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Ireland

27.05. - 12.06.2010

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Cliffs of Moher

Samstag, 05.06.2010

Weniger als zwanzig Kilometer von Galway entfernt entdeckten wir gleich am Strassenrand ein imposan­tes Schloss, das Dunguaire Castle. Wir stoppten und besuchten es. Der Eintritt war im Vergleich zu ande­ren Schlössern eher hoch für die gebotene Leis­tung. Trotzdem genossen wir den Rundgang durch die vier Etagen. Im obersten Geschoss ist eine relativ moderne Wohnung eingerichtet, wo die letzten Be­sitzer wohnten. Von dort kann man auch nach draussen gehen, um die Aussicht zu genies­sen.

Haus mit Strohdach bei Kinvara
House with straw roof near Kinvara

In den restlichen Geschossen fühlt man sich eher wie ein Ritter als ganz oben. Die Räume können auch für ritterliche Dinners gemietet werden. Beson­ders imposant ist das Dunguaire Castle, wenn man es über die kleine Bucht hinweg betrachtet. Gleich neben dem Parkplatz gibt es auch noch zwei Häuser, die im traditionellen Stil mit Strohdächern bedeckt sind.

Dunguaire Castle

Anschliessend machten wir uns an die Weiterfahrt, wo bei wir die Route R479 entlang der Küste wählten. Diese Strasse ist teilweise sehr eng, aber die Aussicht ist jeden Schweisstropfen wert, der ins Gesicht springt, wenn der Gegenverkehr mal wieder mit übermässigem Tempo erscheint und keinen Deut zur Seite ausweicht. Aber so ist halt der irische Fahrstil, und daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Speziell schön war entlang dieser Strasse der Leuchtturm inmitten eines Karrenfeldes. Er befindet sich fast an der Spitze der Halbinsel.

Dunguaire Castle

Einen zweiten längeren Stopp legten wir kurz da­nach ein, und zwar da, wo wahrscheinlich alle Touristen anhalten, die diese Strecke befahren. Jedenfalls gibt es da im Gegensatz zum Leuchtturm genügend Platz, um das Auto zu parkieren. Man kann über die Felsen wandern und ganz Wage­mutige schauen direkt am Rand der Klippen stehend hinunter auf die sich überschlagenden Wellen und die Gischt.

Leuchtturm entlang der R479
Lighthouse along route R479
Saturday, 05.06.2010
Dunguaire Castle
Dunguaire Castle
Dunguaire Castle
Felsen entlang der R479
Rocks along R479

Cliffs of Moher

Die ganze Fahrt des Tages hatten wir aber haupt­sächlich unternommen, um die Cliffs of Moher zu besuchen. Das sind die wahrscheinlich berühm­testen Steilklippen der Welt. Sie sind zwar bei weitem nicht die höchsten, aber sie fallen fast per­fekt senkrecht ins Meer, was sie besonders beein­druckend macht.

O'Brien's Tower über den Klippen
O'Brien's Tower above the cliffs

Weil wir gleich aus der Richtung kamen, stoppten wir zuerst in Doolin für ein Mittagessen in einem Pub und beim Bed & Breakfast, um das Zimmer zu beziehen. Danach machten wir uns auf zu den Cliffs of Moher. Wenn man dahin kommt, so sieht man gleich, dass dieser Ort berühmt ist. Der Parkplatz ist enorm gross, das Parkieren kostet viel Geld und es sind auch in dieser Nebensaison viele Tourenbusse mit entsprechend vielen Passagieren da, um das Naturwunder zu besuchen.

Es gibt aber einen Trick, wie man die Gebühren für den Parkplatz sparen kann: Aus Doolin kommend hat es gleich vor der letzten Steigung der Strasse zum Besucherzentrum (die mit der grossen S-Kurve) auf der linken Seite eine kleine Strasse. Entlang dieser Strasse kann man gut parkieren und anschliessend zu Fuss zu den Cliffs gehen. Weil der eigentliche Besuch der Cliffs of Moher nichts kostet, ist so alles gratis.

Es gibt ein grosses Besucherzentrum mit Restau­rants, Souvenirshops und einem Museum, für das allerdings ein Eintritt bezahlt werden muss. Das beste an diesem Besucherzentrum ist, dass es von aussen kaum sichtbar ist, weil es in den Hügel hineingebaut wurde. Der Einfluss auf die Landschaft ist deshalb trotz der Grösse des Gebäudes minimal. Wir gingen gleich weiter bis zur Kante der Klippen. Hier wurde leider zuviel gebaut, denn wer nicht er­wachsen ist, hat keine Chance, etwas zu sehen, weil man sich hinter hohen Mauern bewegt.

Diese Mauern sollen die Besucher davor schützen, aus welchen Gründen auch immer die mehrere hundert Meter hinunter zu fallen. Leider gibt es auch Leute, die hierher kommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. So konnten wir gerade beobachten, wie die Küstenwache mit Helikopter und Suchtrupps einem wahrscheinlich falschen Alarm nachging. Ist ziemlich bedrückend, wenn man bedenkt, dass eventuell gerade jemand in dieser schönen Umge­bung seinem Leben ein Ende bereitet hat.

Rettungshubschrauber der Küstenwache
Search-and-rescue helicopter of the coast guard

Viele Leute, die sich nicht beschränken möchten, die Sicht hinter Mauern zu geniessen, die gehen nach links und entdecken dort das Ende der Mauer. Grosse Tafeln weisen darauf hin, dass es enorm gefährlich sei, über die Mauer zu steigen und weiter zu gehen, wir sind aber der Meinung, dass das gefährlichste daran ist, die Mauer zu übersteigen. Die Situation kann natürlich ganz anders sein, wenn sich das Wetter von der schlechtesten Seite zeigt.

Musiker auf der Besucherterasse
Musician on the visitors terrace

Nach dem Übersteigen der Mauer kann man einige Meilen weit entlang dem Abgrund wandern, theore­tisch bis zum Ende der Klippen, wo man eine natür­liche Brücke entdecken würde. Wir empfanden diese Distanz aber zu gross und kehrten vorher wieder um. Trotzdem konnten wir Blickwinkel entdecken, die man als Besucher, der sich an den offiziell zu­gänglichen Bereich hält nicht sehen kann.

Nach einem Besuch des O'Brians Towers, für dessen Besteigung man wiederum bezahlen müsste, verliessen wir die Cliffs of Moher, um in Doolin das Nachtessen einzunehmen. Dafür gingen wir ins bekannte Gus O'Connor's Pub. Danach kamen wir nochmals zurück zu den Klippen. Wenn man später als schätzungsweise acht Uhr hierher kommt, so kann man den Parkplatz gratis nutzen. Wenn nicht so viele Photographen da sind, so gibt es sogar vor der Barriere auf der Seite der Klippen die Möglichkeit, das Auto auf der Auffahrt zu parkieren.

Ich packte wie auch einige andere das Stativ aus und nutzte den Sonnenuntergang, um ein paar schöne Photos zu machen. Leider war das Wetter etwas bewölkt, sodass wir die Sonne nicht bis zum Erreichen des Horizonts sehen konnten. Auf der Rückfahrt nach Doolin stoppten wir nochmals kurz beim Doonagore Castle, das sehr schön auf einem Hügel gleich oberhalb der steilen, engen und kur­venreichen Strasse liegt.

Cliffs of Moher

Cliffs of Moher
Cliffs of Moher
Cliffs of Moher Rock
Grössenvergleich zum Cliffs of Moher Rock
Comparison of size with Cliffs of Moher rock
Könnte auch in der Schweiz sein...
Could also be in Switzerland...
Auf YouTube findet man ein eindrückli­ches Video über die Cliffs of Moher.
There is an impressive video about the Cliffs of Moher on YouTube.

Doolin

Doolin ist eigentlich gar kein Dorf, sondern nur eine riesige Ansammlung von Bed & Breakfasts, Hotels und Restaurants. Wir übernachteten wie fast alle Touristen in diesem Ort. Abends besuchten wir das bekannte O'Connor's Pub, wo wir endlich Musiker antrafen, die spontan traditionelle Irische Musik spielten. Dazu gab es sehr gutes Pub-Essen.

Traditionelle Irische Musik im Gus O'Connor's Pub
Traditional Irish music in Gus O'Connor's pub

Doolin

Doonagore Castle

I wouldn't call Doolin a village. It's rather a collec­tion of bed & breakfasts, hotels and restaurants. Like most tourists we stayed in this town for the night. In the evening we went to the famouse O'Connor's pub where we finally got a glimpse of musicians playing traditional Irish music. We listened to them while eating great pub food.

Riverfield House, Doolin

Bed & Breakfast in Doolin

Riverfield House
Caitriona Garrahy
Doolin
County Clare

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