden Gate
Mittwoch, 23.05.2007

Mammoth Hot Springs

Mount Everts
Wednesday, 23.05.2007

Mammoth Hot Springs

Yellowstone Nationalpark - Tower Roosevelt

Spuren der grossen Waldbrände
Relicts of the large forest fires
Yellowstone River
Tower Falls

Yellowstone National Park - Tower Roosewelt

Versteinerter Baum
Petrified tree
Schwarzbär
Black bear
Yellowstone River

Yellowstone Nationalpark - Lamar Valley

Wer die wilden Tiere dieses Parks sehen möchte, der kann es fast nicht unterlassen, bis zum Lamar Valley im Nordosten des Parks zu fahren. Dieses Tal hat denn auch den Übernamen "Serengeti Nordamerikas". Ausser Wölfen konnten wir alle Tierarten sehen: Schwarzbären, Koyoten, Bighorn sheep, Gazellen, Rehe, Hirsche und natürlich Bison. Von letzteren kann man irgendwann wirklich genug kriegen, denn es gibt so viele. Das war beim letzten Besuch im Jahr 1999 ganz anders, denn damals sah ich nur einen einzigen Büffel aus der Nähe.

Bighorn sheep

Und wie immer lohnt sich die Fahrt nicht nur wegen den Tieren. Ganz im Osten gibt es riesige Berge, die bei unserem Besuch noch tief im Schnee lagen. Die Hügellandschaften haben ebenfalls ihren eigenen Charme. Insbesondere kurz vor Sonnenuntergang kann man eindrückliche Lichtspiele zwischen Wolken und der Landschaft beobachten und mit der Kamera fixieren.

Beim Autofahren muss man immer speziell auf Tiere aufpassen. Diese können unvermittelt von jeder Seite auf die Strasse treten. Man muss aber auch aufpassen, dass die Tiere nicht erschreckt werden, zum Beispiel durch schnelles vorbeifahren oder gar Hupen. Leider mussten wir miterleben, wie Autofahrer auf der Strasse laufende Tierherden an unübersichtlichen Stellen überholt haben. Die Tiere haben immer Vortritt.

Yellowstone National Park - Lamar Valley

Bighorn sheep
Bison
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