15.08.2004: Tälli Klettersteig (Bern)

Via ferrata Tälli (Bern)

Idealer Startort für die Begehung des Tälli-Klettersteigs ist die SAC Tälli-Hütte oberhalb Gadmen respektive Furen (Landeskarte 1:25'000, Blatt 1210 "Innertkirchen"). Das Postauto fährt von Göschenen über den Sustenpass oder von Meiringen an diese beiden Ausgangsorte.

Wir haben den Aufstieg von Gadmen (1205müM) gewählt. Die angegebene Wanderzeit von zwei Stunden haben wir dabei natürlich wie immer unterboten. Der Aufstieg zur Hütte ist im ersten Teil recht steil und verläuft im Wald auf einem schmalen Pfad. Ab Raflue (1603müM) geht es dann ebenaus über Alpligen zur Hütte (1726müM), die man erst auf den letzten Metern sehen kann. Den Aufenthalt dort haben wir sehr genossen. Die Aussicht auf die umgebenden Gletscher des Sustengebiets sowie die hohen 4000er des Berner Oberland konnten wir an diesem Tag leider noch nicht sehen, doch wussten wir, dass der folgende Tag wunderschön werden würde, und für einmal hatte das Meteo-Team voll richtig gesetzt.

Bereits aus Distanz sieht die Wand der Gadmerflue beeindruckend aus. Die ersten paar Meter auf dem Steig zeigen denn auch gleich, ob man weitergehen sollte... Allerdings wäre eine Umkehr mit einigen Risiken verbunden.

Während dem ganzen Aufstieg und insbesondere bei den wenigen Traversierungen auf etwas breiteren Simsen kann man die wunderbare Aussicht auf die Hochalpen geniessen. Der Blick nach unten ist hingegen nicht für alle Leute empfehlenswert, geht es doch an einigen Stellen gegen das Ende des Steigs rund 500m senkrecht nach unten.

Keine Ahnung, wieviele Leitern den Aufstieg durch die senkrechte Wand erleichtern, doch sind es sicher mehr als zehn.

Die vielfach beschriebene Aussicht.

Nach rund vier Stunden (mit drei kurzen Pausen) hatten wir es geschafft und erreichten rechtzeitig zum Mittagessen den Gipfel. Von hier oben hat man eine unbeschreibliche 360°-Aussicht, neben den vielen Gipfeln  nach Melchsee-Frutt, Tannensee, Engstlenalp und in das Gadmertal.

Unsere Tour bringt uns jetzt noch in wenig mehr als zwei Stunden an den Engstlensee und zur Engstlenalp, wo wir nach einem Eiskaffee das Postauto zurück nach Meiringen besteigen.


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