Olympic National Park

Sonntag, 06.05.2007

Am frühen Morgen sind wir vom Goldstream Provinzpark nach Victoria gefahren und haben unser Auto in der Warteschlange für die Fähre von Victoria nach Port Angeles eingereiht. Das Terminal für diese Fähren ist im Zentrum von Victoria, gleich vis-à-vis des Parlamentsgebäudes. Danach hatten wir noch genügend Zeit, um in Victoria in einem Café das Morgenessen einzunehmen.

Lake Crescent

Bei der Benutzung der Fähre ist zu beachten, dass es während der Saison meist nötig ist, einen Platz für das Fahrzeug zu reservieren. Ausserdem muss man bereits eineinhalb Stunden vor der Abfahrt im abgesperrten Bereich sein (und bleiben), denn die US-Behörden führen dort die Einreisekontrolle durch.

Sunday, 06.05.2007

It was early in the morning when we started from Goldstream Provincial Park to Victoria. There we parked our car in the waiting queue for the ferry from Victoria to Port Angeles. The terminal is in the very center of Victoria, just opposite the house of the parliament. There was still some time to spend in Victoria. We used that time for eating breakfast.

When taking this ferry please do not forget to make a reservation for your car. That is very much recommended, especially on weekends and during holidays season. In addition, you have to appear 1.5 hours before departure in the closed area (and you have to stay there). US customs need you there for their bureaucracy.

Hoh Regenwald
Hoh rainforest

Olympic Nationalpark

Bei unsere Ankunft in Port Angeles war das Wetter nicht gerade toll. Deshalb nutzten wir den Nachmittag, um Informationen über diesen riesigen Nationalpark zu sammeln und einkaufen zu gehen. Eines der Informationszentren des Nationalparks befindet sich in Port Angeles. Wir hatten einige Mühe, es zu finden. Es befindet sich an der Strasse zum Hurricane Ridge, was unser Reiseführer (Rough Guide) natürlich nicht wusste.

Wie in allen amerikanischen Nationalparks erhält man beim Eintritt in den Park eine je nach Park mehr oder weniger ausführliche Karte mit Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Hintergründe. Die grösseren Parks, zu denen der Olympic Nationalpark definitiv gehört, ist die Karte eher mager, dafür gibt es zusätzlich noch eine Parkzeitung mit den aktuellsten Informationen. Wenn man eine längere Reise mit vielen Besuchen in Nationalparks und auch anderen Parks geplant hat, so lohnt es sich, eine Jahreskarte zu kaufen. Diese umfasst seit 2007 nicht mehr nur die Nationalparks, sondern auch diejenigen der anderen nationalen Behörden.

Olympic National Park

Roosevelt Elks gaben dem Park den ursprünglichen Namen
Roosevelt Elks gave the park's former name

Sol Duc

Marymere Falls Trail

Unsere ersten beiden Nächte verbrachten wir auf dem Sol Duc Campground im gleichnamigen Tal. Das beste an diesem Zeltplatz ist, dass sich gleich daneben ein Thermalbad befindet, wo wir auch an beiden Abenden noch die Wärme für die Nacht sammeln gingen. Am zweiten Abend genossen wir ausserdem das Nachtessen im dortigen Restaurant, was sehr bekömlich war.

Sol Duc Campground

Die Fahrt von Port Angeles ins Sol Duc Valley führt entlang dem Lake Crescent. An diesem See gibt es viele Orte, die zu einer Pause einladen (falls das Wetter gut ist). Auf jeden Fall stoppen sollte man aber bei der Lake Crescent Lodge und dort die kurze Wanderung zu den Marymere Falls unternehmen.

Lachs im Sol Duc River
Salmon in Sol Duc River

Im Sol Duc Valley hat es entlang der Strasse einige Informationstafeln, die insbesondere auch über die Lachswanderungen schreiben. Nach dem Lesen einer solchen Tafel wollten wir uns eine Stufe des Sol Duc River anschauen, die gleich dahinter lag. Und siehe da: Wir konnten gleich mehrere Lachse bei ihren unglaublichen Strapazen beobachten, wenn sie versuchten, die Stufe zu überwinden.

Sol Duc

Marymere Falls
Nachtessen im Sol Duc Campground
Dinner at Sol Duc Campground
Sol Duc River
Montag, 07.05.2007

Hurricane Ridge

Für unseren zweiten Tag im Olympic Nationalpark wurde wunderschönes Wetter vorhergesagt. Und wir wurden überhaupt nicht enttäuscht. Das mussten wir nutzen, um auf den Hurricane Ridge zu fahren. Die Strasse führt von Meereshöhe bis auf rund 1500 Meter. Gerade im Frühling durchfährt man dabei irgendwie die unterschiedlichen Jahreszeiten, bevor man oben ankommt. Bei uns hattes es bis kurz vor dem Gipfel keinen Schnee, oben lagen dann aber unglaubliche zwei Meter.

Die Aussicht vom Hurricane Ridge ist enorm. Man sieht alle hohen Berge des Massivs im Zentrum der Olympic Halbinsel. Die Täler scheinen undurchdringbar bewachsen. Es gibt sogar ein paar Gletscher, doch konnten wir die nicht ausmachen, weil ja alle Gipfel noch tief im Schee steckten.

Grosse Schneemassen auf Hurricane Ridge
Huge snowpack on top of Hurricaten Ridge

Auf der Rückfahrt überquerten zwei Schwarzbären vor uns die Strasse. Es gab auch sonst viele Tiere, Vorsicht beim Fahren ist äusserst wichtig. Aus der Ferne konnten wir dann dank der guten Fernsicht auch noch den Mount Raineer bei Seattle sehen. Dieser liegt immerhin mehr als hundert Kilometer entfernt.

Monday, 07.05.2007

Hurricane Ridge

Strasse auf den Hurricane Ridge
Street to Hurricane Ridge
Aussicht von Hurricane Ridge
View from Hurricane Ridge
Schwarzbär überquert die Strasse
Black bear crosses the street

Elwha Valley

Den Nachmittag nutzten wir für einen Exkursion ins Elwha Valley. Dieses Tal liegt zwischen dem Hurricane Ridge und dem Sol Duc Valley. Auch hier findet man ganz zuhinterst thermische Quellen, allerdings sind diese nicht (mehr) für Touristen instand gehalten. Es gibt also keine Kontrollen der Wasserqualität und auch keine künstlichen Becken. Die Fahrt führt nach dem Erreichen des Lake Mills entlang einer steilen und kurvenreichen bis zum Ende der Strasse. Von dort muss man etwas mehr als eine Stunde entlang dem Boulder Creek laufen, bis man die heissen Quellen erreicht.

Überquerung eines Baches im Elwha Valley
River crossing in Elwha Valley

Die Wanderung führt zwar entlang einer alten Strasse, doch wurde sie in den letzten Jahren durch mehrere Unwetter stark in Mitleidenschaft gezogen. Die meisten Brücken sind eingestürzt und durch Baumstämme ersetzt worden. Das macht es aber um so mehr zu einem Abenteuer, hier zu wandern. Und belohnt wird man schliesslich ganz besonders durch die heissen Quellen.

Heisse Quelle
Hot water pool

Die heissen Quellen sind eine grössere Anzahl kleiner Teiche, die durch Steine gefestigt wurden. Die meisten sind genügend tief, dass man darin baden kann. Wir hatten leider unsere Badehosen nicht dabei. Das Wasser ist wirklich so warm, wie man es in der Badewanne einlässt.

Lake Mills

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen kurzen Halt bei der Elwha Ranger Station, wo man knapp hundert Meter laufen muss, um einen Wasserfall zu besuchen. Am Lake Crescent stoppten wir dann noch etwas länger und genossen die Sonne, um etwas in unseren Büchern zu lesen, bevor wir zum Zeltplatz im bereits vom Sonnenlicht verlassenen Sol Duc Valley zurückfuhren.

Elwha River

Elwha Valley

Boulder Creek
Heisse Quelle
Hot water pool
Dienstag, 08.05.2007

Hoh Regenwald

Der Olympic Nationalpark besteht nicht nur aus Bergen und Küste, sondern auch noch aus gemässigtem Regenwald (temperate rainforest). Dies ist dieselbe Art Regenwald wie wir sie bereits beim Pacific Rim Nationalpark auf Vancouver Island in Kanada besuchen konnten. Es gibt hier drei Regenwaldgebiete, die man leicht besuchen kann: Hoh, Queets und Quinault. Alle drei Gebiete befinden sich auf der Westseite des Nationalparks. Für unsere Reise bedeutete das, dass wir am dritten Tag den Norden verliessen und uns auf den Weg an die Westküste machten.

Am weitesten nördlich befindet sich der Hoh Regenwald. Dieser ist hinten ein einem tiefen Tal. Es gibt dort auch ein Besucherzentrum, doch war dieses noch geschlossen. Zwei Lehrpfäde zeigen dem Besucher verschiedene Bereiche des Regenwaldes. Man findet kleine Bäche, dicht bewachsene Waldgebiete und vor allem auch mit Moosen überwuchterte Bäume. Dazwischen gibt es viele grosse und kleine Pflanzen.

Interessant an diesen Regenwäldern ist, was passiert, wenn ein Baum stirbt. Wenn man genau hinschaut, so sieht man das überall. Die riesigen Bäume fallen irgendwann um. Dadurch wird die Humusschicht gleich um zwei Meter dicker, oder wenigstens, wenn der Baum verrottet ist. Bevor es aber dazu kommt, wachsen auf diesem Stamm bereits wieder einige junge Bäume. So sieht man überall auf einer Linie angeordnete Baumreihen, was den Grund hat, dass sie alle auf einem einzigen Baumstamm gewachsen sind.

Wären wir später im Sommer hier gewesen, so hätten wir wohl den Zeltplatz hier ebenfalls als Basis für Wanderungen genutzt. Es gibt wunderschöne Wanderungen ins Zentrum des Nationalparks, doch leider waren die noch nicht begehbar.

Tuesday, 08.05.2007

Hoh rainforest

Hoh River

Ruby Beach, Kalaloch

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Kalaloch, direkt an der Küste des Pazifik. Losgefahren sind wir bei schönstem Wetter, eine Viertelstunde später waren wir an Ruby Beach im Regen. Dieser Strand steht wiederum in totalem Gegensatz zur Gebirgswelt und zu den Regenwäldern. Man könnte meinen, in dieser Viertelstunde hunderte Kilometer gefahren zu sein. Ruby Beach hat diesen Namen, weil die Steine am Strand rötlich gefärbt sein sollen. Wir können das nicht bestätigen, haben diesen Ort aber trotz fehlender Farbe und vielleicht gerade dank dem Regen sehr genossen.

Ruby Beach bei Regen
Ruby Beach during rain

Ruby Beach und auch der ganze Rest der Küste Oregons fallen durch in Küstennähe im Wasser stehende Felsblöcke auf. Der Strand ist voll von Schwemmholz. Dies gibt der ganzen Szene eine mystische Stimmung, die sicherlich Leute wie Stephen King zum Schreiben motivieren würde.

Muscheln
Mussels

Etwas weiter südlich befindet sich direkt über dem Strand der Kalaloch Zeltplatz. Hier planten wir, die letzte Nacht im Olympic Nationalpark zu verbringen. Die Lage ist unglaublich schön. Wenn man einen der Plätze direkt über dem Strand erwischt (was bei uns kein Problem war, denn es gab nicht so viele Leute), so sieht man den Sonnenuntergang perfekt, ohne aus dem Zelt steigen zu müssen. Wir konnten das sogar geniessen, denn unterdessen war die Sonne zurückgekommen. Der Nachteil an diesen Zeltplätzen direkt am Meer ist aber, dass es dort starken Wind gibt. Wir konnten kaum kochen und mussten uns schliesslich ins Gebüsch zurückziehen, um die Pasta weich zu kriegen.

Kalaloch Campingplatz
Kalaloch campground

Wem es bei diesem Wind gar zu kalt ist, der kann sich auch in die angrenzende Lodge zurückziehen. Wir nutzten das für eine Kaffeepause mit Kuchen am Nachmittag. Danach wanderten wir am Strand los, immer Richtung Norden. Dort gibt es nach einigen Kilometern eine Felswand, die den Strand begrenzt. Hier kann man sich an den Felsen mit Kletterei austoben. Spannend für geologisch interessierte Leute ist ein flach im Sand liegender Felsen, auf dem man verschiedene Erdschichten sehen kann.

Strand vor dem Campingplatz von Kalaloch
Beach in front of Kalaloch campground

Ruby Beach, Kalaloch

Ruby Beach
Nicole beim Klettern
Nicole climbing rocks
Mittwoch, 09.05.2007

Quinault

Die letzten Stunden im Olympic Nationalpark haben wir in der Region des Quinault Lake verbracht. Dort gibt es den Quinault Regenwald, der als der am besten zugängliche gilt. Von der im Frühling noch geschlossenen Rangerstation her führen zwei kurze Wanderwege durch den Regenwald und auch zu einem unterdessen verlassenen Bauernhof. Der Regenwald ist sehr schön gelegen, bei guten Wetter kann man spannende Lichtspiele beobachten.

Quinault Regenwald
Quinault Rain Forest

Nach diesem kurzen Besuch des Quinault Regenwaldes machten wir uns auf den Weg nach Oregon, wo wir die nächsten Tage verbringen wollten.

Wednesday, 09.05.2007

Quinault

We spent the last few hours of our time at Olympic National Park in the region of Quinault Lake. There is the Quinault rainforest that is known as the most easily reachable one. Starting at the ranger station that was still closed at that time, there two short trails leading to some spots of rainforest and to an old farm house. The rainforest is very beautiful. In excellent weather conditions as we had you can enjoy fantastic light impressions.

After that short visit of Quinault rainforest we departed towards Oregon where we had planned to spend the following days.

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