09.07.2006: Klettersteig Graustock (Obwalden)

Via ferrata Graustock (Obwalden)

Nach dem Tälli Klettersteig nahmen wir mit Dani zusammen einen weiteren Klettersteig in Angriff. Diesmal zog es uns nach Engelberg auf den Klettersteig am Graustock. Diesen erreicht man am einfachsten mit dem Sessellift ab Engelberg über den Trüebsee zum Jochpass. Dort steht gleich beim Ausstieg vom Lift der Wegweiser zum Klettersteig.

Das erste Hindernis war gut zum aufwärmen...
The first step was a warm-up...

Der Klettersteig besteht aus vier Stufen. Die erste beginnt gleich oberhalb der Endstation der Sesselbahn. Sie überwindet eine Stufe von wenigen Metern, wobei man sich schon fast fragt, ob die Sicherung nötig ist. Nach einem kurzen Wanderstück kommt eine etwas höhere Stufe, doch auch diese ist eher langweilig als etwas anderes.

Oberhalb der zweiten Stufe sahen wir dann von weitem die dritte. Und die machte uns bereits von weitem fast ein wenig Angst.

Doch dann sahen wir die dritte Stufe!
But then we got to see the third step!

Der Weg zur dritten Stufe führt in einem grossen Bogen um eine Schottermulde herum. Dieser Weg ist ganz gemütlich, ideal zum Geniessen der umgebenden Bergwelt. Der Blick schweift vom Titlis über die Engstlenalp weiter zur Tannalp und Melchsee-Frutt. Die Engstlenalp sollte unser Tagesziel sein, doch zuerst hatten wir noch die dritte und die vierte Stufe vor uns.

Die Gruppe vor uns hatte zu kämpfen
The group in front of us was strugling

Die dritte Stufe geht fast senkrecht aufwärts, einige Meter weiter sogar überhängend. Der Weg ist wie eine Leiter, bestehend ausschliesslich aus Metallbögen. Den Fels muss man kaum berühren. Leider war vor uns eine grössere Gruppe in der Stufe, und die kamen ganz langsam vorwärts. Wir warteten längere Zeit, bevor wir die Etappe selber in Angriff nahmen, doch holten wir sie dann doch noch auf und mussten mitten im steilsten Bereich kurz pausieren, was nicht sehr angenehm war.

Nachher konnten wir aber trotzdem lachen
Finally we had good reason to smile

Nach der dritten Etappe sieht man dann den Gipfel des Graustock. Diesen erreicht man über eine weitere kurze Etappe auf dem Klettersteig, die aber wiederum nicht wirklich anspruchsvoll ist. Vom Gipfel kann man die Umgebung geniessen und, wie es bei uns der Fall war, beobachten, wie sich Regenwolken aufbauen.

Die Umgebung wurde langsam durch aufziehende Wolken verdunkelt
The surroundings were shaded by dark clouds that later brough some rain

Beim Abstieg hatten wir ein wenig Probleme: Unterhalb des Gipfels hatte es noch immer Schnee, sodass wir den Weg nicht sehen konnten. Dabei sind wir bei einem Felsen auf der falschen Seite herumgelaufen und merkten erst zu spät, dass wir statt auf die Engstlenalp auf die Tannalp zusteuerten. Damit war es uns nicht mehr möglich, den letzten Bus zu erreichen, dachten wir. Gleichzeitig wurde das Wetter immer schlechter. So beschlossen wir, über den äusserst steilen Hang nördlich der Engstlenalp abzusteigen, über bald vom Regen genässte Grasflächen zwischen Felsen und Bäumen... Nicht unbedingt empfehlenswert, doch schafften wir es, mit klopfendem Herzen den Bus zu erwischen.

Der Wegweiser zeigt, wohin wir gehen wollen
The sign shows us the way to go

After having done the via ferrata at Tälli with Dani together we decided to do another via ferrata. This time we went to Engelberg, attempting the via ferrata at Graustock. It is easily reached by using the chair lift from Engelberg via Trüebsee to Jochpass. The via ferrata starts right at the exit of the chair lift where there is a sign.

Auch die zweite Stufe wollte uns noch nicht fordern...
The second step was not much more requiring...

The via ferrata has four steps. The first one starts just above the terminal of the chair lift. It is just a few meters and you may ask yourself whether you should use the safety equipment. Only a short hike further there is a second, little higher step which is just as boring as the first one.

Having done those two first steps we could see the third from a distance. And it was a little frightening...

Aussicht in Richtung Engstlenalp
View towards Engstlenalp

It takes some time to reach the floor of the third step. So enjoy the surroundings. You can see Titlis, the Engstlenalp, Tannalp and also Melchsee-Frutt. Engstlenalp shall be the destination of the day, but the last two steps were still to be done.

The third step is quite vertical, sometimes even pendently. The via ferrata is like a iron ladder. You hardly need to touch the rock. Unfortunately, there was a larger group in front of us, struggling and proceeding very slowly. We waited for some time before starting the ascent, but finally we caught them up and had to wait at one of the steepest positions. That was not much fun.

Warten ist hier kein Vergnügen
Waiting here is not much fun

After the third step you can see the top of Graustock. It is reached by hiking a short distance. It, again, is not much demanding. From the peak you can enjoy the environs and observe, as it was the case when we were there, dark clouds approaching.

Der eigentliche Gipfel war noch zu tun
We still had to reach to top

We were a little unlucky while descending: Below the top of Graustock there was still some snow. That is why we could not see the track. So it happend that we walked on the wrong side around a rock, what we recognizes only some time later when the Tannalp was in front of us instead of the Engstlenalp. This situation did not allow us to reach the last bus on time, at least we thought so. At the same time the weather became worse and worse, rain was about to start. So we decided to descent via a very steep slope north of Engstlenalp. The grassy slope was soon after wet by the rain, not making it easier to pass between rocks and trees... Not really what we would like to recommend. Finally we reached Engstlenalp, hearth throbbing, just in time for the bus.


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